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 Imber Cinis

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Alra



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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Nov 29, 2017 11:50 pm

"Es ist seltsam, ja. Aber es gibt niemanden mehr, den man fragen könnte, um das Geheimnis zu lüften. Die Golddrachenzwillinge, die das Drachenheer führten, sind seit einer Weile tot - und es gibt keine Drachen mehr, die diese Schlacht miterlebt haben. Außer..." Tarinax lacht kurz auf und schüttelt dann deutlich den Kopf. "Nein, ich bin nicht dumm genug, ihn zu fragen. Schließlich bin ich selbst ein Elf, nicht?", meint er dann mit einem Glucksen und greift nach seiner Pfeife.
Anstatt sie sich neu zu stopfen, dreht er sie kurz zwischen Daumen und Zeigefinger seiner rechten Hand, bevor er sie verschwinden lässt. Er macht sich nicht einmal die Mühe, sie irgendwo zu verstauen - eben ein Magier durch und durch. Dieser Magier hebt allerdings die Augenbrauen leicht an, sobald Akira weiterspricht. Sein Volk? Da ist ein weiterer ihrer Denkfehler. Er muss ihr aber verzeihen, weil sie es nicht besser wissen kann.
"Ich stamme ursprünglich nicht von hier, deshalb sind die Elfen nicht mein Volk. Davon abgesehen war ich bis vor wenigen Jahren äußerst beschäftigt und hatte keine Zeit, mich um rätselhafte Geschichten zu kümmern, die nicht akut damit zu tun haben, dass die Welt untergeht." Tarinax spricht mit einer leicht spöttischen Stimme, der man anmuten könnte, dass er zum Scherzen aufgelegt ist - wenn seine Iriden nicht kühl wirken würden. Oder ist er einfach nur erschöpft, weil ihm das Kraut zugesetzt hat?
Durch sein Aufstehen und der Tatsache, dass sein Haar kurz sein Gesicht verbirgt, gewinnt er aber genug Zeit, um seine Miene wieder völlig freundlich-neutral werden zu lassen. So, wie es bei ihm üblich ist. Mit überraschend flinken Fingern zieht er den Kräuterbeutel von der Tischplatte und schiebt ihn unter seine Robe, die er prompt etwas abklopft, um verirrte Asche loszuwerden. "Ich würde sagen, dass wir zurück ins Rathaus gehen. Soll ich dort nach meiner Heilerin fragen, damit Sie Euer Mal einmal ansehen kann? Nicht, dass ich etas übersehen habe...", fragt er schließlich nüchtern, hält aber noch einen Moment inne, bevor er nuschelnd hinzufügt: "..verzeiht, dass ich so heftig zugeschlagen habe. Ich kenne meine eigene Kraft noch nicht."
Dann setzt er den ersten Schritt von dem Kräuterladen weg, zurück in Richtung des Regierungsviertels.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Dez 25, 2017 2:08 pm

Akira hatte im Gefühl, dass Tarinax mit seinen Worten mehr andeutete, als das worüber er sprechen möchte. Eigentlich wollte sie ihn bereits wie einen Wasserfall mit Fragen überschütten, wo doch einiges seiner Bruchstücke nach interessanten und langatmigen Geschichten klingen konnte. Und beim Erbauer, ihre Neugierde fand einfach kein Ende! Der letzte Satz jedoch ließ den Elfen heil aus der Nummer heraus kommen. Er machte sich Gedanken. Zu viele, wie Akira empfand, so ein kurzer Ausfall machte ihr nichts. Drachen hatten bereits schlimmeres erlebt und seelische Tritte in die Magengrube beschäftigten sie mehr, wie der lästige Umstand erschöpft mit angeknaxter Rippe herumzuturnen. Irgendwie, diese leise Botschaft zeugte davon, dass es ihm gleichermaßen unangenehm war und er erst etwas Zeit für sich brauchte um dieses Ereignis zu verarbeiten. Wahrscheinlich war das wirklich der Grund, warum er sich hier her zurück gezogen hatte. Und wo dieser Umstand für sie irgendwie.. schon beinahe niedlich und menschlich war, hegte sie Verständnis für seine flüchtige Art.
"Ich möchte eure Heil- und Magiefertigkeiten nicht schlechter darstellen als sie sind, so... in dieser Position wo ihr euch befindet. Aber wenn ihr es selbst vorschlagt bin ich dem nicht abgeneigt.", willigte sie dann ein und stützte sich, diesmal schon weniger ächzend wieder auf ihren Stab und folgte dem alten Elfen. Er würde ihr noch früh genug Rede und Antwort stehen können, oder bei abendlichen Malzeiten in der Wildnis Geschichten seiner Abenteuer berichten können. Da könne sie ihm jetzt gerade zumindest die Zeit geben, sich mit ... dieser neuen Situation alleine zu befassen. Schon komisch, ein Elf der es zu einem Gott geschafft hat und mit solchen Lapalien so zu kämpfen hatte. Daran merkte man, dass er seine Position wahrlich noch nicht lange inne hatte und mit den jüngsten Ereignissen wohl nicht gerechnet hatte. Und ein weiteres Mal wunderte sich Akira über sich selbst, denn sie hatte eine Ruhe weg, die sie beinahe beängstigte und nicht das erste Mal in eigene Überlegungen stürzte. Es hatte wahrlich den Anschein, als hätte sie selbst vor nichts mehr Angst, als könne sie nichts mehr erschrecken und alles seinen Sinn hatte. Sie akzeptierte nur noch, hinterfragte die Dinge und wollte Zusammenhänge verstehen. Unabhängig davon, was letztlich mit ihr passierte. Deswegen beunruhigte sie wohl der Gedanke auch nicht, sich eventuell bald mit Kreaturen messen zu müssen, die sie nicht kannte und vermutlich nicht einmal bekämpfen konnte in ihrem noch ungeübten Zustand.
Bei all den Gedanken achtete sie schon gar nicht mehr auf den Weg. Sie hatte Tarinax zügig aus den Augen verloren und einen anderen Weg eingeschlagen, der weniger belaufen war. Und sie bemerkte auch nicht, dass sie dem eigentlichen Ziel nicht folgte, so hatten ihre eigenen Gedanken sie fest im Griff.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Jan 01, 2018 9:36 pm

"Lasst es mich so sagen: Ich würde mich deutlich wohler fühlen, wenn mir ein Heiler Gewissheit gibt. Nicht, dass ein langer Ausritt für eine Verschlimmerung sorgt...", setzt Tarinax hinzu, laut genug, um noch verstanden zu werden, obwohl er sich entfernt.
Der neue Gott geht zwar langsam, weil seine Begleitung verletzt ist, aber achtet nicht sonderlich auf sie. Da sie sich nicht in seiner Stadt auskennt, kann er für gewöhnlich davon ausgehen, dass sie ihm auf leisen Sohlen folgt, während er sich einen Weg durch die heimkehrenden Bewohner bahnt. Es sind ein paar Stunden vergangen, seitdem er seine Besorgungen für die anstehende Reise gemacht hat, und manche Stände schließen bereits. Der Markttag endet, und es wird Zeit, dass das Volk zu den Familien zurückkehrt. Da Tarinax erwarten kann, dass ihm Platz gemacht wird, schlendert er einfach auf direktestem Wege zum Rathaus zurück, die Hände im Rücken verschränkt und aufkeimende Gespräche mit einem sachten Kopfschütteln ablehnend.
Er hat schon genug Dinge, um die er sich sorgen muss. Allen voran das Nebeltribunal. Aber auch die bevorstehende Reise. Warum macht er es sich nicht einfach und erschafft ein Portal, welches ihn nach Duriat führt? Ganz einfach. Der Schöpfer hat mit seiner ureigensten Magie dafür gesorgt, dass keine Portale geöffnet werden können, die auf diesen Kontinent führen. Der Rückweg hingegen ist so möglich.
Außerdem ist es die passende Gelegenheit, Akira in Darka herumzuführen und ihr zu zeigen,wo sie lebt. Seine Stadt ist schließlich weder das Zentrum, noch das Ausmaß dieser Welt, und es gibt viel zu erleben... Und verdammt, er steckt seit Ewigkeiten in Imber Cinis fest. Er begrüßt jede Ausrede, um reisen zu können!
Nach einer ganzen Weile bleibt er schließlich vor dem Rathaus stehen und wendet sich um. "Akira, die Räumlichkeiten meiner Heilerin befinden sich im rechten Flügel, erster S-" Er hält inne, als seine halbe Drehung vollendet ist und niemand dort steht. Seine Lippen pressen sich zu einer dünnen Linie zusammen. Wie, beim Schöpfer, hat sie es fertig gebracht, sich zu verlaufen?
Ein Ärgernis ist es wohl, aber keines, was sich nicht lösen könnte. Er nutzt einfach seine magischen Sinne, um sie zu orten - nicht sehr schwer, weil ihr Geist einen Geschmack von ihm selbst besitzt - und ihr den Weg zu weisen. Eine hübsche, sprechende Illusion dürfte genügen, nicht?

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Apr 24, 2018 7:09 pm

Erst, als sie haarscharf daran vorbei kam kein Wasser aus einem schon nicht mehr frisch riechendem Eimer abzubekommen schreckte die junge Dame jäh aus ihren Gedanken auf. Auch wenn alles neu für sie war, auch wenn sie ihre Neugierde nur schwer zügeln konnte, so war sie dennoch sehr ihren Gedanken zugetan und ließ sich schnell auf einer Woge der Trauer und des Missmutes fortführen.
"Kind, hab doch Acht wo du vor dich hin träumst!", piepste die Frau und wanste sich wütend von Akira ab. Für den Körperbau empfand sie die Stimme als viel zu hoch, sah der Dame entsprechend irrtiert hinterher und stammelte nur ein "Ähm ja verzeihung... Tarinax waru- ... Tarinax?"
Erst jetzt bemerkte sie, dass der Elf weder an ihrer Seite, noch vor ihr war. Mit einem Mal hell wach sah sie sich hektisch um, schloss die Augen und versuchte durch den Magiestrom nach dem Gott zu tasten. Vergeblich.
"Asche.", murmelte sie und schlug die Lieder wieder auf. Wie hatte sie sich auch anmaßen können, bereits solche Geschicke befehligen zu können? Ihr blieb keine andere Wahl. In der Hoffung, es würde nicht zu einem weiteren Missgeschick kommen, untersuchte sie die GEgend genauer wo sie sich nun befand. Es war eine dunkle, verwinkelte Gasse. Ein Blick zum Himmel verriet ihr jedoch, dass sie auf diesem Wege irgendwann zurück zur Hauptstaße, oder dem Markt kommen musste. Sie hatte sich nicht gemerkt wie sie her gekommen war, also lag ihr Los darin, einen Weg zurück zu einem Punkt zu finden, den sie erkennen konnte.

Sie ging nur ein, zwei Ecken weiter, als sie mit der nächsten Person zusammenstieß. Diesmal allerdings richtig, sodass sie sich im nächsten Moment rücklinks auf dem Boden der Tatsachen wiederfand. "Pass doch auf wo du langläufst!", blaffte sie ein Junge an, kaum mehr als ein Kind. Er war unweit neben ihr im Dreck gelandet und sprang flink wieder auf die Füße. Er wirkte hektisch, ungeduldig. War er auf der Flucht?
"Selber, Kleiner. Alles okay bei dir?", wollte sich Akira erkundigen und versuchte ebenso rasch wieder auf die Füße zu kommen. Ein Schmerz durchzog sie, von der Schulter bis in die gegenüber liegende Hüfte. Sie biss sich dennoch auf die Lippe und dachte nicht daran ihrem Körper klein bei zu geben.
"Geht dich nichts an!" Mit diesen Worten wollte er schon wieder zum Laufen ansetzen, als Akira ein Zipfel eines sehr bekannten Gegenstandes unter der Kleidung des Jungen hervor lugte. Der Dolch, den Akira bei ihrer Ankunft so sehr bestaunt hatte! Rasch zog sie den Stab in einer weiten Bewegung hoch, sodass der Junge unweigerlich bei seinem Schritt hängen bleiben und erneut zu Boden gehen musste. Zu Akiras Enttäuschung hatte der Junge allerdings damit gerechnet, sprang mit einem Satz über den Stab hinweg und steckte den Dolch schnell zurück in den Hosenbund.
"Zwing mich nicht dir folgen zu müssen!", zischte Akira langsam ungehalten und umfasste den Stab fester. Zwar hatte sie ein Kind vor sich und wusste wie schwer es die ärmlichen Bewohner haben konnten, aber dieser Dolch hatte bereits einmal für Ärger gesorgt. Sie würde den Zwangskauf von Tarinax nicht einfach abtreten, wo er bereits jetzt mehr Wert hatte als die Münzen die er gekostet hatte.
"Bleib stehen, ich werde dir nichts übles tun, ich will nur zurück was mir gehört! Warte doch!"
So schnell, oder eher schneller als sie eigentlich konnte, versuchte sie den Jungen durch die Straßen zu folgen. Mehr schlecht als recht, denn eine konstante Atmung war bei der Anstrengung kaum möglich.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Apr 24, 2018 7:40 pm

Tarinax konzentriert sich für einen langen Moment, um die nötigen magischen Reserven für einen geeigneten 'Schatten' zu mobilisieren. So nennt er eine Illusion, die so komplex ist, dass sie eigenständig handeln und andere berühren kann. Selbst kann sie aber nicht berührt werden. Er würde gerne selbst nach ihr suchen, aber er hat noch ein paar Dinge zu erledigen, um ihre Reise vorzubereiten. Gepäck. Karten. Und seine Heilerin informieren, dass Arbeit auf sie wartet.

Während der Elf also in sein Rathaus schlendert, wirkt es für Zuschauende so, als hätte er es sich spontan anders überlegt und würde umdrehen. Tatsächich ist aber sein 'Schatten' nahtlos von ihm abgespalten und macht sich auf den Weg dorthin, wo sie das Magiefeld Akiras wahrnimmt. In irgendwelchen Seitengassen, die sich vom Rathaus eher entfernt haben. Eher in Richtung der Handwerkergilden. Das konnte Tarinax natürlich nicht ahnen. Er hätte vorsichtiger sein müssen... Aber seine Magie wird seinen Fehler ausbügeln. Wie so oft.

Die Illusion bahnt sich durch die heimreisenden Anwohner der Stadt, zuerst nichts Ungewöhnliches wahrnehmend. Zumindest so lange, bis sie um eine Ecke biegt und einen Jungen auf sich zulaufen sieht. Schnell. So hektisch, dass er beinahe über seine schmutzigen Sandalen stolpert, die er an den Füßen trägt. Ganz so, als wäre er auf der Flucht...

Es ist nur eine kleine Bewegung, aber die lange, spinnenartige Hand des Schattens schließt sich wie eine Schraubzwinge um die zierliche Schulter des Halbkindes, als es in der richtigen Entfernung an ihm vorbeirennen möchte. Wie es jemand tun würde, der Angst hat - was verständlich ist, wenn man plötzlich festgehalten und beinahe zurückgezogen wird -, schlägt der Junge sofort protestierend nach der Hand aus. Seine Fäuste gleiten jedoch einfach hindurch, als wäre das, was ihn behindert, gar nicht da. Das veranlasst ihn dazu, den Kopf zu heben - und aschfahl anzulaufen.

"L-Lord Arcanum...?"

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Apr 24, 2018 8:06 pm

Nicht nur leicht, sondern wesentlich stärker keuchend als sie es gewohnt war, konnte Akira den schwarzhaarigen Jungen einholen. Da dieser jedoch relativ prompt stehen geblieben ist, konnte sie nur ganz knapp vor ihm bremsen. So nahe, dass sie bereits halb in Tarinax Schatten hineinstolperte. Nicht mal einen Augenschlag später standen ihr förmlich die Haare zu berge, sodass sie einen Schritt vom Jungen zurück wich und ihr Augenmerk unweit vom Jungen weg lenkte.
"Oh, ihr hier?", entfuhr es dem Mädchen überrascht. Es brauchte einen Moment ehe sie verstand, dass es eine Illusion war undkeine physische Gestalt hatte. Allerdings nahm ihr allein seine Anwesenheit deutlich die Spannung, sodass sie lange und bestimmt ausatmen und sich wieder fangen konnte.
"Nun, Kleiner.", begann sie und ging langsam ein Stück um den Jugnen herum, bis sie in seinem Halbprofil stand und den Weg abschnitt, sollte er sich lösen wollen.
"Ich denke nun siehst du selbst, dass jedes Handeln seine Konsequenzen hat, hm? Hättest du sicher nicht mit gerechnet.... Bist du in seiner Gegenwart nun etwas netter?" Ihre Frage klang plötzlich nicht mehr so agressiv, wie noch vor wenigen Augenblicken. Im Gegenteil. Die Furcht in den Augen des Jungens weckte ein anderes Gefühl in Akira und veranlasste sie sich zu der erbärmlich drein schauenden Person hinunter zu knien. Leider vergaß die nicht sehr vie größere Sha'lou, dass sie in dieser Welt kein Gewicht hatte, im Gegensatz zu Tarinax. Der Jugne war so starr, dass er sie kaum wahrnahm, geschweigedenn antwortete. Immernoch war sein Blick auf den Elf gerichtet.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Apr 24, 2018 8:33 pm

Der elfische Schatten zuckt nicht einmal mit den Wimpern, als ein anderer Körper halb durch ihn rasselt. Er merkt es schließlich nicht. Sicher, in seinen Händen besitzt er einen Tastsinn, damit er Dinge auch 'packen' kann, aber der Rest des Körpers ist quasi nichtexistent. Illusionen, was? Daran hindern, den Schwarzschopf aufzuhalten, tut es ihn allerdings überhaupt nicht.
"Nein, nicht wirklich. Ich spreche gerade mit meiner Heilerin. Aber das hier... Ist auch interessant.", sagt die Illusion mit derselben Stimme, die auch Tarinax selbst besitzt. Sonst würde es auch seltsam wirken, nicht?

Sie wirft Akira dennoch einen strengen Blick zu, als sie zwar richtige, aber unangemessene Worte an das Kind verliert. Das hilft nicht, die Situation zu lösen. Die Angst, die den Jungen offensichtlich gepackt hat, muss gelöst werden - denn wenn ein Kind stehlen muss, läuft ganz gewaltig etwas schief. "Du brauchst keine Angst vor mir zu haben. Ich möchte nur wissen, woher du kommst. Aus Imber Cinis stammst du nicht.", spricht sie den Jungen an, dessen Blick etwas weniger furchtsam, aber immer noch sehr vorsichtig wird. Da er aber weiss, wer gerade mit ihm spricht, schickt es sich nicht, zu lügen. "A-aus den Schattenlanden. Händler h-haben mich mitgenommen.", antwortet der Junge und versucht, dem Griff zu entkommen - aber Tarinax' Illusionsfinger sind unnachgiebig.

"Hast du gestohlen?", wird unbeirrt weitergefragt, und der Schwarzschopf erschrickt, bevor er den Blick zu Boden senkt. Erst antwortet er nicht; schließlich nickt er aber zaghaft. "Dann gib zurück, was dich weglaufen ließ, entschuldige dich, und dann gehst du drei Straßen weiter zu Elysees Waisenhaus. Dort bekommst du zu Essen, ein heisses Bad, neue Kleidung und wirst in die Schule gehen." Der schraubstockfeste Griff löst sich ein wenig, und er fügt mit ein wenig Grollen in der Stimme hinzu:

"Und wenn du noch einmal stiehlst, schicke ich dich in die Schattenlande zurück."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Apr 26, 2018 8:27 pm

"Nein, mein Herr, werde ich nicht, ganz bestimmt nicht!", jappste der Junge aufgeregt und wühlte in seinem zu weiten Hemd nach dem vermeindlichen Gegenstand. Akira kam ihm jedoch zuvor, legte ihm sacht eine Hand auf den Arm und versuchte sich seine Aufmerksamkeit zu holen. Den strengen Blick konnte sie nicht auf sich sitzen lassen, zumal der Elb sich ungefragt eingemischt hatte.
"Warte, langsam. Du sprichst immer noch aus Angst, nicht wahr? Meine Frage wäre weniger ob du gestohlen hast, sondern warum... Möchtest du mir das verraten? Was du mit dem Dolch vor hattest?" Ihre Wut war mittlerweile verlogen, vielmehr versuchte sie das Problem zu ergründen und zu verstehen, was den Jungen angetrieben hatte.
"Ich..." Er wusste nicht recht, was er antworten sollte. Sein Blick wanderte von dem schattenhaften Elfen hinab zu Akira. Dort haftete sein Blick lange an ihrem, so sehr schon, dass sie glaubte er wäre zu Stein erstarrt. Nachdem die junge Frau jedoch ein beruhigendes Lächeln auf die Lippen legte und sonst kein Donnerwetter umher grollte, schien er sich etwas zu entspannen.
"Sie haben gesagt, wenn ich nicht genug mitbringe was teuer aussieht bekomme ich nichts zu essen. Und er sah toll aus. Und... Ich hätte mich wehren können. Ketten und Geld bringt jeder von uns."
Auf diese Aussage hin warf Akira einen vielsagenden Blick über die Schulter zu Tarinax. Es schien so, als wären die Händler nicht das, was sie zu sein scheinen. Und einen Jungen dieben lassen aus Zwang war selbst für sie ein rotes Tuch.
"Gefällt dir der Dolch?", wollte sie nun wissen.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Apr 26, 2018 9:18 pm

Tarinax' Schatten betrügt ihn um keine Emotion - zumindest scheint es für einen Moment so. Lediglich seine blattgrünen Augen beginnen, ein wenig zu schimmern. Zufrieden? Beruhigt? Nicht voneinander trennbar. "Nun, dann...", setzt er an, als der Junge anfängt, nach dem Diebesgut zu kramen, aber Akira unterbricht ihn. Das lässt ihn eine Braue heben - er ist es definitiv nicht gewohnt, dass ihm jemand so in die Parade fährt. Zumindest nicht bei seinem Volk. Schmecken tut es ihm nur bedingt.

Aber er stellt schnell fest, dass die junge Frau ein feineres Gespür dafür hat, dem Jungen Informationen zu entlocken. Das ist nicht weiter verwunderlich. Tarinax hat sich vor der Erschaffung des Schattens schließlich... Etwas benebelt, und das mag seine Instinkte ein wenig getrübt haben. Dennoch... Er weiss, was er nun besser tun sollte. Gerade bei dem nützlichen Wissen, welches der Junge ausspuckt. Eine kleine Ansammlung von Dieben - getarnt als Händler? Er muss weiter zuhören, aber irgendwie beginnt alles, sich etwas dumpf anzuhören...


Im Rathaus lehnt der richtige Tarinax an einer geschlossenen Tür. Ganz offensichtlich hat er einen ausgewachsenen Drehwurm - als hätte jemand die Welt am Nabel gepackt und würde sie herumschleudern. Verdammtes Kraut - bringt wohl seine Sinne heute etwas mehr durcheinander. Doch er muss noch zu seinem Bett kommen, damit er sich etwas ausruhen kann. Dieser hübsche Plan wird zunichte gemacht, indem die Tür nach innen aufgezogen wird und er das Gleichgewicht verliert.
Der Hüne stolpert in den Raum hinein und vollzieht eine Bruchlandung auf dem harten Fußboden. Ein leises Stöhnen entfährt ihm bei der Drehung auf den Rücken. Ein Frauengesicht taucht über ihm auf - seine Heilerin. Eine schon etwas ältere Elfe, die ihn nur mit gerunzelter Stirn betrachtet.
"Zu viel Kraut und Magie?"
"Juuuuuu..."
"Leg dich hin, Ereb."
"Junge Frau kommt gleich... Akira. Mal am Bauch. Fang sie ab."
"Natürlich. Ruh dich aus."
"...ich heiße Tarinax..."


Der Schatten flackert ein wenig, weil der Elf seine Konzentration entgültig zu verlieren scheint. Viel Zeit bleibt ihm nicht mehr. Deshalb blickt er den kleinen Jungen nochmal an - diesmal aber etwas sanftmütiger -, dann schaut er zu Akira herüber. "Findet alles heraus, was der Zerschlagung dieses Diebeszirkels dienlich ist. Ich will heute noch Wachen losschicken. Den Kindern..." Er flackert ein weiteres Mal. "...passiert nichts. Dann folgt der Spur. Ich..." Das Flackern wird stärker, und bevor er genau erklären kann, was er meint, löst sich der Schatten in Staub auf. Dieser wird durch einen auffrischenden Wind verwirbelt... Und hinterlässt eine glitzernde Linie auf dem Boden, die aus den Gassen herausführt.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Apr 29, 2018 6:05 pm

Nach einer halben Stunde des Geredes verabschiedete sich Akira mit den Informationen die sie brauchte von dem Jungen. Ismail hieß er, eigentlich war er ein ziemlich liebes Kind. Die junge Sha'lou überließ ihm sogar einen ihrer Edelsteine als Schutzmal und als Andenken. Er würde in Zukunft daran denken, dass sein Herr jemand ist, den man nicht fürchten brauchte und der sein Bestes gab um die zu schützen, die den Schutz verdienten. Ein wenig war sie sogar traurig, als sie der Spur des Elfen zurück zu seinem Anwesen folgte. Sie mochte Ismail.

Zurück im Anwesen erinnerte sie sich an Tarinax letzte Anweisung, als sie aufgebrochen waren. Langsam kamen ihr erst Bedenken, ob mit dem alten Magus alles in Ordnung sei, wo das Bildnis auf so merkwürdige Weise unterbrochen wurde. Und da kam es gerade recht, dass sie die Heilerin aufsuchen sollte. So konnte sie diese gleichwohl nach dem werten Befinden von Tarinax befragen. Nun galt es nur, diese zu finden. Das Anwesen war groß, es gab keine Garantie, dass die Heilerin überhaupt da war. So suchte sie sich das nächstbeste Personal, um sich nach dem Aufenthalt ihrer und von Tarinax zu erkundigen.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Apr 29, 2018 6:40 pm

"...selbstverständlich, Tarinax. Bett."
"...urgh..."
Tarinax hat Mühe, sich wieder auf die Beine zu rappeln, damit er sich in ein Bett legen kann. Ein Glück, dass im Arbeitsraum der Heilerin gleich mehrere Betten stehen. Sie mögen vielleicht nicht die Besten sein, aber sie tun ihren Zweck - einem Kranken oder Verletzten ein Lager geben, um sich zu erholen. Oder eben einem Elfen, der seine Grenzen überschritten hat.

Sobald der Elf auf eines der Betten gefallen ist, schläft er auch schon seinen Rausch aus. Mit einem unzufriedenen Blick auf ihren Meister sorgt die Heilerin dafür, dass er auch richtig zugedeckt ist, bevor sie ihre Räumlichkeiten verlässt. Schließlich hat sie einen Auftrag bekommen - wenngleich sie ihn nur widerwillig erfüllen wird.
Caileen murmelt aufgebracht vor sich her, während sie durch die Gänge des Rathauses stapft. "...ich habe ihm so oft gesagt, dass er dieses Zeug nicht rauchen soll, wenn er zaubern will. Irgendwann..." Die Elfe, die zwar sehr zierlich ist, aber durchaus Wut im Bauch hat, rempelt im Vorbeigehen einen Kammerdiener um, der vermutlich auf dem Weg ist, irgendwelche Betten zu machen. Anstatt sich zu entschuldigen, geht sie einfach weiter - sich gar nicht aus der Bahn werfen lassend. "...irgendwann wird er es bereuen. Er wird es schon selber merken... Ich bin nicht immer da..."
Relativ nahe am Eingang hält Caileen dann doch inne. Eine junge Frau unterhält sich gerade mit einem der Wächter, die patroillieren. Junge Frau? Körperhaltung leicht gebeugt, vielleicht eine Schutzhaltung? Bingo. Wie von selbst verschränken sich ihre Arme vor ihrer bescheidenen Brust.
"Du bist Akira und hast eine Bauchverletzung? Gestatten, Caileen Hellevar, Heilerin des Mysteriums. Mitkommen."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Apr 29, 2018 6:52 pm

Gerade wollte der Wächter ihr den genauen Weg erklären, da stapfte bereits eine drahtige ältere Elfe zu den beiden und befahl Akira harscher als sie es gewohnt war, ihr zu folgen.
"Uhm ja, sehr wohl Ma'am.", brachte Akira nur ziemlich überrumpelt wie sie war hervor und versuchte so gut es ging Schritt zu halten. Und bei dem Erbauer, sie hatte nicht vor darum zu beten, dass das Tempo der Dame gedrosselt wurde! Sie schaffte es auch so Schritt zu halten! Zugegeben, es verlangte Akira immer noch einiges ab. Das bisschen Energie was sie sich wieder aneignen konnte wurde mittlerweile wieder gut verbraucht.
"Geht es Ta... ähm dem werten Arcanum gut?", versuchte sie beiläufig zu erfragen.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Apr 29, 2018 7:17 pm

"Hmpf", macht Caileen nur nebenbei als Antwort auf die Begrüßung. Noch nicht wirklich begriffen, wie es in Imber Cinis funktioniert? Welch seltsame Anrede. Ma'am. So wurde sie noch nie genannt. Deshalb dreht sie auch um und macht sich im forschen Schritt auf den Weg zurück.
Ein Glück, dass sie auch mithalten kann. Das zeigt Caileen, dass die Verletzung, um die Tarinax sich Sorgen gemacht hat, wohl nicht so schlimm ist, wie er glaubt. Vielleicht ist es ein Test, der nicht wirklich nett ist, aber sie ist immer noch zornig. Sogar noch ein wenig mehr, weil sie sich schon wieder um einen jungen Welpen kümmern muss, die der Stadtrat angeschleppt hat. Sie ist seine persönliche Heilerin und sollte sich eigentlich nur um ihn kümmern müssen.
"Entweder lässt er sich gerade sein Essen noch einmal durch den Kopf gehen oder er schläft wie ein Stein. Ich hoffe, es ist Letzteres. Dann muss kein Diener für Erebs Dummheit büßen.", antwortet die Elfe barsch, während sie kurz innehält, damit Akira zu ihr aufschließen kann. Nicht, dass sie ihr kurz vor dem Krankenlager noch verloren geht.
"Nicht, dass es mich interessieren würde, aber warum versorgt er dich? Besonderes Magietalent? Das ist oft der Grund. Wir sind da."
Caileen öffnet die Tür zum Krankenlager und linst kurz herein, bevor sie sich der jüngeren Frau zuwendet und beinahe einladend die Hand schwingt. "Wie ein Stein. Nicht wecken. Mach deinen Rumpf frei, damit ich sehe, welches Wehwehchen du hast."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Mai 07, 2018 5:58 pm

Ereb. Dies war die zweite Person, die Tarinax so nannte. Vermutlich gab es auch nicht viele, die diesen Namen benutzen durften. Der Schöpfer war eine ganz eigene Hausnummer und Caileen machte den Eindruck einer alten Großmutter, die schon langezeit die Wunden des Elfen behandelte. Es brauchte keiner sonderlichen Empathie um zu bemerken, wie aufgebracht die alte Frau war. Und genau daraus konnte Akira einen Hauch Sorge mitschwingen hören, sodass sie sich zurückhalten musste, um nicht leichthin zu grinsen.
"Nun ähm ich fürchte, dass wird euch der werte Herr selbst erklären müssen. Es sind etwas komplexere Bedingungen und ich möchte ihm nicht zuvor kommen und eventuell falsche Eindrücke vermitteln.", versuchte sie sich rauszureden. Akira war sich nicht ganz sicher, wie andere darauf reagieren würden, wenn sie erklären wollte, dass ihre Seele rein zufällig hier gestrandet war und nur durch Tarinax Versuch der Erschaffung eines Lebewesens nicht im Tartarus gefangen war. Sie wollte lieber ihm die Erklärung überlassen, das klang für sie definitiv gesünder. Bis jetzt erinnerte sich die junge Sha'lou ohnehin an keinen Moment, dass der Magus Ansätze gemacht hätte, sich zu erklären. Vermutlich wollte er nicht, dass jeder ihren Umstand kannte. Noch nicht, zumindest.
So hastig wie sie konnte, befolgte Akira die Befehle der alten Elbin. Dabei gab sie besonders auf ihren Stab Acht, sie wusste um ihre Tollpatschigkeit und wie gern sie Dinge fallen ließ. Dann, unter einem zischendem Laut streifte Akira ihr Oberteil ab, um den Blick auf ihre Verletzungen besser freizugeben. Es waren deutliche, große blaue Frecke nebst Platzwunde im Bereich des rechten Schulterplattes deutlich, als auch rötungen und eine nach wie vor leichte Schwellung im Bauchbereich, wo Tarinax sie beim Training erwischt hatte.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Mai 07, 2018 7:51 pm

"Es ist wahrscheinlicher, dass der Griff meiner Tür auf die Frage nach seinem Wohlbefinden antwort, als Ereb eine Erklärung für sein Tun abzuringen. Er nennt sich nicht umsonst 'das Mysterium'.", brummt Caileen ungehalten. Es ist immer so. Irgendetwas passiert, und sie darf - ohne einen Sinn daraus zu erkennen - die Spuren verwischen. Einmal kam er mit einem völlig zerfleischten Bein an, und Ereb meinte nur, er hat sich beim Spielen mit Tieren verletzt. Ungiftige Tiere, bemerkte er zusätzlich.

Die Elfe schnaubt leicht wegen dieser Erinnerung und lässt die nicht sprechende Tür wieder ins Schloss fallen. Ein Krankenlager ist schließlich immer auch eine Privatsache und sollte für Diskretion stehen. Bevor sie ihre Zeit ihrer neuesten Patientin widmet, durchquert sie allerdings den Raum und zieht einen Vorhang beiseite. Damit offenbart sie Akira einen leise schnarchenden, silberhaarigen Stadthalter, der ohne ein Interesse an der Welt seinen Rausch wegschläft.
"Sagte ich das nicht, wie ein Stein? Sieh her.", fordert Caileen auf und gibt Tarinax unvermittelt eine Ohrfeige. Dieser murmelt jedoch nur etwas Unverständliches vor sich her und dreht sich auf die andere Seite - dann fällt der Vorhang wieder und die Heilerin wendet sich Akira zu.

Beinahe augenblicklich werden ihre Augen, die vorher an kühle Saphire erinnert haben, weicher und sie hebt einen Stuhl an, nur um ihn hinter Akira aufzustellen. "Setz dich und lehn dich vor. Dann komme ich leichter an die Wunde heran. Wie ist das passiert? Kampftraining?" Selbst die Stimme der gealterten Elfe ist sanfter geworden. Jetzt, wo sie Verletzungen versorgen muss, ist sie scheinbar ganz in ihrem Element. Sie wendet sich allerdings nochmals ab - diesmal aber nur, um einige Kräuter mit Mörser und Pistille zu feinem Brei zu zerstampfen. "Du hast dir allerdings scheinbar die rechte Schulter ausgerenkt. Hast du irgendwelche Bewegungseinschränkungen oder starke Schmerzen? Nicht, dass ich ein Band zerstöre, wenn ich das wieder behebe."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Mai 07, 2018 8:19 pm

Kurz verzog Akira das Gesicht zu einer Grimasse, als die alte Elbin Tarinax Schlafzustand durch eine Ohrfeige erklären musste. Aber, wo sie Recht hatte, hatte sie Recht. Das war in der Tat ein mächtig tiefer Schlaf. Dem Kraut geschuldet? Wie dem auch sei, sie würde es gerade nicht herausfinden.

Zögerlich und nachdenklich tat die junge Frau wie ihr geheißen und musterte Caileen neugierig über ihre neue Haltung ihr gegenüber.
"Naja... Schmerz ist so eine Sache die ich gerne ignoriere.... Aber die Schulter kann ich definitiv nicht ohne großen Schmerz bewegen, beziehungsweise sie lässt sich ohnehin kaum bewegen. Ähm- genau, es war etwas Kampftraining...." Es klang ganz so, als wäre ihr dieser Umstand gerade sogar etwas peinlich. Normalerweise hätte Akira sich selbst zurecht biegen können. Sie wollte aber gegenüber einer alten Heilerin weder eigene Diagnosen stellen, noch ihr etwas vorweg nehmen. Die letzte Behandlung die sie von jemand anders angenommen hatte, wo sie nicht ohnmächtig war, war zu einer Zeit wo sie ihre Kräfte noch nicht erwecken konnte. Seitdem hatte sie - wortwörtlich - niemanden an ihren Körper heran gelassen.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Mai 07, 2018 8:40 pm

Caileen runzelt ob der zaghaften Erklärung ein wenig die Stirn. Das ist keine sonderlich hilfreiche Erklärung. Es würde ihr helfen, den Bewegungsablauf zu kennen, um genauer abschätzen zu können, auf welche Art und Weise das Gelenk herausgesprungen ist. Aber wenn es jemand ist, der Tarinax' Interesse geweckt hat... Vielleicht macht es gar keinen Sinn, genauer nachzufragen. Deshalb macht sie nur "Soso...", während sie die Heilkräuter weiter zerstößt und schließlich auf einer kleinen Arbeitsplatte abstellt.
Dann stellt sie sich hinter dem Stuhl auf und besieht sich die Platzwunde näher. Sie ist voller Fasern, vermutlich, weil Stoff darübergerieben hat. Also wird sie diese vor einer Heilung reinigen müssen. Aber bevor das geschieht... Muss die Schulter wieder an ihren richtigen Ort. Deswegen kramt sie aus einem ihrer Schränke eine Weinflasche und ein passendes Glas hervor. Der Korken ist schnell gelöst, und sie vermischt einen kräftigen Roten mit dem Sud, das sie aus den Kräutern gewonnen hat. Das volle Glas drückt sie Akira in die Hand - und holt dazu einen breiten Holzklotz aus ihrer Tasche.
"Trink das zügig aus. Es wird die Schmerzen lindern, die das Einrenken verursachen wird. Aber du solltest dennoch auf das Holz beissen, damit du Ereb nicht weckst. Danach heile ich deine Wunden und gebe dir etwas für den Schmerz mit."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Mai 07, 2018 8:59 pm

Lediglich ein leicht leidiges Seufzen entfuhr ihr, ehe sie das Glas in die Hand nahm und skeptisch an der Mischung roch. Sie vertrug keinen Alkohol. Nichtmal so ein bisschen. Und in Kombination mit bitteren Kräutern roch es noch unschöner. Aber alles murren mochte nichts helfen, also nickte sie knapp, bereitete sich innerlich auf den Schmerz vor und zog luftanhaltend das Glas leer. Unweigerlich musste sie sich schütteln und beherrschen, den vereinnahmen Inhalt nicht zurück ins Glas zu spucken. Erst dann, als sie sicher war es würde drinnen bleiben, nahm sie das Holz zwischen die Zähne und signalisierte Caileen mit einem nun doch etwas unsicheren Blick dass sie bereit wäre. Wobei... wer war auf sowas schon vorbereitet? Der bittere scharfe Geschmack im Mund machte es jedenfalls nicht besser.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Mai 07, 2018 9:29 pm

Caileen nutzt die Wartezeit, um schon einmal etwas Wasser über einer kleinen, magischen Flamme zu erhitzen und ein paar Extrakte aus kleinen Gläsern hineinzuschütten, die mit seltsamen Runen beschriftet sind. Ihre eigene Art, ihre Heilmittel zu katalogisieren - und es hat bisher jeden davor bewahrt, sich ungefragt daran zu bedienen. Gerade die Extrakte im obersten Schrankregal sind nichts für schwache Nerven... Und sie muss auf die Arbeitsplatte klettern, um an eines davon heranzukommen. Schlafmohnextrakt... Das dürfte selbst die stärksten Schmerzen von Akira abhalten.

Sobald das Holzstück sicher von ihren Zähnen festgehalten wird, nickt Caileen der jungen Frau aufmunternd zu und nimmt vorsichtig ihre rechte Hand. In beide Hände. Dann beginnt sie, den Arm von ihrem Körper wegzuziehen - und stemmt einen Fuß in ihre Armbeuge, um mehr Kraft ausüben zu können. Dann zieht sie - erst leicht und gleichmäßig fester. Verdammt. Wenn sie mit Tarinax ein Kampftraining absolviert hat, hätte sie sofort zu ihr kommen sollen. Warum hat er die Schulter nicht bemerkt...?

Der Elfe entfährt ein angestrengtes Grunzen. Die Muskeln haben sich schon um das Gelenk verfestigt und es gibt deutlichen Widerstand gegen ihren Einrenkungsversuch. Deshalb legt sie ihre ganze Kraft in den nächsten Ruck - und ein widerliches Knirschgeräusch ertönt, als das Gelenk sich endlich davon überzeugen lässt, zurück in seine richtige Position zu gleiten.

"Shhhh, ich gebe dir sofort etwas dagegen.", sagt Caileen wie automatisch und lässt den Arm los - und den Fuß herunter, damit sie erneut ihre Arbeitsplatte aufsuchen kann. Ein neues Glas, diesmal aber nicht mit Wein, sondern Wasser. Und angereichert mit einer Messerspitze des Schlafmohnextraktes, welches ein sehr potentes Schmerzmittel ist. Wortlos wird das Mittelchen überreicht, dann holt sie ihre Schale mit dem mittlerweile warm gewordenen Wasser und beginnt, die Platzwunde vorsichtig von dem Dreck und Schweiß zu befreien, die ein Tag in der Stadt nunmal mit sich bringt. "Beweg deinen Arm bitte vorsichtig für mich. Ich muss sehen, ob du ihn wieder richtig bewegen kannst oder ob ich die Bänder ebenfalls heilen muss."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Mai 07, 2018 10:07 pm

Es dauerte nicht lang, bis das Getränk Akiras Sinne vernebelte. Sie hörte alles um sie herum rasch gedämpfter, ihr Blick war wie durch einen Schleier gehüllt und sie war schon fast davon überzeugt, dass ihr gar kein Schmerz mehr gewahr werden könnte. Aber dann meldeten sich ihre Nerven mit einem ekelhaftem Geräusch zurück, alles hallte nach und ihre Schulter strahlte einen zerreißenden Schmerz nach Außen. Sie wollte schreien, fiepsen so wie es der Holzblock zwischen ihren Zähnen zuließ, aber stattdessen entfuhr ihr ein grollen, welches überhaupt nicht zu der Kehle eines Menschen gepasst hätte.

Die nächsten Anweisungen klange sehr sehr weit entfernt. Und auch ihr Blick wirkte nicht so, als würde sie noch viel wahrnehmen. Ihre Brust wurde warm, setzte ein Gefühl der Panik frei das sich ebenso betäubend um ihre Gedanken legte. Sie kämpfte, wusste aber nicht wogegen. Ihre Kontrolle entglitt ihr bereits, wo der Alkohol und das Schmerzmittel ihren Geist einschläfterten. Lumesehyrr war nicht ganz fort, zumindest war das instinitv schlummernde Drachenblut nicht fort. Anstatt dass Caileen ein wimmerndes Menschlein mit Schulterschmerzen vor sich hatte, welches ihren Worten nachkommen würde, fand die Elbin nun eine verkrampft wirkende Drakoidin vor sich. Um ihre Augen bildeten sich leichte Schuppen ab, ebenso wie an ihrem Handrücken. Und auch ihr Blick glich durch einen orangeroten Ton und zu Schlitzen verengen Pupillen dem eines Drachen, der für einen Moment überlegte die weitere schmerzstillende Substanz hinfort zu werfen. Ein weiters aufgebrachtes Knurren, dann scheint sie sich jedoch wieder in den Griff zu bekommen. Skeptisch nahm sie auch das angereicherte Wasser zu sich und bewegte danach ihre Schulter wie darum gebeten wurde.

Dann legten sich die Lieder jedoch bereits ganz langsam und Akira fiel in einen ebenso tiefen Schlummer, wie ihr Schöpfer. Bis sie erwachte würde man auch die Hautschuppen abzupfen können, die sich plötzlich gebildet hatten. Akira hatte diesen Körper allem Anschein nach doch noch nicht so unter Kontrolle, wie sie gedacht hatte. Diese instinktive Reaktion hatte sie körperlich stark beeinträchtigt, wodruch das Schlafmittel dem Grunde nach unnötig geworden war. Durch deren starke Wirkung sorgte es nun zumindest dafür, dass Akira ebenfalls eine lange Zeit schlafen würde, bis ihr Geist und Körper sich von dieser doppelten Strapaze erholt hatte.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Mai 08, 2018 4:06 pm

Es ist nicht unüblich, dass ein Mensch oder ein Elf unter den Schmerzen, die das Richten von Knochen oder Gelenken mit sich bringt, seltsame Dinge tut. Manche verlieren die Kontrolle über ihren Unterleib und besudeln sich selbst. Viele schreien wie am Spieß. Aber es kommt selten vor, dass ein neuer Wesenszug über sie kommt, weil etwas in ihnen zerbricht. Genau das nimmt Caileen in Akira wahr, als die Schulter wieder an ihren angestammten Platz rutscht. Die Augen sind es, die das nur zu deutlich machen. Sie haben jegliche Menschlichkeit verloren und gleichen jenen einer Echse - nein, den viellidrigen Augen eines Drachen.
"Soso... Ereb hat sich eine Drakoidin gefangen...", schießt es der alten Elfe durch den Kopf, während sie die Bewegungen der Schulter vorsichtig begleitet. Dabei fällt ihr auf, dass nicht nur die Iriden eine Veränderung durchzogen haben - auch die Hand, die sie hält, wirkt plötzlich schuppig. Das ist hochinteressant und sicherlich etwas, was ihr Herr erfahren sollte. Der schnorchelt jedoch noch friedlich vor sich her...

Das Schlafmohnextrakt wirkt glücklicherweise beinahe sofort, weshalb Caileen sich nicht mit einer möglicherweise unausgeglichenen Patientin herumschlagen muss. Ein Glück. So kann sie ihre Arbeit in Ruhe fortsetzen. Jetzt, da die Schulter wieder eingerenkt ist, kann sie mit dem warmen Wasser die Platzwunde auswaschen. Keine Reaktion - Patient ohnmächtig. Dann faltet sie ihre Hände und flüstert: "Mittelschwere Wunden heilen."
Dort, wo ihre feinen Finger an den Wunden und Blessuren entlangstreichen, fangen diese an, zu verblassen und langsam zu verschwinden. Um die Schulter herum nimmt sie sich besonders viel Zeit, denn die Muskeln sind etwas in Mitleidenschaft gezogen worden.
Anschließend verwendet sie die Reste der Kräuter, mit denen sie das erste Schmerzmittel hergestellt hat, um einen stützenden Kräuterverband um die lädierte Schulter zu legen. Dieser sollte noch ein paar Tage getragen werden, um die verhärteten Muskeln zu lockern und die gereizten Sehnen zu beruhigen. Mehr kann sie nicht tun, außer...

"Bärenstärke." Die Elfe belegt sich mit einem Stärkungszauber, damit sie in der Lage ist, Akira auch in ein Bett zu hieven. Da Caileen einen Sinn dafür hat, ihren Meister in peinliche Situationen zu bringen, beschließt sie, ihre Patienten einfach zusammen schlafen zu lassen. Tarinax macht es ihr sogar besonders leicht - er liegt gerade mit dem Rücken zur Wand, und sobald Caileen ihr Gewicht neben ihm absetzt, schlingt er einen Arm in einer fast schützenden Geste um die Taille seines Schützlings.

Das entlockt der alten Elfe ein amüsiertes Grinsen, bevor sie den Raum verlässt, um ihren eigenen Interessen nachzugehen.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Mai 08, 2018 4:42 pm

Es war eine lange Zeit, die Akira weggetreten war. Sie führte in ihrem Geiste eine heftige Diskussion mit sich selbst, wo sich ihr Blut selbststendig machen wollte, obwohl es Grenzen überschritt die Akira noch nicht verstand. Sie war in einer anderen Welt, hier funktionierten die Dinge anders. Sie konnte nicht nach Belieben in ihre andere Form wechseln. Hierzu fehlte ihr jede Macht und Ausdauer! Doch das Blut wollte nicht hören, wollte sich rächen und seine eigentliche Form annehmen. "Nein, hör auf!", befahl sie ihrem Instinkt, "Dafür bin ich noch nicht bereit, das weißt du!"

Vielleicht wusste ihr Körper das. Aber gewiss wusste sie nicht, dass ihr Körper ihr bereits wieder gefügig war und sie diese Worte laut und deutlich aussprach. Und das, wo sie auf Kosten Caileens Vergnügen nun relativ dicht an Tarinax gekuschelt lag, dem seine Hand leicht eine unpraktische Haltung im Schlaf angenommen hatte.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Mai 08, 2018 5:28 pm

Tarinx bekommt von Teilverwandlungen und Schmerzen gar nichts mit. Der Rausch, den ihm seine Magiebenutzung unter Einfluss dieses Krautes verschafft hat, lässt ihm im tiefen Schlaf auf einer zufriedenen Wolke schweben, und er wacht nicht einmal auf, als Akira einfach neben ihm abgelegt wird. Aber sein Körper reagiert trotzdem darauf, dass eine Wärmequelle plötzlich so nahe ist, und schmiegt sich wie von selbst daran.

Sein Rausch lässt jedoch irgendwann nach und macht ihn empfänglicher für Geräusche. So kommt es, dass Akiras laute Stimme ihn von seiner Wolke reisst. 'Hör auf! Dafür bin ich noch nicht bereit, das weißt du!' Trübe schlägt der Elf seine blattgrünen Augen auf und sieht sich verwirrt um. Er hat es also noch zu Caileen geschafft, bevor sein Bewusstsein sich verabschiedet hat. Aber irgendetwas passt nicht so ganz. Seine Hände zucken leicht und bekommen etwas Weiches und Festes zugleich zu fassen. Das veranlasst ihn dazu, nach unten zu blicken.

Das, was er sieht, sollte ihn eigentlich mit Scham erfüllen. Eigentlich. Aber es ist 'nur' Akira. Er hat ihren Körper geschaffen und hat schon alles berührt, was es zu berühren gibt. Alles gesehen, was es zu sehen gibt. Deswegen lässt ihn das relativ kalt - auch, wenn seine rechte Hand gerade eine ihrer nackten Brüste umfasst und seine Linke die Wärme zwischen ihren Schenkeln gefunden hat. Ein Glück, dass sie noch zu schlafen scheint. Er glaubt nicht, dass sie das Ganze so kalt lassen würde.

Trotzdem hat er ein Problem. Er kann nicht aufstehen, weil sie auf seinem Arm liegt. Und wenn er nicht langsam aufsteht, dann macht er sie beide nass. Also muss er sie irgendwie wecken. Vorsichtig nimmt er seine langen Finger von den 'Problemzonen' und beginnt lieber, ihr in die linke Seite zu pieksen. "Akira. An Eurer Stelle würde ich jetzt aufstehen. Oder wollt Ihr, dass Caileen in den Genuss kommt, uns kuscheln zu sehen?"

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Mai 08, 2018 5:47 pm

"Ich..Wir..Caileen... was?", nuschelte Akira immer noch benommen und wollte sich in Richtung der Lautquelle bewegen, die so verdammt nahe und verdammt warm neben ihr lag. Aber warte, neben ihr lag? Gut, das erklärte, warum es so verdammt bequem war. Aber das erklärte überhaupt das warum nicht! Mit einem Mal hell wach schlug sie die Augen auf, wunderte sich wie beim Erbauer sie dort gelandet war und was überhaupt nach dem Eingriff der Elbin geschehen war.

"Oh Asche, war sie das? Ihr habt ja wirklich eine ganz ulkige Heilierin, Tarinax!", zischte die junge Dame ungehalten und kullerte sich, samt Decke, hinab aus dem Krankenbett auf den Fußboden der Tatsachen. Dort wandte sie den immer noch erschrocken drein wirkenden Blick hoch zum noch immer dort liegenden Elfen und weiß nicht recht wie sie reagieren soll. Ihr war gelinde gesagt gleich, wie wenig sie nach der Behandlung an behalten hatte. Sie war nichts anderes wie eine Puppe und dazu nicht einmal schlecht geschaffen, wenngleich der Körper ihrem Ebenbild verdammt ähnlich war. Dennoch, diese Nähe war ihr mehr wie unangenehm, was ihr unweigerlich die Röte ins Gesicht, vor allem aber in die Ohrspitzen brachte. Sie hatte wirklich lange keine Person mehr außer im Kampf näher gehabt und sie wollte eigentlich auch, dass es so blieb. Zumindest schien es ihm nicht peinlich zu sein, dafür war er zu lässig. Oder war er einfach nur schlaftrunken? Aus dem ersten Moment heraus nicht festzuhalten. Die alte Elbin würde noch etwas zu hören bekommen.....

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Mai 08, 2018 6:13 pm

"Ja, Caileen. Ihr habt Euch kaum freiwillig neben mich gelegt.", gibt Tarinax mit einem Hauch Belustigung in der Stimme auf das Nuscheln zurück und versetzt ihr einen weiteren Stoß, damit sie endlich aufsteht. Er muss mal. Dringend. Deshalb ist er froh, dass Akira endlich die Biege macht. Genüsslich räkelt sich der Elf auf seinem Krankenlager, um die noch müden Knochen munter zu machen, dann schwingt er seine Beine über den Bettrand und steht auf. Dabei verrutscht sein weißer Überwurf und gleitet ihm über die Schulter, bis hinunter zu seinem Gürtel, wo glücklicherweise noch Halt besteht.

"Caileen liebt es, mich in peinliche Situationen zu bringen. Sie vergisst aber leider zu oft, dass ein Wanderer wie ich keine Zeit für Schäkereien mit dem eigenen Geschlecht hat. Und davon abgesehen..." Tarinax' Blick wandert einmal von Kopf bis Fuß an Akira herab. "...habe ich diesen Körper geschaffen. Ich kenne die Textur der Haut, kenne die Form der Rundungen, und kenne jedes Detail bis auf den Geist, der ihn erfüllt. Das muss Euch nicht verlegen machen - ich habe wirklich kein karnales Interesse an Euch. Entschuldigt mich.", sagt er gelassen und geht mit schnellem Schritt zu einer Tür, die ihn in einen Nebenraum führt. Schon wenig später hört man ihn erleichtert seufzen.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Mai 08, 2018 6:51 pm

Ein wenig verärgert sah Akira dem Elfen nach. "Blödmann.", nuschelte sie gut undeutlich über seine Erklärung. Natürlich, sie hegte auch kein derlei Interesse, aber seine Erklärung empörte sie zutiefst. Was glaubte er eigentlich, wer er war? Oder wer er nicht war. Denn er war ja jemand besonderes, aber ihre Reaktion direkt auf sich zu münzen empfand sie doch als unpassend. Ihr war es nicht peinlich, dass sie ihm zu Nahe gekommen war, in dem Sinne. Sie mochte überhaupt keine Berührungen! Es sei denn, es waren anschmiegsame Schuppen. Er brauchte sich nicht einbilden, dass sie ihm verfallen könnte! In Zukunft würde sie jedoch erpicht darauf achten, größeren Abstand zu ihm zu haben. Und zu beobachten, ob so viele weibliche Wesen auf ihn stehen, wenn er schon so leichtgläubig darin war, er sei sexuell ansprechend für andere.

Erst, als sie ihre wütenden Gedanken zu ende geformt hatte, stand sie von dem kühlen Boden auf und merkte erst jetzt, dass ihre Schulter sich wieder besser bewegen ließ. Caileen hatte gute Arbeit geleistet. Anscheinend stammten Tarinax Narben aus einer Zeit vor ihr, denn diese Narben auf seinem Rücken sahen alles andere als schön verheilt aus. Und sie hatte somit gleich neuen Stoff, den sie den Elfen unterwegs fragen konnte. Vorsichtig tastete sie ihr Schulterblatt ab, dehnte die Schulter langsam und ließ sie mehrmals kreisen. Erst dann wanderte sie hinüber zu dem Stuhl, auf dem immer noch ihr Oberteil lag, was sie sich danach zügig wieder über streifte.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Mai 08, 2018 7:12 pm

Es tut unheimlich gut, wenn der Druck auf der Blase nachlässt. Deshalb seufzt Tarinax auch so zufrieden, aber letztendlich hat es auch so ein Gutes, dass er sich in das Badezimmer verziehen konnte. Er muss seine Gedanken erst einmal ordnen. Wie, beim Schöpfer, kam Caileen darauf, dass es eine gute Idee wäre, eine halbnackte Frau neben ihn zu legen? Sicher, er hat wirklich kein Interesse, aber sie muss es wirklich nicht herausfordern. Vielleicht ist es aber auch ein Zeichen, dass sie endlich über seine kühle Ablehnung ihrer Avancen hinweggekommen ist.

Der Elf nutzt die Gelegenheit, um sich frischzumachen. Am Waschbecken wäscht er sich die Hände sorgfältig, dann spritzt er sich ein wenig Wasser ins Gesicht und in die Haare. Zuletzt richtet er seinen Überwurf wieder und rückt seinen Schulterschutz zurecht, bevor er das Badezimmer wieder verlässt. Gut, Akira hat sich ebenfalls wieder angezogen und sieht halbwegs präsentabel aus. Bevor er sie jedoch anspricht, schlendert er zum Fenster und linst in den Himmel. "Hmmm... Wenn ich mich nicht täusche, dürfte gleich das Abendessen im Speisesaal angerichtet werden. Ich hoffe, es stört Euch nicht, dass wir zusammen mit den Bediensteten des Rathauses speisen.", sagt er langsam und dreht sich ebenso langsam zu der jungen Frau um. Eine bewusst neutrale Miene umspielt sein Gesicht, als er sie endlich anblickt.

"Und unterwegs könnt Ihr mir erzählen, was Euch der Junge verraten hat."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Mai 08, 2018 7:36 pm

Anders als Tarinax setzte Akira bewusst eine vorwurfsvolle Miene auf und sah ihn nur aus den Augenwinkeln an. Kannte sie den Weg zum Speisesaal? Wohl kaum, weswegen sie ihm nicht von Dannen schreiten konnte. Deswegen blieb sie vorerst wo sie war nur nickte nur leicht.
"Mir würde es auch nichts ausmachen mit den Armen an der selben Tafel zu speisen, ich war meines Standes zwar Prinzessin, habe aber nie etwas von den Traditionen des Adels gehalten... Ich hatte nur gehofft wir würden bald aufbrechen... ", gab sie dann missmutig zu und überlegte fieberhaft was der Junge ihr alles berichtet hatte, ehe sich ihre Wege trennten.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Mai 08, 2018 7:49 pm

Tarinax' Mundwinkel zucken nur leicht nach oben, als er Akiras Blick bemerkt. Hat sie sich von seinem Kommentar angegriffen gefühlt? Hat er ihre Gefühle verletzt? Nun, so, wie er sie einschätzt, wird sie es ihm irgendwann entweder schon an den Kopf werfen oder es ihm heimzahlen. Das bereitet ihm keine Sorge - er ist nicht leicht aus der Bahn zu werfen.
"Eine Prinzessin also? Ich fürchte, dass es hier keine Prinzen und Prinzessinnen gibt. Nur Gottkönige, und jene können sich nicht fortpflanzen. Glaube ich zumindest.", meint der Elf ruhig und schreitet zur anderen Tür, damit sie das Krankenlager verlassen können. "Folgt mir nach.", fügt er hinzu und geht schon einmal vor. Diesmal bewusst sehr langsam, damit Akira ihn nicht schon wieder verliert.

Nach ein paar Momenten des Schweigens, während er durch die Gänge des Rathauses spaziert, bricht er die Stille wieder. "Eure Schulter ist bandagiert, also wäre es eigentlich besser, wenn wir noch ein paar Tage warten würden. Aber ich will ebenfalls von hier verschwinden. Morgen bei Sonnenaufgang verlassen wir die Stadt in Richtung des Sonnentaggebirges. Nach dem Essen werde ich die genaue Route mit Euch besprechen und Euch mit meinen Pferden bekannt machen, auf denen wir reisen werden.", erklärt er hilfreich und steigt eine marmorne Treppe hinab. "Aber nun zum Jungen, bitte."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Mai 08, 2018 8:49 pm

Das war nicht ganz die Antwort, die sich Akira erhofft hatte. Aber vielleicht hatte er Recht, immerhin hatte sie für Wunden ein anderes Verständnis und dieser Körper mochte nicht die Resistenzen und Regenerationen hergeben, die sie gewöhnt war. Menschen hatten einen längeren Heilungsprozess.
"Oh natürlich. Es war eine größere Händlergilde die im Untergrund Sklavenhandel betreibt. Die Anführer treiben sich öfters in den zwielichtigen Schanken herum, sie stechen mit einer Adlerklaue an der Kleidung heraus. Die Klauen der Befreiung nennen sie sich. Die Anführer heißen wohl Tchalla und Reynor." Sie musste angestrengt über weitere wichtige Einzelheiten nachdenken. Es waren also nicht mehr viele Details die sie weitergeben konnte, ehe sie dem Speisesaal näher kamen.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Mai 09, 2018 5:03 pm

Tarinax verschränkt langsam seine Hände hinter seinem Rücken und drückt sie unmerklich in sein Kreuz - ganz so, als würde er die Stütze brauchen oder hätte Rückenschmerzen. Tatsächlich ist das aber nur eine Geste, der er sich bedient, wenn er nachdenken muss. Die Klauen der Befreiung also. Und sie kommen aus dem Reich des Todesschattens, wenn er sich nicht irrt. Es muss eine recht neue Händler- oder Schmugglergilde sein, denn er hat noch nie von ihnen gehört.
"Hmmm... Das dürfte für eine Infiltration schon reichen. Vielen Dank, Akira. Ihr habt gute Arbeit mit dem Jungen geleistet.", sagt der Elf ruhig und geht unbeirrt weiter. Erst, als sie sich wieder in der Eingangshalle befinden, zieht er von irgendwoher eine kleine Pergamentrolle hervor, die er an einem kleinen, herumstehenden Tisch mit der bereitstehenden Feder und grünen Tinte vollkritzelt. Anschließend nutzt er eine grüne Kerze, um etwas Wachs für ein Siegel zu schmelzen...
"Akira, ich brauche noch ein wenig, um die Informationen an den richtigen Mann weiterzuleiten. Geht bitte schon einmal vor... Durch die große Flügeltür und dann rechts. Euer Platz ist der erste auf der rechten Seite des Kopfendes."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Mai 10, 2018 3:42 pm

"Natürlich, Lord Arcanum." Akira kam nicht umhin seinen Titel besonders zu betonen, so war sie doch immer noch leicht erbost über seine Aussage von vorhin. Dennoch, er machte einen guten Job sich so direkt um Angelegenheiten zu kümmern. Auch wenn die junge Frau sich gewünscht hätte, nicht schon wieder alleine den Speisesaal betreten zu müssen und zwangsweise Blicke aufsich zu ziehen die ihr nicht gefielen. Sie nickte dem Elben dennoch verständnisvoll zu und begab sich nach Angaben seiner Erklärungen auf den Weg zu der großen Flügeltür. Sie war wirklich nicht zu übersehen. Kurz blieb Akira tief durchatment dort stehen, rückte ihre Kleidung noch ein wenig zurecht und prüfte, ob ihre Blessuren darunter komplett verschwanden. Erst dann wagte sie sich in den weitläufigen Raum, in dem wie erwartet bereits eine breite Ansammlung neugieriger Paare Augen versammelt waren. Möglichst unbekümmert und zielgerichtet suchte Akira Ihren Platz und huschte geschwind hinüber. Sie wagte es nicht, in die Runde zu blicken, sondern heftete den Blick gerade aus an die Wand. In der Hoffnung, nicht angesprochen zu werden.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Mai 10, 2018 4:44 pm

Tarinax blickt Akira nur mit hochgezogener Braue an, als sie ihn so besonders auf seinen Titel hinzuweisen scheint, macht sich aber keine größeren Gedanken darum. Er wedelt lediglich mit einer Hand, um sie zu verscheuchen, damit er seine Anweisungen für die Stadtwache fertigstellen kann. Durch die Informationen seines Schützlings kann er einigermaßen gut eingrenzen, wo sich die Anführer aufhalten könnten und hat ein Mittel, um sich unter sie zu mischen. Mehr, als er sonst hat. Er würde es selbst tun, aber er will schließlich morgen abreisen - und er vertraut seiner Stadtwache. Bisher haben sie noch jedes Verbrechen aufklären können.

Sobald sein 'Befehl' fertiggestellt ist, drückt er sein Wachssiegel auf die Pergamentrolle, um sie zu verschließen. Dann schreitet er kurz nach draußen, damit er einer Wache, die den Eingang bewacht, die Rolle überreichen kann. "Bringt das zum Meister der Wache, und zwar schnell." "Aber Lord Arcanum, mein Posten..." "Los jetzt!" Erst, als der Stadtrat energisch wird, eilt der junge Mann davon. Und Tarinax? Er kann nun endlich in den Speisesaal gehen.

Die Augen, die möglicherweise vorher Akira verfolgt haben, richten sich auf ihn, als er eintritt. Versuche, ihn noch vor dem Essen in ein Gespräch zu verwickeln, blockt er mit einem höflichen Lächeln und einer Handbewegung ab, auch, wenn er das Zwinkern eines alten Mannes - Nesmin - erwidert und Caileen im Vorbeigehen einen Klapps auf den Hinterkopf gibt. Die alte Elfe funkelt ihn erbost an; er ignoriert es.

Er lässt sich am Kopfende nieder, auf dem einzigen Stuhl, der mit grünem Leder verziert ist, und wirft einen Blick in die Runde. Der Elf wartet, bis er die stille Aufmerksamkeit des ganzen Speisesaales auf sich gezogen hat - erst dann spricht er. "Ich werde morgen abreisen. Dringende und wichtige Gesuche werde ich nach dem Essen anhören; alles Andere wird ab morgen Nesmin für mich erledigen. Das ist alles. Guten Appetit."

Ein lautes Stimmengemurmel bekommt er als Antwort, dann beginnt das große Fressen. Er selbst zieht eine Platte mit Wild zu sich her und spießt zwei Stücke auf - dazu kommt ein wenig Salat und Kartoffelbrei. "Akira, wie geht es Eurer Schulter? Könnt Ihr sie halbwegs bewegen? Soll ich Euch etwas für die Schmerzen bringen lassen?"

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Mai 14, 2018 7:47 pm

Ein paar wenige Fetzen konnte Akira aus dem Stimmengewirr entnehmen. Einige Theorien, andere fragen sich wie lang der Herr außer Hause sein wird, wieder andere sehen enttäuscht aus. Aber sobald Tarinax sich dem Essen zugewandt hatte, wich das Getuschel großteils und machte Platz für Schmatzen, Geschirrgeklapper und einer typischen Ruhe beim gemeinsamen Mal.

Akira selbst wagte nur zögerlich von der großen Tafel zu nehmen. Sie war so viel Essen nicht mehr gewöhnt und bevorzugte .... blutigeres Essen. Aber dennoch, sie wäre nicht Akira, wenn sie nicht trotzdem versuchte sich von allem was existierte ein kleines Stück auf den Teller zu ziehen um zumindest alles einmal probiert zu haben. Es war sogar gut genug um es zu mögen.

In ihrem Tran hatte Akira den Elfen neben sich völlig ausgeblendet. Vermutlich hatte sie die gesamte Tafel vergessen, entsprechend ruckte sie etwas eilig mit dem Kopf herum, als der Stadthalter seine Überfürsorge durchscheinen ließ. "Oh ihr macht euch zu viele Gedanken.", versuchste sie ihn zu beruhigen und schenkte ihm ein mildes Lächeln, zusammen mit einer Demonstration ihrer Schulterbewegung. Nur ganz kurz zuckte der Mundwinkel ein wenig, Akira musste einfach immer etwas mehr geben als gut für sie war.
"Lady Caileen hat sehr gute Arbeit geleistet, es war auch gar nicht so schlimm." Und davon war Akira überzeugt. Es war nicht schlimm, ihr Arm war immerhin noch dran und nur ausgekugelt gewesen.
"Wenn ich etwas gegen Schmerzen benötige melde ich mich schon, wenns Recht ist. Macht euch keine Sorgen, bitte."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Mai 14, 2018 8:15 pm

Tarinax zieht es für gewöhnlich vor, seine Ernährung auf weniger Fleisch und mehr Gemüse zu basieren. Das kann aber nicht garantiert werden, wenn er auf Reise ist. Sicher gibt es hier und da einmal ein paar Obstbäume und auch gewisse Wurzeln lassen sich ausgraben, aber um zwei Personen zu versorgen ist es einfacher, sich einfach etwas zu jagen, wenn sie nicht gerade in einem Dorf oder einer Schenke unterkommen. Und es verleiht auch mehr Energie.
Er wird seine Köchin trotzdem vermissen.

Der Elf lässt seinen Blick lange auf Akira ruhen, als sie ihm die Unversehrtheit ihrer Schulter demonstrieren will. Er verengt seine Iriden ein wenig, aber lässt sich nicht auf eine Diskussion mit ihr ein. Natürlich macht er sich Sorgen. Im Fall der Fälle sind vier Arme - und zwei Waffen - besser als zwei und eine, und wenn seine Begleitung außer Gefecht gesetzt wird... "Nun gut. In meinem Reisebeutel ist ohnehin immer etwas für sämtliche Wehwehchen. Ich verlasse mich darauf, dass Ihr selbstständig etwas sagt.", meint Tarinax schließlich mit einem sachten Lächeln seiner selbst, bevor er den Blick zurück auf sein Essen richtet.

Viel Ruhe bleibt ihm jedoch nicht. Gerade, als ein Stück Wild seine Lippen berührt, spricht ihn ein Zwerg an, der auf einem extra erhöhten Stuhl sitzt und den Bart in den Gürtel gesteckt hat, damit er nicht ins Essen gerät. "Paragon Tarinax, wir machen gute Fortschritte mit dem Erschließen der Mine. Mittlerweile fördern wir wieder Adamantium zutage, und möglicherweise könnte tiefer sogar Drakasium liegen. Wenn wir es finden, was gedenkt Ihr, damit zu tun?"

"Es wird vorerst nicht verkauft. Ich will mich zuerst versichern, und ich will den Atheros nicht noch mehr davon ermöglichen. Ich bin unterwegs erreichbar; Nesmin kann mich kontaktieren."

So geht es noch die ganze Zeit weiter. Die Gespräche sind wenig, aber Tarinax wird immer wieder angesprochen, damit seine Meinung erfragt werden kann. Er sieht aber nicht genervt davon aus - ganz im Gegenteil. Er wirkt gelassen und recht entspannt. Das Abendessen ist eben eine ungezwungene Angelegenheit - und der Stadtgründer plaudert sogar ganz gemütlich mit einem Diener über die Ergebnisse seiner Jagd nach Rotwild. Er ist erreichbar für sein Volk - und deswegen leistet es ihm treue Gefolgschaft.

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Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
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