StartseiteFAQAnmeldenLogin

Teilen | 
 

 Imber Cinis

Nach unten 
Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6
AutorNachricht
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Jun 17, 2018 7:28 pm

"Sehr schön, vielen Dank.", gibt Tarinax nur locker-flockig zurück und beschmunzelt den etwas wackligen und sehr hüftbetonten Gang seiner Begleiterin. Er weiss, wie sie sich fühlt. Bei seiner ersten langen Reise hatte er hinterher Schwielen an seinem Hintern, die ihm das Sitzen wochenlang zur Qual machten. Fast mitleidig reibt er sich über den Teil seines Stoffüberwurfs, der darüber liegt, bevor er sich an die Arbeit macht. Er muss die Gurte lösen, damit er den Sattel von Lady Vox abziehen kann. Rasch untersucht er sie nach Druckstellen, kann aber nichts sehen. Trotzdem wird er sich die Zeit nehmen, sie mit seinem Balsam zu massieren. Bevor er Lord Vyemm von dem Sattel und den Taschen trennt, holt er zuerst ein paar dunkle Stoffbahnen hervor, die er nahe des Ufers hinwirft. Er zeigt mit einem Finger auf sie und ruft: "Erecto!", was dafür sorgt, dass sich der Stoff zu einem vernünftigen Unterschlupf aufbaut, der ohne Probleme drei oder vier Personen vor Regen schützen kann.
Aber auch Lord Vyemm ist schnell von dem Gewicht befreit, und der Topf steht auch schon bereit. Also kann er sich an die Arbeit machen - schnippeln. Er hat verschiedenste Gemüsesorten mitgenommen, die zumindest für ein paar Tage ausreichen sollten. Vorallem Karotten. Davon bekommen die beiden Einhörner erstmal eine, bevor er sie entlässt - und sie nutzen ihre Freizeit, indem sie in der Nähe zusammen herumtollen. Der Elf nimmt sich dafür einen Arm voll Gemüse und ein kleines Messer mit, setzt sich mit dem Topf vor den Unterschlupf und beginnt, ihr Abendessen vorzubereiten. Schnippel schnippel schnippel...

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jun 19, 2018 4:57 am

Den kleinen Ausflug in die nahen Wälter genoss Akira sichtlich, ließ sich auch nicht von ihrem schmerzenden Hinterteil ablenken. Die frische Luft beruhigte sie immer und das Rascheln der Bäume brachte Nachrichten des Windes an ihr Ohr. Hier sah alles sehr vertraut aus - ein normaler Mischwald, hier lebten eindeutig Nagetiere, Huftiere und Jäger. Sie horchte immer mal wieder in die Tiefe hinein, ehe sie Ast um Ast aufsammelte. Einzig ein Fuchs schaffte es sie so zu erschrecken, dass sie rücklinks in einem Blätterhaufen landete.
"Hast du mich erschreckt, Kleiner.", lachte sie leicht und ging auf allen Vieren dem Tier entgegen. Es war ein Jungtier was den Kopf aus dem heimischen Bau streckte und jetzt aufgeregt in der Luft schnupperte.
"Ah, ich verstehe. Schade und ich dachte ich hätte ein paar Minuten einen Spielkammeraden." Sie grinste schief und blieb vor dem Bau stehen. Sie wollte ihren Geruch nicht dort lassen. Also wandte sie sich um, klopfte den Dreck ab und sammelte die Äste erneut auf.
"Bleib brav Kleiner. Und - Nein bleib da." Etwas mahnend blickte sie zu dem Jungtier hinab, was sich wohl der Neugier erlegen der jungen Dame näherte.

Es dauerte also ein Weilchen, bis Akira den Weg zurück ins Lager fand. Nach etwas Aufmerksamkeit hatte sie den Kleinen davon überzeugen können dass der Bau wieder interessanter war. Nichtsdesto trotz macht Akira deutlich den Eindruck als hätte sie versucht den Schmutz wieder abzuwischen, was ihr nur zum Teil gelang.
"Ich hoffe ich habe nicht zu lang gebraucht.", begrüßte sie zurück beim Lager den alten Elben und lief zu Tarinax hinüber.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jun 19, 2018 5:20 pm

Tarinax beeilt sich, mit dem Schneiden des Gemüses hinterherzukommen, damit sie auch möglichst schnell etwas zwischen die Zähne bekommen können. Gerade er hat einen riesigen Hunger, aber Geduld ist eine Tugend, die er schon vor langer Zeit erworben hat. Wenn man wochenlang nichts essen kann, lernt man es zu schätzen, wenn man es mal kann. Gleichzeitig lässt er jedoch wachsam seinen Blick schweifen. Irgendwie hat er ein ungutes Gefühl, und es liegt definitiv nicht an der Spitze eines Turmes, die aus dem See ragt. Aber er kann seine Vorahnung nicht genau deuten - es ist wie ein Kribbeln auf der Haut, ganz so, als würde er beobachtet werden.
Vielleicht leidet er ja einfach an Verfolgungswahn, aber trotzdem spricht er einen Zauber, der ihm hilft, seinen Verdacht zu bestätigen: "Leben erkennen." Augenblicklich wird seine Welt grau, und lediglich lebende Wesen werden ihm durch ein kräftiges Rot angezeigt. Sogar durch Bäume oder Blätter, weshalb eine Tarnung nichts bringt.

Und tatsächlich. Als er so durch die Baumkronen blickt, kann er zählen, wie viele Menschen in den Baumkronen sitzen. Fünf, zehn, fünfzehn... Er verliert den Überblick, aber es sind sicher zwei Dutzend, die ihn beobachten. Vielleicht noch mehr, weil sie zu weit weg sind. Das ist allerdings nicht genug, um ihn aus der Ruhe zu bringen, deshalb lässt er den Zauber wieder erlöschen und schnippelt weiter. Bis Akira wiederkommt, ist er fertig und rührt einmal kräftig herum, damit das verschiedene Gemüse durchgemischt wird.
"Nein, Ihr seid gerade rechtzeitig zurückgekehrt.", sagt Tarinax gelassen und steht auf, damit er ihr das Holz abnehmen kann. Gekonnt schichtet er es zu einem Lagerfeuer in der Nähe der Stoffbahnen auf und kniet kurz nieder. Er pustet - und eine kleine Flamme schießt ihm zwischen den Lippen hindurch, schlängelt sich um das Holz und entzündet es. Dann kann er den Topf endlich hereinstellen.
"Hört zu. Nicht umdrehen und leise sprechen. Wir werden beobachtet. Mindestens zwei Dutzend sitzen in den Baumkronen und ich weiss nicht, ob sie uns bestehlen oder angreifen wollen. Beachtet sie nicht - meine Ohren sind gespitzt und ich höre sofort, wenn sie sich bewegen.", erklärt er dann immer noch sehr ruhig und rührt in dem Gemüseeintopf herum.

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jun 19, 2018 7:00 pm

Natürlich verharrte Akira einen Moment in ihrer Haltung, als Tarinax sie warnte. Sie verstand aber sofort und nickte nur mit den Augen. Um die Tarnung zu wahren verschränkte sie die Arme hinterm Rücken und gab sich sehr leichtfertig als sie sich zum Topf herüber neigte.
"Ich seh schon, genau richtig Zeit gelassen. Was wird das? Suppe oder Eintopf?", wollte sie wissen und wandte den Blick nicht vom Topf ab. Auch sie spitze die Ohren, vernahm jedoch nichts ungewöhnliches. Sie hatte die Personen schließlich auch vorhin bei der Wiederkehr überhört. Sie war eben doch nicht mehr ganz eine Sha'lou. Und solang die Pferde nicht unruhig wurden, war es keine akute Gefahr. Wobei.... Nur ein Blasrohr mit dem richtigen Gift und Akira hätte ein Problem. Sie bezweifelte, dass sie ihre Immunstärke des Drachen behalten hatte.ac

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jun 19, 2018 7:51 pm

"Gemüseeintopf. Ich würde gerne etwas Fleisch dazugeben, aber ich schätze, es ist zu spät für eine Jagd.", sagt er Elf leise und lässt seine Ohren zucken, als Zeichen, dass er genau hinhört. Seine empfindlichen Elfenohren nehmen ein leises Rascheln wahr, als würde sich jemand in den Bäumen bewegen, aber nichts Besonderes. Vielleicht verbessert da jemand seinen Halt.
"Ich kann mit einem Zauber den Boden abtasten. Dann merke ich, sobald sie von den Bäumen kommen und bin vorgewarnt.", raunt er dann viel leiser, bevor er recht lauter sagt: "Passt bitte kurz auf den Eintopf auf; ich muss mich endlich meiner Stiefel entledigen. Sie bringen mich sonst noch um."
Genau das tut er dann auch - er löst die Schnüre seiner rehledernen Stiefel und streift sie sich von den Füßen. Achtlos wird er sie beiseite und stampft dann ein-, zweimal mit jedem Fuß auf. Dann wirkt er lautlos seinen Zauber, durch den seine Füße sämtliche Erschütterungen im Umkreis wahrnehmen. Er weiss sogar, dass ein Eichhörnchen gerade über die Wiese in der Nähe hüpft, vielleicht auf der Suche nach ein paar Eicheln...
"So, das ist schon viel besser. Ich kümmere mich jetzt wieder..." Er unterbricht sich selbst ganz rapide, indem er Akira plötzlich beiseiteschubst. Keinen Moment zu spät - denn eine Sekunde später saust ein Pfeil an genau der Stelle vorbei, an der vorher noch ihr Kopf war. Besagter Pfeil trifft stattdessen den Topf und schleudert ihn aus dem Feuer. "...oder auch nicht..." Er hebt die Hände beschwörend zum Himmel und die Luft flackert für einen Moment. Vier weitere Pfeile bleiben einen halben Meter von ihnen entfernt einfach in der Luft stecken, drehen sich um und werden zu ihrem Ursprungsort zurückgeschleudert. Ein leiser Schmerzensschrei aus dem Baumwipfeln verrät ihnen, dass zumindest einer eine Punktlandung hingelegt hat.

"So wird das nichts!", ruft Tarinax dann laut genug, damit die Angreifer ihn definitiv hören können, und dreht sich zu ihnen um. "Ihr müsst schon da runter, wenn ihr eine Chance gegen mich haben wollt!" Das verstehen die Baumkuschler wohl auch, und wenig später springen sie einfach von den Bäumen - und sie verändern sich... Bis auf einer von ihnen. Als sie landen, haben fast alle eine Verwandlung abgeschlossen - in Wölfe...

"Verdammt, das ist ein Werwolfrudel. Ich kümmere mich um sie. Die Einhörner sind geschützt, aber nehmt Eure Waffe und haltet mir den Rücken frei."
"Eeeereb Favillaaaa.", tönt da plötzlich eine laute, dröhnende Stimme, und der Einzige, der sich nicht verwandelt hat, kommt langsam auf die beiden zu. "Der Stadtrat von Aladrion. Wie sehr ich mich freue, Euch wiederzusehen!"

Das irritiert Tarinax. Dieser Fremde kennt seinen ursprünglichen Namen und weiss, was er war? Und ein Werwolf noch dazu? Das kann eigentlich nur einer sein...
"Ooooh. Der nasse Hund Daerec. Ich sehe, dass der Arm, den ich Euch abgeschlagen habe, wieder nachgewachsen ist. Ich wünschte, die Freude wäre ganz meinerseits, aber ich mag es nicht, wenn man mich töten möchte. Wenn Ihr Wert auf Eure Gliedmaßen legt, solltet Ihr Euch verziehen."

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jun 20, 2018 4:34 am

Akira war solche Begegnungen gewöhnt. Daher war es nicht ungewöhnlich, dass sie noch beim geschubst werden herum wirbelte und sich den nicht wekt entfernten Stab krallte und defensiv vor sich hielt. Werwölfe waren es? Sie erprobte gerne ihr Talent, war aber gerade heil froh dass der Gott sich das Übel auflud. Sie glaubte nicht die besten Siegesaussichten zu haben, wo sie vorgestern erst zusammengeflickt wurde. Dennoch war sie im ersten Moment erzürnt.
"Wenn ihr ihn treffen wolltet seid ihr verdammt mieserable Schützen. Und wenn nicht, dann seid ihr auf dem Holzweg zu glauben mich könnte man als Anhang so schnell entsorgen!", rief sie der Gruppe zu und fixierte dann jenen, der sich aus dem Rudel hinaus kristallisierte. Ein alter Rivale der Tarinax alten Namen nannte?
"Euch sind eure Freunde bis in eine neue Welt gefolgt? Behaltet die Frage im Kopf. Werwölfe sind hier auch starke und schnelle Biester mit Schwäche gegen Silber und unglaublicher Regenerationsrate?" Letztere Frage würde sie zu gern beantwortet wissen als sie ein wenig in Tarinax Flanke zur Deckung wanderte.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jun 20, 2018 4:29 pm

Tarinax muss anerkennen, wie schnell Akira schaltet. Anstatt irgendwie wütend zu werden - was er verstehen könnte, da er sie einfach so weggestoßen hat -, wendet sie sich sofort dem Feind zu und macht sich kampfbereit. Ohne Kompromisse, ohne irgendetwas Anderes. Das ist das Zeichen eines Kriegers, oder in diesem Fall einer Kriegerin.
Doch darüber kann er nicht lange nachdenken. Es sind sechsundzwanzig Werwölfe, wenn er sich nicht verzählt hat, plus ihr unverwandelter Anführer Daerec. Eine Gestalt, die der Elf nicht so schnell vergessen wird. Er war anwesend, als sein Geist vor so vielen Jahren zerbrochen ist und er eine instabile Sonne schuf, die explodierte, seinen Wald vollständig zerstörte und ihn letztlich nach Darka führte. Aber er weiss, dass er damals nicht dabei war...

"Ja. Und sie sind hitzeanfällig. Benutzt entweder Feuermagie oder verbrennt sie mit Eurem Speer, dann stoppt ihre Regeneration.", murmelt er Akira zu, bevor er sich wieder an Daerec wendet, der einladend die Arme ausgebreitet hält und lächelt.
"Aber, aber, Ereb. Ihr konntet mich schon damals nicht töten - und heute werdet Ihr es genauso wenig können."
"Mich wundert nur, dass Ihr hier seid, Daerec. Ihr habt also das Geheimnis der Weltenwanderung entschlüsselt?"
"So ist es! Aber.."
"Schön für Euch.", fährt Tarinax dem Werwolf in die Parade. "Wird Zeit, dass ich Euch ein für allemal aus den Welten schaffe."

Der Gott des Willens greift an seinen Gürtel und zieht 'Willenskraft' hervor. Das Schwert hält er locker in der rechten Hand, während Daerec seinerseits eine tiefschwarze Klinge hervorzieht. Er geht langsam einen Schritt vor, dann einen zweiten. Beim dritten Schritt läuft er schon. Und beim sechsten rennt der Elf auf seine 'alte Bekanntschaft' zu - und hört gar nicht damit auf, schneller zu werden. Seine Geschwindigkeit überrumpelt seinen Gegner, weil sie schneller ist, als es normalerweise möglich ist. Ganz so wie im Übungskampf mit Akira. Deshalb kann er nicht rechtzeitig ausweichen - und wird von der Schulter des Elfen, der kurz vor seinem Gegner vom Boden abspringt, so heftig erwischt, dass er einige Meter weiter in den Staub fällt und sich nach hinten abrollen muss.
Genau das tut Tarinax auch - und die anderen Werwölfe springen mittlerweile auf ihn zu. Doch er vollführt nur eine schnelle Drehung und ein heftiger Luftstoß bläst seine Feinde vorerst weg.
Sobald er wieder sicher dreht, blickt er sich nach Daerec um - der bereits wieder auf ihn zustürmt und versucht, ihn mit Schwertstreichen zu malträtieren. Tarinax biegt sich allerdings im Rückwärtsschritt vor den Hieben weg wie ein Schilfblatt im Wind und weicht so mühelos aus. "Kommt schon, Daerec. Das könnt Ihr doch besser.", spottet er derweil. Da er seine Augen auf ihm hat, sieht er jedoch nicht, was das Rudel vorhat...

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jun 20, 2018 7:03 pm

Hitze. Akira mochte das Feuer nicht, sie wollte die Flammen als etwas kreatives, schaffendes sehen. Und nicht als Werkzeug der schmelzenden Gewalt, der man wenig auszusetzen vermag. Aber ein triumpfierendes Lächeln schmückte ihr Gesicht, als sie sich an die kleine Magieeinweisung erinnerte. Während Tarinax seinem alten Widersacher auch ohne Feuer wahrlich einheizte und Akira insgeheim mehr wie beeindruckt von dessen Manövern war, versuchte sie sich daran die kleinen Fische so weit wie möglich von den beiden Kontrahenten fern zu halten. Ereb konnte Daeric vielleicht doch in die Knie zwingen. Und Tarinax mit Akira konnte es allemal!

Kurz die Situation abschätzend lief Akira dem sich etwas verstreuten Rudel entgegen. Es war einleuchtend, dass sich die Werwölfe ebenfalls auf Tarinax stürzen wollten, um ihrem Rudelführer die Oberhand zu schenken. Also blieb Akira nichts anderes übrig, als sich in die Mitte und in den Nachteil zu werfen. Angesichts des erschöpfenden Ritts waren die ersten Bewegungen entsprechend träge, eher da Adrenalin in ihr ihre Schritte begann zu lenken. Sie wirbelte den Stab gezielt, mit kurzen ruckartigen Bewegungen, um die größtmögliche Kraft in die einzelnen Hiebe zu setzen. "So mein Hübscher, jetzt lass uns mal sehen wie gut wir wirklich zusammen arbeiten. Tarinax erzählte, dass du im Stab eingebettet bist. Ich biete dir meine Hand und werde dich nicht unterwerfen. Nur bitte, unterstütze mich zur rechten Zeit.", murmelte sie beschwörend an den Stab gewandt. Und tatsächlich, der nächste Schlag ließ die Luft um den Schlag herum kurz knistern, sodass der getroffene Wolf kurz irritiert weghüpfte.
"Richtig so, wagt es euch, euch einzumischen! Kommt erst einmal an mir vorbei ihr einfälltigen Fellbeutel!", rief sie herausfordernd. Bei ihrem nächsten Schritt in Richtung eines Werwolfes stapfte sie deutlich auf und ließ die Luft unter ihrem Fuß erhitzen, sodass eine kleine Woge bis zu ihrem Knie hoch und auf den nächsten Wolf zuschwappte.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jun 20, 2018 7:19 pm

Daerec lässt sich von den blitzschnellen Reaktion des Elfen nicht verunsichern. Aber innerlich frustriert es ihn, dass er nicht ein einziges Mal überhaupt in die Nähe gekommen ist, zu treffen, und das, obwohl der Elf das Schwert nicht einmal einsetzt. "Natürlich geht das besser! Passt nur auf!", ruft er amüsiert und schlägt weiter mit Dunkelstahl zu - dabei nicht anmerken lassend, dass ihm ein zweites Schwert im anderen Ärmel steckt, nur darauf wartend, erneut zuzuschlagen...

Tarinax lacht Daerec übermütig aus, während er weiter wie ein Blatt dem Schwert ausweicht. Das bereitet ihm nicht einmal Mühe, und es macht ihm beinahe Spaß, mit ihm zu spielen. Gleichzeitig fängt er aber auch an, ein Auge zur Seite zu richten. Das Rudel beginnt, sich zu sammeln, dann teilen sie sich auf. Der Großteil kommt angelaufen, um ihrem Alphatier auszuhelfen, aber mehr als eine Handvoll hat es auf Akira abgesehen. Darum kann er sich aber jetzt keine Sorgen machen. Er muss selbst mit der Überzahl klarkommen.

Diese kurze Ablenkung reicht allerdings schon. Daerec lässt die zweite Klinge aus dem Ärmel schnellen, mitten in der Bewegung, und versetzt Tarinax einen Hieb, dem er unmöglich ausweichen kann. Der Elf jedoch dreht sich gerade rechtzeitig um die eigene Achse, um größeren Schaden zu entgehen. Doch der Stoff des weissen Überwurfs wird am linken Arm zerschnitten und eine feine, blutige Linie zieht sich über die Haut seines Gegners. "Wo sind denn Eure Ausweichkünste nun geblieben?"

Tarinax zischt leise, als er überrascht wird. Aber es ist gerade noch einmal gut gegangen. Es ist nur eine kleine Verletzung, und nichts, was sich nicht rächen lässt. In seiner blitzschnellen Drehung holt er mit seinem eigenen Schwert Willenskraft aus - und zerschlägt das einfache Schwert, welches ihn verwundet hat, in Stücke. "Ich brauche sie nicht länger.", zischelt er und macht einen langen Satz zurück. Durch die Verzauberung seines Schwertes kann er viel weiter springen und bringt so ein paar Meter Entfernung zwischen die Beiden.
Beim Aufprall ist jedoch etwas anders. Er landet sehr hart auf seinen Füßen, und im Umkreis von etwa zwei Metern spriessen dicke, spitze Stalagtiten aus dem Boden. Da das Rudel gerade dabei war, sich um ihn zu versammeln, trifft es unweigerlich einige von ihnen. Zwei sogar in den Schädel, diese bleiben reglos liegen. Andere brechen das Gestein durch bloße Körperkraft ab und bilden einen Lauerkreis um den Elfen. Anderthalb Dutzend Werwölfe schleichen um ihn herum, ohne ihren Anführer, und springen über den Elfen hinweg oder auf ihn zu.
Er weicht durch Rollen aus - muss aber auf den richtigen Moment warten, um zuschlagen zu können.

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jun 20, 2018 7:44 pm

Eins, zwei, drei... viele. Für Akiras Geschmack zu viele, die sich von ihr abwandten und sich doch dem Showdown anschlossen. Sie hatte es zwar geahnt, aber dennoch zürnte sie über diese Überzahl, der sie absolut nicht Herr werden würde. Sie sollte Tarinax den Rücken freihalten... Aber beim Erbauer wie! Und gerade, als sie sich übermütig den anderen in den Weg werfen wollte, kam ihr ein besonders großes Weibchen zuvor, der die Flammen am wenigsten Angst bereiteten. Sie krallte sich in Akiras Schulter, die gerade erst wieder eingerenkt wurde und warf die junge Frau mit einer halben Drehung auf den Rücken, ehe sie reagieren konnte. Kurz blieb Akira der Atem weg und ihr Herz hämmerte bis zum Hals, ehe sich ihr Verstand wieder einschaltete und sie dem Fellknäul ihren Stab in die Leisten hieb, den sie nach wie vor fest in Händen hielt. Ein Winseln verriet, dass der Schlag gesessen hatte.
"Oh Feuer was du in mir loderst, zeige den Biestern was es bedeutet mit Flammen zu tanzen und sich zu verbrennen!", sprach sie laut, deutlich und vor allem beschwörend in Richtung der Wölfe. Sie konzentrierte sich, sprang elegant wieder auf die Beine und formte in einer Drehung zwei Flammen, die sich wie Schleier ihren Bewegungen anpassten und sich mit dem Wind bedrohlich in Richtung der Bestien ausbreitete. Sie hatte ihren Weg gefunden, die Flammen zu kontrollieren. Und gerade hatte sie keinen Grund, sich zurückzuhalten. Dennoch, die Schulter brannte wieder und ließ sie in ihren Bewgungen weniger fließend sein, wie sie wollte. Die Wölfe hatten sich derweil um sie gestellt und versuchten immer dann, wenn sie in eine andere Richtung sah, näher an sie heran zu kommen. Es gelang Akira nicht lange ihre Deckung wegen der wieder aufflammenden Wunde zu aufrecht zu halten. Schon wenig später hatten die Wölfe eine Idee, rotteten sich zusammen und fielen Akira von zwei Seiten je zu dritt an. Ihr blieb nichts anderes übrig als sich verbissen zur Wehr zu setzen, traf hier und dort mit einer Flamme, was mit einem Winseln oder Knurren kommentiert wurde, aber Herr der Lage wurde sie nicht.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jun 20, 2018 8:04 pm

Tarinax lauert. Und Daerec lässt sich Zeit, zu ihm zu kommen. Die Zerstörung des Zweitschwerts - mit einer solchen Leichtigkeit! - hat ihm einen Moment abverlangt, um sich wieder auf den Kampf zu konzentrieren. Doch langsam werden seine Schritte wieder in die Richtung des Elfen gelenkt, der umzingelt ist. Er hat aber einen Plan...

Den Kreis, den die Werwölfe um ihn ziehen, wird immer enger, und der Elf hat immer weniger Platz, um auszuweichen. Das Knurren der Bestien wird immer lauter, je näher sie kommen, und mittlerweile steht er einfach nur noch da und wartet ab. Dann passiert einiges gleichzeitig. Die meisten Wölfe springen gleichzeitig auf ihn los - und Tarinax grinst gewinnend. "INFERNO!"
Eine das Mark erschütternde Explosion ertönt plötzlich, als er einen Feuerzauber freisetzt - und nicht nur einen einfachen Feuerzauber. Das Feuer ist so heiss, dass die Luft in der Umgebung heftig flimmert - und es breitet sich im Kreis um den Elfen aus. Die Werwölfe, die ihn noch angreifen wollten, müssen zwangsläufig durch das Feuer springen - und sie heulen, weil ihr Fell augenblicklich vaporisiert wird. Und die Hitze ist so groß, dass die Kleidung, die ihr Verursacher wirkt, noch verbrennt, während er sie am Leibe trägt. Nur der Lederbeschlag an seiner Schulter hält dem stand.

Er macht einen weiteren Satz, um von dem rasant schmelzenden Boden wegzukommen, und sieht Akira, die deutliche Probleme zu haben scheint. Sie verteidigt sich nur, greift aber nicht wirklich an. Sie ist zu zaghaft. Und angesichts der Gefahr lässt das seinen Zorn hochkochen. "STEHT NICHT EINFACH HERUM!", brüllt er unvermittelt, um sie wachzurütteln. "IHR HABT EIN ELEMENTAR! NUTZT IHN! MACHT SIE FER- URRghghh..."

Tarinax wird dazu gezwungen, eine schnelle Drehung zu vollziehen. Aber nicht schnell genug...

Daerec hat sich, während Tarinax damit beschäftigt war, die Werwölfe zu verbrennen und ihre Kampfkraft deutlich zu reduzieren, angeschlichen, und sein Zeitpunkt ist genommen. Er sticht zu - und nur durch die glänzenden Reflexe des Elfen wird verhindert, dass dessen Lunge durchbohrt wird. Aber es ist nur knapp daneben. Die Klinge steckt zwischen den Rippen des Elfen und wird ihm durch die Drehung aus der Hand gerissen. "Jetzt habe ich Euch, Ereb! Was wollt Ihr nun tun?"

Tarinax keucht, als Dunkelstahl wie Butter in seinen Körper stößt, und der Schmerz lässt ihm für einen Moment schwarz vor Augen werden. Aber er sinkt nicht zu Boden. Dafür taumelt er ein paar Schritte zurück, gepresst atmend, und lässt Willenskraft fallen. "Du verdammter Sohn einer verrotteten Schlampe...", flucht er zwischen zusammengebissenen Zähnen und greift sich an den Rücken. Er tastet und bekommt das Heft zu fassen...

Und ein gellender Schrei schallt durch die Ebene, als der Gott des Willens sich die Klinge wieder aus dem Körper zieht. Er kann spüren, wie warmes Blut an seiner Seite herunterrinnt, aber das hält ihn nicht auf. Mühsam holt er aus und tritt beide Schwerter weg. Dann hebt er einfach nur die Arme und ballt die Fäuste. "Elf gegen Werwolf. Komm her; ich reisse dich in Stücke."

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jun 20, 2018 9:47 pm

"Das kommt davon wenn man sich um andere Dinge kümmert! Ich bin doch dabei Fulgur zu beschwören!", raunte sie in die Richtung des Elfs und wehrte mit ihrem Stab weiterhin die Wölfe ab, die langsam angesichts der immer noch um sie tanzenden Flammen müde und anfälliger wurden. Und tatsächlich, worauf keiner der Wölfe, und anscheinend auch nicht Tarinax geachtet hatte, waren die Zeichen, die Akira in den Boden gesengt hatte. Sie hatte sich systematisch zurückdrängen lassen, wenn auch mit diversen Schwierigkeiten, sodass sie einen Beschwörungskreis mit den ihr bekannten Zeichen der Freisetzung erzeugen konnte, in dessen Linien der Elementargeist frei fließen konnte. Dafür hat sie ein Netz aus Mana hinterlegt, was wie eine Ölspur durch das Elementar entzündet werden sollte. Und als sie gerade aus den Augenwinkeln mitbekam, wie Tarinax die Klinge durch den Körper gejagt wurde, weiteten sich ihre Augen vor Schreck und sie setzte den Zauber sogleich frei.
"Folge meinem Ruf, FULGUR!", rief sie laut und ließ einen c.a. 3 Meter Radius um sich herum in einem gleißendem, ohrenbetäubendem Gewittersturm erhellen. Ein einzelner Lichtfunke, ähnlich eines Kugelblitzes, verharrte hinterher neben Akira. Die Wölfe indess waren damit beschäftigt zu fliehen, so sie denn noch konnten. Der Geruch von verbranntem Fleisch durchzog nunmehr die Luft, wo die Blitze ihr Ziel fanden und Haut sowie Fleisch regelrecht verschmorten. Zwei Wölfe waren tatsächlich noch am Leben. Und weil Akira sich auf ihren Stab stützend nicht schwankte, waren sie so eingeschüchtert von der Gewalt Fulgurs, dass sie hintent auf Abstand blieben, unruhig auf und ab gingen und nicht so recht wussten was sie jetzt tun sollten.

Akira atmete derweil schwer aus. Der Angriff hatte gut getan, nur hatte es viel zu lange gedauert. Und sie hatte wieder mehr Mana genutzt, als nötig gewesen wäre. Und eine elementare Bindung war hier gänzlich anders, wie bei ihr auf Drameree. Der Geist des Elementars war viel wilder und verlangte Akira einiges ab, um sich als würdig zu beweisen. Sie musste sich ständig konzentrieren und auf sein Geflüster im Geiste achten, bis beide ein richtiges Band entwickelt hatten. Sie schloss kurz die Augen, in ihrem Kopf schwankte alles. Und die Sorge um Tarinax angesichts seiner Verletzung zerfraß sie zusätzlich.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Jun 21, 2018 5:18 pm

Verdammt. Eine kleine Unachtsamkeit und gleich eine solche, niedere Männer kampfunfähig machende Verletzung. Dabei hätte er damit rechnen müssen, dass Daerec diese einmalige Gelegenheit nutzen würde, um ihm schweren Schaden zuzufügen. Schließlich war der Werwolf vor ewig langer Zeit der Anführer der Stadtwache in Aladrion und unterstand ihm, dem Stadtrat. Das ist schon so lange her... Er hat es einfach vergessen und ihn unterschätzt.

Daerec hingegen lächelt gewinnend. Jetzt, wo der ehemalige Stadtrat verwundet ist, wird er ein leichtes Spiel mit ihm haben. Und tatsächlich bringt der Elf ihn zum Lachen: Ein Faustkampf? Ein Elf gegen ihn? Der spinnt doch. "Nichts lieber als das, Ereb!"

Tarinax lässt eine Hand nochmal sinken, um sich über seine Wunde zu streichen. Als er sie hervorzieht, klebt noch immer frisches Blut an seinen Fingern. Dieser Anblick lässt eine uralte Erinnerung zurückkehren - und plötzlich lächelt auch er. Ihm ist wieder eingefallen, wie er Daerec früher beinahe getötet hat - und er weiss, dass er jetzt wirklich dazu in der Lage ist.
Also beginnt er, sein Mana zu konzentrieren, während der Werwolf auf ihn losgeht. Die Schläge, die er verpasst bekommt, sind kräftig, aber nichts, was er nicht abwehren kann. Er sieht schließlich schwächer aus, als er ist. Durch die Schwächung und die Schmerzen durch seine Wunde kann er sich jedoch nicht mehr flüssig bewegen und schafft es deshalb nicht, selbst anzugreifen.

Trotzdem sammelt sich über den beiden Kämpfern langsam ein helles Licht...

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Jul 02, 2018 9:12 pm

"Was denn, der Zauber hat dich bereits derat verausgabt? Ich dachte Ereb gab mich an eine würdige Schülerin weiter. Was tust du denn hier? Sammel dich! Oder willst du etwa, dass ich mit dir das selbe anstelle wie mit ihnen?", fragte eine verzerrte Stimme in ihrem Kopf. "Nein, du wirst mit meinem Willen einig sein. Ich bin nicht schwach. Ich bin keines Meisters Schülerin, Ich will ihn beschützen. Und du wirst mir dabei helfen, Fulgur."
Jäh richtete sich Akira wieder auf, blickte stur und zielgerichtet zugleich zu den beiden Kämpfern und war bereits wenige Sekunden später wieder leicht aus dem Takt. Was beim Erbauer veranstalteten die beiden dort? Egal, ihr blieb keine Zeit darüber nachzudenken. Ereb war verletzt, sie musste ihm helfen! Mit beiden Händen umklammerte sie den Stab, konzentrierte sich auf ihr Elementar und knüpfte endlich das Band, was sie brauchte um Fulgur zu lenken. Wie ein Kugelblitz sauste das kleine Blitzlicht hinfort, geradewegs hinzu auf Daerec und setzte sich ihm geradewegs vor die Augen, blendete ihn und durchzuckte seine Augenlieder als würden tausend Nadeln hineinstechen. Erst dann, so rasch wie es ankam, zuckte das Element wieder hinüber zu Akira, die gebannt das Treiben verfolgte.
"Was ist das für ein Licht....."

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jul 03, 2018 5:01 pm

Tarinax lässt sich Schritt für Schritt zurückdrängen, weil er nicht flink genug ist, um den Werwolf abzulenken. Darum geht es ihm nämlich. Er hat einen Plan, der ihn in Angst und Schrecken versenken wird - wenn er nur genug Zeit hat, ihn richtig auszuführen.

Daerecs Grinsen verbreitert sich immer mehr. Mit jedem Schlag, den er auf den ehemaligen Stadtrat Aladrions - auf seinen alten Feind - abzielt, bemerkt er ein neues, rotes Mal auf der Haut des Elfen. Rote Male, die beim zweiten Treffer blau werden. Aber dieser Bastard ist zäh, das muss man ihm lassen.
Trotzdem wird ihm das Spiel langsam langweilig, deshalb holt er zu einem mächtigen Schlag aus - und verliert die Balance, weil ihn diesem Moment ein unheimlich ekliger Schmerz sein Gesicht durchfährt. "Arrrrrrgh! Was war das denn?" Es fühlte sich an wie ein Blitz - aber vom Elfen kommt der ganz sicher nicht...

Tarinax sah sich unter dem starken Hieb, der folgen sollte, schon zu Boden gehen, aber das Blitzelementar hat ihm diese Schmack erspart. So kann er seinen Plan allerdings auch ändern! "Halten!", ruft er, und kräftige Wurzeln schießen aus dem Boden, die seinem Widersacher um die Beine schlingen und ihn effektiv an der Vorwärtsbewegung hindern.
Doch anstatt seine Waffe aufzuheben und ihm den Gnadenstoß zu versetzen, geht er ein paar Schritte zurück und sieht nach oben - und fängt an, zu lachen, als das gleißende Licht anfängt, sich zur einer Kugel Feuer zu formen. Doch kein gewöhnliches Feuer... Es wirkt geschmolzen, wirft Blasen, und die Hitze, die es ausstrahlt, schlägt in Wellen überall aus. Den Elfen interessiert die Hitze nicht - aber er ruft plötzlich: "Akira! Erschafft ein Schild gegen Hitze und haltet Euch die Augen zu!"

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jul 03, 2018 8:13 pm

Hitzeschild? Hitzeschild! Natürlich, er wolle seinen Gegner rösten! Und mit was für einer unglaublichen Macht. Aber wie im Namen des Erbauers kam Tarinax darauf, dass die Fertigkeiten von ihr ausreichen würden, SEINEN Angriff abzuwehren! Die Woge der Genugtuung hielt also nicht so lange an, wie sie wollte. "Fulgur! Komm her, hilf mir! Sei mein Schild!", befahl sie dem Elementar, streckte beide Hände nach vorn und nutzte die elementar stoische Kraft in Kombination mit ihrer Feuerfertigkeit, um einen ableitenden Feuerschild vor hier zu erzeugen. Die geschaffene Sonne sollte sich gegen ihren Schild neutralisieren, was nicht als Energielieferant vom Elementar aufgenommen werden kann. Insgeheim zweifelte sie an diesem Plan, aber ein wenig die selbe Logik wie ihre Heimat verfolgte diese Welt doch.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jul 04, 2018 4:57 pm

Tarinax hat eine ganz elegante Lösung, um die größte Wucht seiner Attacke, die gleich kommen wird, aufzufangen - er verrückt sich ein bisschen, damit er zwar weit entfernt, aber dennoch vor Akira steht. Er wird seinen eigenen Körper ebenfalls als Schutzschild anbieten. Deshalb belegt er sich jetzt schon mit eigenen Schildern, um selbst nicht zugrundezugehen.


Daerec hingegen muss hilflos ansehen, wie ein Lichtkegel zu einer kleinen Sonne wird. Ein Anblick, den er bereits kennt und womöglich niemals vergessen wird. Er versucht, mit den Händen auf die Wurzeln einzuschlagen, aber sie rühren sich nicht. All das, während der Feuerball immer größer wird...
"Rückzug! Wir müssen hier weg! Dagegen kommen wir nicht an! Rückzug!", brüllt der Anführer der Werwölfe plötzlich, und ein Ring, der an der rechten Hand dessen steckt, leuchtet plötzlich auf. Die Wurzeln lösen sich zur Überraschung des Elfen, aber anstatt eines Angriffs folgt tatsächlich ein Rückzug. Die Werwölfe laufen - und sie laufen in den Wald zurück. Ein Wald, der plötzlich Raum für mehr bietet... Für ein Portal, welches die Angreifer von diesem unglaublich heissen Ort wegführt.

Tarinax entspannt sich langsam, als seine Feinde abdampfen, aber es gibt da noch ein Problem... Die Resorption seines gigantischen Zaubers.
"Ein paar Schritte zurück, bitte.", ruft er, deutliche Besorgnis in der Stimme, und hebt seine Hände. Ein Wind zieht auf - ein Sonnenwind. Die gesamte Hitze, die sein Wille erzeugt hat, muss erst einmal in Mana zurückverwandelt werden. Und das dauert seine Zeit.
Die Winde treffen auf seine Haut, und er macht sich daran, seine Energie wieder zurückzunehmen. Und das mit seinem geschwächten Körper...?
"Und bringt die Einhörner her...", fügt der Elf hinzu, als sein Haar beginnt, zu schmoren. Die Wunde an seiner Seite besteht schließlich immer noch - und blutet weiterhin. Wie lange er wohl noch aufrecht bleiben kann...?

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Jul 05, 2018 10:09 am

Kurz flammte etwas Erleichterung in der jungen Sha'lou auf, als Daerec samt Rudel den Rückzug antraten. Gleichzeitig wurde jedoch auch die Sorge genährt und flammte jäh weiter auf, als die Energie sich wirklich zu einer Sonne zusammenschloss, die alles andere in den Schatten stellte. Natürlich, der Sonnenwind war auf seine Art beeindruckend, so etwas hatte sie noch nie aus der Nähe betrachten können. Aber genauso wusste sie, wie gefährtlich die Situation war. Ein Blick auf Tarinax Körper genügte, um festzustellen, dass sein Zustand es nicht sehr lange zuließ, diese Energie zusammen zu halten um nicht den gesamten Wald samt ihnen selbst verglühen zu lassen. Ohne zu zögern rannte Akira auf die knappe Aufforderung los, vergaß sogar auf irgendeine Art zu antworten. Rasch trugen ihre Beine sie nicht gerade, sie versuchte sich zu konzentrieren um nicht selbst zu taumeln, wo auch sie ihre Energie arg überschätzt hatte.
"He, ihr beiden! Bitte! Hilfe! ... Tarinax brennt sonst...!", rief sie den beiden Tieren schnaubend zu und winkte sie heran, sobald sie in Hörreichweite war.

Lady Vox und Lord Vyemm sahen erst etwas fragend auf, reckten die Köpfe aus dem Wasser und spitzten die Ohren. Sie nahmen nicht nur Akiras Geruch der Furcht und Sorge wahr, sondern auch eindeutig verbranntes Gewebe... Einhörner waren nicht dumm, sie begriffen also gleich was das Mädchen von ihnen wollte. Schon fast mit einem verantwortungsbewussten Ausdruck blieb die Stute kurz vor Akira stehen, scharrte auffordernd mit den Hufen und wartete, bis Akira in die Richtung deutete, wo Tarinax noch stand.
"Lauft vor, er braucht euch.", befahl sie, worauf sich die Tiere sogleich in Bewegung setzten.

Akira indess atmete einmal leicht entkräftet tief aus, wodurch sich ihr Seufzen leicht in der Tolage verzog und biss sich auf die Zähne. Wie gern würde sie sich einfach hier hinlegen. Aber sie konnte nicht. Tarinax brauchte auch sie, es ist einfacher Energie auszusenden als wieder aufzunehmen. Also machte sie sich kurz danach wieder auf den Rückweg, so schnell ihre Beine sie noch tragen mochten. Beim Ort des Geschehens schaltete sie kurz ihre Ohren ab, sodass sie mögliche Warnrufe von Tarinax ignorieren mochte. Sie konnte sich vorstellen, dass das, was sie jetzt tat, nicht in seinem Interesse lag. Aber er hatte sich sicher selbst auch überschätzt, genauso wie bei dem ersten Training der beiden. Es war ihr egal was es sie kostete, aber die Energie konnte besser durch 2 Körper fließen, als durch einen.

"Oh Schöpfer, wenn du mich hören kannst, ich hoffe ich hatte deinen Segen, sodass mich das hier jetzt nicht mein gesamtes Leyliniennetz kostet. Ich lege mein Vertrauen in das was ich noch nicht ganz kenne.", dachte sie und höffe inständig, dass die Begegnung mit dem Schöpfer ihr bei ihrem Vorhaben jetzt helfen würde. Wieder beim Elfen angelangt stellte sie sich genau hinter ihn, legte ihm beide Hände auf je ein Schulterblatt und schloss die Augen. Sie suchte die Magieströme, die drohten einen Stau zu verursachen, an sich abzuleiten und aufzunehmen. Koste es was wolle, so wie es den alten Elben in seinem Zustand entlasten würde.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Jul 05, 2018 3:36 pm

Tarinax schwankt ein klein wenig. Es ist lange her, dass er einen solch gewaltigen Zauber gewirkt hat - und ebenso lange ist es her, dass er versucht hat, einen solchen Zauber zu neutralisieren. Und beim letzten Mal war er kerngesund und im Vollbesitz seiner Kräfte. Jetzt...? Nicht wirklich. Doch noch bevor der Geruch von verbranntem Haar in seiner Nase zu heftig wird, spürt er die Präsenz seiner zwei Einhörner in seinem "Schatten". Ein feines Lächeln zieht seine Lippen etwas in die Breite, als sie wissend ihre Köpfe an ihn schmiegen - und ihn mit ihrer ganz eigenen Heilmagie belegen, die ihnen innewohnt. Trotz der Hitze verbrennt seine Haut deswegen nicht, obwohl sie zu glühen scheint, und auch die Wunde in seiner Flanke beginnt, langsam zu verheilen.

Doch die Hitze ist zu stark für die Tiere. Das spüren Sie, deshalb tänzeln sie schon nach wenigen Sekunden - sobald die oberflächliche Wundheilung abgeschlossen ist und er kein Blut mehr verliert - wieder von ihm weg, damit sie nicht selbst in Flammen aufgehen. "Vielen Dank, meine Hübschen. Ich werde mich erkenntlich zeigen. ", sagt er angestrengt und richtet seinen Blick kurz nach hinten. Dadurch erkennt er, dass Akira sich auf ihn zubewegt.

"Nein! Ich schaffe das alleine! Bleibt bloß weg!", ruft er ihr zu, aber sie scheint ihn nicht zu hören. "Weg! Weg! WEG!" Er muss sich abwenden, damit ihn die Sonnenwinde nicht doch in die ewigen Jagdgründe schleudern, aber ihm ist, als würde er sie immer näher kommen hören. Was hat sie vor? Sicher, eine Sonne sieht man sonst nur aus der Ferne und es ist ein interessantes Schauspiel, aber sie unterschätzt die Gefahren!

Und wie sehr sie diese Gefahr unterschätzt, merkt er erst, als ihre Hände plötzlich auf seinen Schultern liegen. Sie will ihm helfen, das Mana zu resorbieren!
Das ist vielleicht eine löbliche Geste, aber sie hat es hier nicht mit Magie zu tun, die einem normalen Sterblichen zugänglich ist. Diese Macht wird ihren Manaspeicher innerhalb kürzester Zeit überfordern und ihren arkanen Tod herbeiführen! Und das kann er nicht zulassen.

"NEEEEEIIII- AAAAAAAAAH!!!!" Er schreit aus vollster Kehle, als er sich für einen kurzen Moment umwendet, um Akira so weit wie möglich von sich wegzustoßen - und beginnt zu kreischen, als die Hitze durch seine Schutzzauber bricht, die am Rücken schwächer waren. Sofort bilden sich Blasen auf seiner Haut, die schwarz werden, noch während er sich erneut umdreht und seine Bemühungen verstärkt.
Man hat ihm mal gesagt, dass Verbrennungen die stärksten Schmerzen sind, die ein Lebewesen empfinden kann. Und jetzt weiss er auch, wieso. Er kreischt weiter, während die kleine Sonne sich plötzlich blau färbt und rasant kleiner wird - bis sie schließlich gefriert und wie ein Stein zu Boden fällt. Und er schreit immer noch, sich herumdrehend und versuchend, dem Schmerz irgendwie Herr zu werden - Eiszauber helfen nicht...

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Jul 08, 2018 5:25 pm

"Waru-...Ahrg!" Akira konnte nicht einmal ihre Frage beenden, so schnell ging es. Sie wollte ihm helfen, wohlwissend dass sie ihm einen Teil des zurückgeführten Manas abnehmen konnte damit sein Gefäß genug Volumen für die Reabsorbtion haben würde. Es war nun einmal schwerer, körperlich geschwächt einen kompletten Zauber dieser Stärke wieder aufzunehmen. Ein gesunder Geist wohnte in einem gesunden Körper. War der Körper angeschlagen, so war die Wahrscheinlichkeit hoch dass er diesen überforderte und zerriss. Sie wusste um den Schmerz, der sie nun durchzog. Es war ein Feuerzauber, und es war ein mächtiger Zauber. Viel mächtiger, als dass sie sich wirklich darauf hätte vorbereitne können. Die wenigen Augenblicke, die sie mit dem Elben verbunden war, reichten aus, um jede Leylinie ihres Körpers zu erkennen - und beinahre vor ihrem inneren Auge zu Asche zerfallen zu sehen. Sie glühten, schlimmer wie jedes ihr bekannte Gift in den Adern. Ein deutliches Zeichen, dass sie sich überschätzt hatte. So blieb ihr nichts anderes übrig, als zurückzustolpern, froh den Körper überhaupt noch zu spüren, und erst einmal erschrocken sitzen zu bleiben. Sie krümmte sich, spannte ihre Muskeln an und versuchte den inneren Schmerz unter plötzlich aufkommenden Tränen des Frusts zu unterdrücken.
"Kind, was hast du überhaupt gelernt?", sprach ausgerechnet jetzt Lumesehyrr in einer aparthie, die es ihr eiskalt den Rücken hinunter laufen ließ. "Was hast du gelernt? Du hättest wissen müssen dass sein Zauber zu stark für dich war.... Nun hilf auch, lerne aus deinen Fehlern!"
"Ich wollte ihm nur helfen, er war stark verletzt...", sprach sie laut aus und sah instinktiv in die Richtung der beiden Einhörner, die jetzt auch wieder langsam näher getrappelt kamen und neutlich unruhiger waren wie noch zuvor. Konnte sie auch Besorgnis oder gar Enttäuschung in den Blicken der beiden lesen?

Langsam, unter ersticktem Wimmern richtete sie sich wieder auf, ignorierten den Schmerz der immer noch in ihr Loderte und sperrte ihre Gedanken darüber weg, dass sie wohlmöglich einen Großteil ihrer Magiereservern dauerhaft durch Manabrand verloren haben könnte. "Und wenn es mich den Rest der Magie kostet.", begann sie langsam und wandte den Blick auf Tarinax, der nun unter elendigen Qualen des Feuers vor ihr lag. Ihr Blick veränderte sich, die Trauer wich einer Art Trance. Sie wandte sich zu ihrem Begleiter, dem Blitzelementar und rief es mit einer Handbewegung zu sich. "Fulgur, leih mir deine Kraft. Ersetze, was mir gerade nicht möglich ist." Sie kniete sich neben Tarinax, das Blitzelementar nun um ihr Handgelenk geschlungen und ein deutliches Brandmal hinterlassend, und versuchte ihr Herz zu beruhigen.

"Ihr Elemente, hört meinen Ruf. Ich kenne euch nicht, eure Namen sind mir fremd. Aber ich spüre euch, so wie in jeder Welt. Ihr Götter die ihr hier haust. Unterstützt mein Wirken um zumindest einen Teil meiner Unachtsamkeit von ihm zu nehmen. Wasser, linder den Schmerz, lasse den Körper nicht verbrennen, es hat schon genug Feuer gewirkt!", beschwor sie ihr Innerstes aus voller Kehle und lenkte den Rest Mana, den sie noch in sich spürte durch die verbrannten Kanäle, in der Hoffnung, den Schaden zumindest ein wenig einzugrenzen. Auch wenn ihr klar war, dass sie diesen schon längst begannen hatte und mit Zinsen zurückzahlen müsste.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Jul 08, 2018 5:55 pm

Schreie. Laute, jämmerliche Schreie des Leids. Die gibt der Elf in der Verzweifelung von sich, die ihn umfängt. Er ist Feuermagier, von Geburt an, und ist es gewohnt, sich zu verbrennen. Mit normalem Feuer. Das, was er aber erschaffen hat und versucht hat, zu resorbieren, war so viel mehr als ein Feuer. So viel mehr als Magma, welches eine Mischung aus unglaublich heissem Feuer und geschmolzenem Gestein ist. Sein Gebilde, welches er durch seinen puren Willen in die Welt gebracht hat, war eine Sonne. Unglaublich viel heisser als es ein Feuer jemals sein könnte. Und nur seine ihm als Magier innewohnende Resistenz, in Kombination mit seinen mächtigen Schutzzaubern, hat ihm den sofortigen Aschetod erspart. Nicht erspart geblieben ist ihm aber die völlig ruinierte Haut, die schwarz wie Ruß ist und durch die Drehungen, die er macht, um wieder Herr seiner Selbst zu werden, langsam an den unterschiedlichsten Stellen aufplatzt.

Die Einhörner sind unschlüssig, was sie tun sollen, und blicken sich hoffnungslos an. Doch Lord Vyemm stampft mit seinen Vorderhufen auf und lässt ein dröhnendes Wiehern hören. "Nein! Tarinax wird nicht zugrunde gehen, nicht an seinem eigenen Element! Liebste, wir müssen ihn heilen!" - "Aber Liebster... Schaffen wir das?" "Niemals nicht! Und seine Freundin versucht es auch! Los jetzt!"
Einhörner können über den Geist kommunizieren. Sie sind schließlich selbst hochmagische Wesen. Aber ihre ureigene Eitelkeit gebietet es ihnen für gewöhnlich, nur mit Wesen zu sprechen, deren Reinheit sie sich sicher sein können.
Lady Vox stampft nun ebenfalls auf und galoppiert auf den Elfen los, dicht gefolgt von ihrem Gefährten. Was sie tun können ist, ihre Hörner den Wunden nahe zu bringen und ihre Heilmagie zu wirken. Das zerstörte Fleisch können sie zwar nicht reparieren, aber viielleicht schaffen sie es gemeinsam, Neues zu erzeugen...

Tarinax hört auf, sich zu winden, als die Heilmagie seiner treuen Rösser auf ihn einwirkt, aber sie ist nicht stark genug. Sie betäuben die Schmerzen einfach nicht genug, um ihm ein eigenständiges Einschreiten und ein eigenständiges Gegenwirken zu ermöglichen. Er stöhnt laut auf und krallt seine Hände in die vertrocknete Erde. Irgendetwas muss er doch tun können!

Und dann trifft ihn irgendein Zauber. Es fühlt sich an, als würde eine kalte, feuchte Briese über seinen Rücken und seine Beine streifen und eine dünne Eisschicht hinterlassen, die irgendetwas... Tut. Der Schmerz verschwindet nicht. Auch seine Haut heilt dadurch nicht wirklich. Aber die schwarzen Brocken der Haut, die schon offen sind, fallen ab und werden weggewaschen. Und... Der Schmerz lässt zumindest nach.
Er lässt ein trockenes Schluchzen hören, und ein zweites. Aber dann verstummt er.
Und die Einhörner wissen, dass nicht mehr zu tun ist, und ziehen sich zurück.

Und Tarinax stützt seine Hände auf dem Boden ab.... Krümmt sich zusammen... Und steht langsam auf. Sehr, sehr langsam.
"Wasser... Ich brauche Wasser... Und... Kräuter...", krächzt er leise und versucht, einen Schritt zu machen, in Richtung seiner Taschen. Dieser Schritt ist jedoch schon zu viel und er stürzt wieder hin; einen neuen Schrei provozierend. Er ist völlig ausgebrannt, im wahrsten Sinne des Wortes.

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Jul 08, 2018 6:15 pm

Als hätte der Schmerz in ihrem Inneren nicht gereicht, so spürte sie nun einen weiteren Schmerz, auf ihrem Rücken. Sie nahm, um zu geben. Es wirkte nicht so wie sie gehofft hatte, aber wenigstens ein wenig. Sie begrüßte den Schmerz, denn es hätte ihrer zur Gänze sein sollen in Anbetracht ihrer Torheit. Und auch die Worte der beiden Einhörner in ihrem Geiste begannen sie nach dem Wirken aus dem Konzept zu bringen. Aber konnte sie sich wirklich Freundin nennen, obwohl sie seine Worte missachtet hatte? Sie wusste es nicht. Als Tarinax verstummte und sich auch die beiden Heiler zurückzogen zog Akira sich für einen Moment der Magen zusammen. Sie deutete die Zeichen falsch, dachte sie hätte gänzlich versagt. Aber dann, ein Ächzen und der Magus wankte zurück auf die Beine. Sie wollte selbst rasch auf die Beine zurück, ihn stützen, aber da stürzte er bereits erneut sodass Akira ihn schlicht auffangen musste um ihn einen richtigen Sturz zu vermeiden.
"Bewegt euch nicht. Ich hole was ihr braucht. Bleibt.", befahl sie ihm ohne ganz zu wissen wie ihre Worte vielleicht in der Situation klingen mögen. Eigentlich war es eine freundliche Bitte, jedoch war sie selbst nicht mehr nahe genug beisammen durch die Auswirkungen ihres Zaubers, als hätte sie noch Mitgefühl und Sanftmut intus.

Anstelle des Elfen schwang sie sich auf die Beine, schloss die ersten Schritte die Augen um das Flimmern und den Tinitus in ihrem Ohr zu ignorieren, und hastete zu Tarinax Ausrüstung, um besagtes Kräutersäckchen und eine Feldflasche gefüllt mit Wasser einzupacken, die ihr lediglich unter zittrigen Händen drei Mal aus der Hand glitten, und hastig zurück zustolpern.
"hier, Wasser und eure Kräuter."
Mit sorgvollem und schuldbehafteten Blick verfolgte sie jede seiner Bewegungen, um zur Not zur Stelle sein zu können. Auch, wo sie selbst wankte und mit der Kontrolle kämpfte.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Jul 08, 2018 6:35 pm

Der Elf sollte zumindest zu Boden stürzen und sich dabei weiter verletzen. Aber etwas fängt ihn auf und stützt ihn, damit dieser neuerliche Schmerz nicht auftaucht. Seine Sinne sind jedoch noch nicht beisammen genug, um zu erkennen, wer ihn gefangen hat.
Als er dumpf eine Stimme hört, die er kennt, schwimmt jedoch eine Welle der Erleichterung über ihn herein. Akira geht es gut! Seine Sonne hat sie nicht getötet! Und es geht ihr gut genug, um ihm zu helfen! Er antwortet ihr nicht und nickt auch nicht, hat ihre Worte aber verstanden. Nicht bewegen. Oder zumindest nicht viel. Sie wird schon machen.

Trotzdem bringt es nichts, wenn er einfach nur dumm daliegt und nichts tut. Deshalb krümmt er sich erneut zusammen, um sich zumindest aufsetzen zu können. Es bereitet ihm zwar Schmerzen, den Rücken zu krümmen, aber er muss... Sonst kann er sich nicht selbst versorgen.
Er braucht aber so lange, um in diese Lage zu geraten, dass Akira schon wieder zurück ist, als er sich mit einer Hand abstützt. "Danke...", haucht er leise und schwankt ein bisschen, kann sich aber so halten.
Er wird aber ganz sicher nicht einen Finger rühren, um mit dem Wasser und den Kräutern etwas anzufangen. Selbst in seinem geschundenen Zustand versteht er sich noch auf einfachste Magie. Die Feldflasche öffnet sich von selbst, ebenso wie der Kräuterbeutel. Es ist ganz einfach - Kräuter kommen in die Flasche, die Flasche geht zu, wird heftig geschüttelt - und fällt dann runter, weil er die Konzentration verliert.
Ein wütendes Geräusch entfährt ihm, aber was soll er machen...? Er lässt den Kopf hängen. Normalerweise würde sein Haar jetzt sein Gesicht verdecken, aber von der silbrigen Mähne ist nicht mehr viel übrig. Deshalb liegen auch seine Tränen der Frustration offen.

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Jul 09, 2018 5:08 pm

Es war ein bemitleidenswertes Bild. Und sie konnte nicht einmal viel tun, außer sich mit ihren eigenen Schmerzen neben den stark angesengten Elben zu setzen. Dabei verzog sie schmerzerfüllt das Gesicht in Anbetracht der immer noch lodernden Glut, die sich durch ihre Leylinien fraßen und wogegen ihr Körper sich auflehnte, um ein Quäntchen Magie in sich zu behalten. Einen längeren Moment hielt sie gänzlich inne, schwankte leicht und musste sich heftig gegen aufkommende Ohnmacht zur Wehr zu setzen.
"Es tut mir leid"... wisperte sie halb erstickt und womöglich viel zu leise in seine Richtung, als dem Elben die Trinkflasche aus der Konzentration glitt. Sie verfolgte den Gegenstand mit dem Blick, hob ihn dann langsam auf und führte zaghaft, so wie es ihrer Kraft erlaubt war, sein Bestreben die Mixtur zu vermischen weiter fort. Und mitfühlend wie sie war schossen ihr sogleich selbst Tränen in die Augen. Nicht wegen ihrem eigenen Leid, sondern wegen dem kümmerlichen Anblick des sonst so erhabenen und starken Gott des Willens. Von dem man gerade nicht mehr viel sieht.

Bei dem Gedanken horchte sie jäh in den Wald hinein. Sie waren verwundet. Sehr verwundet. Er würde keinen weiteren Angriff überstehen, sie musste die Ohren offen halten ob jeder Gefahr, die dort lauern konnte.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Jul 09, 2018 5:29 pm

Eine Träne tropft vor ihm auf den versengten Boden, gefolgt von einer zweiten. Mehr offene Gefühle gestattet sich der Gott des Willens aber nicht. Stattdessen legt er den Kopf in den Nacken, so weit seine ledernde Haut es ihm erlaubt, und starrt unverwandt in die Sterne. Obwohl man den Ausdruck in seinem Gesicht kaum mit einem Starren in Verbindung bringen kann - dafür fehlt ihm die Intensität. Seine sonst so strahlenden, blattgrünen Iriden wirken wie bitterer Sud. Es hat ihn viel Willenskraft gekostet, diese Sonne zu erschaffen - und noch mehr, die Auswirkungen davon zu überstehen.

"Das muss es nicht...", krächzt er leise auf die Entschuldigung der jungen Frau hin, sieht sie dabei aber nicht an. Aber er greift nach der Feldflasche, und weil Akira sie hält, berührt er unweigerlich kurz ihre Finger. Anstatt aber zurückzuweichen und es sich anders zu überlegen, drückt er ganz leicht zu. Vertrauensvoll. Erst dann nimmt er das wertvolle Nass an sich, dreht die Flasche auf - dabei das Gesicht schmerzvoll verziehend - und trinkt einige Schlucke der improvisierten Heiltinktur. Den Rest hebt er - leicht grunzend, weil seine Bewegungsfreiheit gerade etwas eingeschränkt ist - so weit hoch, wie er kann.

Und dann kippt er die Flasche über seinem Rücken aus. Anstatt davon abzuperlen, weil die Haut gerade nicht in der Lage sein sollte, Flüssigkeit aufzunehmen, bleiben die Kräuterschnippsel darauf kleben und setzen ihren heilenden Wirkstoff frei. Mehr kann er jetzt nicht tun.
Er ist aber nicht der Einzige, der verwundet ist; der Probleme hat. Deshalb packt er Akira am Handgelenk und blickt ihr trübe in die Augen. "Lord Vyemm hatte in seiner Tasche einen... kleinen Jutebeutel mit schwarzen Wurzeln. Hol ihn... Hol ihn und lasse sein Horn die Wurzeln berühren. Dann zupfe ihm drei Schweifhaa..." Seine Hand verkrampft sich leicht, als er einen Hustenanfall bekommt. Er ist womöglich nicht nur am Rücken völlig ausgetrocknet. "...Schweifhaare, wickle sie darum und iss die Wurzeln. Beeil dich."

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Jul 09, 2018 6:51 pm

Leicht erstaunt, aber auch immer noch mitleidig, wandte Akira den Blick zu Tarinax hoch, als er eindeutig nicht ausversehen ihre Hand etwas zudrückte. Er vermittelte damit genau das Richtige, auch wenn Akira wusste, dass sie sich selbst bei weitem weniger schnell verzeihen würde. Um genauzusein genau solange nicht, wie Tarinax nicht wieder sein prächtiges Gefieder hatte und erhobenen Hauptes durch die Gegend stolzieren konnte. Aber dem war sicher noch lange nicht soweit.

Ein wenig zuckte sie schon zusammen, als der Elb das Wort leicht erhob, auch wenn es definitv keine negativen Worte waren. Aber seine Tonlage klang elendig, seine gesprochenen Worte waren nicht leicht zu verfolgen, wobei sie nicht wusste was diese Medizin bewirken würde. Sie wollte ihn auch nicht weiter anstrengen und unterließ die Frage, wandte sich dann unter ächzen ab und starkste auf den Hengst zu. Der wiederum war nicht taub, verand sehr gut die Worte seines Herrn und wühlte bereits in seiner Satteltasche. Er warf sie zwar unter Klappern um Klirren um, aber schaffte es die Wurzeln unversehrt mit der Lippe aus dem Behälter zu befördern.

"Ah... Danke....", murmelte sie nur und gab dem großen Kerl einen sanften Klapps auf den Hals. Dann wandte sie sich ab und zupfte dem Tier sachte drei Haare aus dem Schweif und befolge genau die Anweisungen des Magiers unter einer leichten Gesichtsentgleisung. Natürlich waren Haare nicht unbedingt dazu geeignet gekaut zu werden. Und auch die rohe Wurzel war nicht das, was man in einem guten Gericht zu finden war. Aber wie jede Medizin schaffte sie auch das hinunterzuwürgen.
"Uhrg..."

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Jul 09, 2018 7:10 pm

Tarinax wendet sich nicht um, als Akira aufsteht, um seinen Anweisungen Folge zu leisten. Im Moment sind die beiden zu erledigt, um groß Widerworte zu leisten oder sich widerspenstig zu verhalten. Um sich wieder zu erholen, brauchen sie ihre gegenseitige Unterstützung - brauchen sie einander. Und er glaubt, dass seine junge Begleitung das gerade auch versteht.

Aber die Wirkung der Kräuter auf seinem Rücken dämpft den Schmerz noch weiter, sodass ein wenig seiner Sturheit zurückkehrt. Und sein Sturkopf gebietet ihm, die nächsten Tage nicht nur im Sitzen zu verbringen. Deshalb lehnt er sich nach vorne, um seine Hände auf den Boden stützen zu können. Dann macht er seine Beine gerade - erneut grunzend und die Zähne zusammenbeissend -... Und stemmt sich ganz langsam nach oben, bis er steht. Zwar schwankend, aber auf seinen Beinen. Auf Gewohnheit wirft er seinen Kopf in den Nacken, um seinen Schopf nach hinten zu befördern; derzeit eine verschwendete Bewegung. "Aaaaaah... Verdammt...", murmelt er leise und beugt sich wieder nach vorne. Seine Sicht verschwimmt ein wenig und er hat das Gefühl, etwas ganz Wuseliges im Magen zu haben - und es möchte heraus.

Eine Schande, das er nicht alleine ist und sich in seinem Elend suhlen kann. Akira hat offensichtlich die ekligen schwarzen Wurzeln vertilgt. "Mehr kann ich nicht tun.", sagt er nun etwas lauter und taumelt ein paar Schritte in Richtung des Sees. "Die Wurzeln entziehen das restliche Mana vollständig und stoppen den Manabrand. Das ist besser, als nichts zu tun und nie wieder Magie wirken zu können." Der Elf gerät ins Straucheln, aber anstatt hinzufallen, sinkt er nur auf beide Knie. Er muss ins Wasser kommen, aber in Kürze auch wieder heraus, bevor das kühle Nass ihn schwächt. Bis er genügend Schmalz in den Knochen hat, um sich zu heilen - oder dafür zu sorgen, dass es jemand anders tut -, muss er auf sich aufpassen.

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jul 10, 2018 8:08 pm

Noch während Tarinax sprach, bekann sich die Auswirkung der Schwarzwurzeln auf ihren Körper auszuwirken. Ihr fröstelte und lief ein kalter Schauer den Rücken hinab. Es war, als würde ihr Geist und jede Leylinie ihes Körpers ausgesaugt werden. Es war nicht wirklich eine Schwäche die sich in ihr breit machte, sondern... nichts. Eine unbekannte Leere legte sich dumpf um sie und ließ sie die brennenden Schmerzen zurückwünschen. Auch wenn sie wusste, dass dies hieße sie würde irgendwann auf jede Magie verzichten müssen. Ihr Körper indess erholte sich langsam von der Schwäche und ließ das unkontrollierte Zittern ein wenig nachlassen. Stattdessen legte sich eine unglaublich depressive Stimmung über ihren Geist. Der Verlust des Manas dämpfte auch ihre spirituelle Feinfühligkeit immens, sodass die Kommunikation mit Lumesehyrr für den Moment unmöglich machte. "Verstehe...danke.", murmelte sie nur halb so laut wie sie wollte.

Ein leises Rascheln und ein dumpfes Geräusch lenkten ihre Sinne erst wieder auf die Situation und sie blickte in die Richtung des Elfen, der mittlerweile wieder im Gras saß. Ein Stück weiter weg, wie da wo er vorher war. Er ist also aufgestanden ohne dass sie es wirklich mitbekommen hatte.
"Huh? Was habt ihr vor? Wartet, ich.. helfe euch." Sie konnte das wort helfen nicht mehr aussprech ohne an deren Bedeutung zu zweifeln. Dennoch bewegte sie sich schleppend auf Tarinax zu, ging leicht in die Knie und bot ihm Stützhilfe an, ohne seinen Rücken berühren zu müssen. Dann, ganz langsam, hieften sie sich dorthin, wo der Elb offenkundig hin wollte - zum See.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jul 10, 2018 8:26 pm

Tarinax tut es fast ein wenig leid, was er ihr mit den Schwarzwurzeln, deren Wirkung durch die ureigenste Magie der Einhörner noch verstärkt wurde, angetan hat. Aber ein ganz kleiner, schwacher Teil in ihm empfindet es als gerecht. Dieser Teil haucht aber nur ganz leise und wird von ihm schnell ignoriert.
Ignorieren kann er es aber nicht, dass die Grashalme, zwischen denen er kniet, ihn kitzeln - und die Blasen an seiner Rückseite berühren. Es ist schmerzhaft, aber die Betäubung durch diesen seltsamen Zauber und seinen Kräutern ist gut genug, um ihn nicht erneut gellend aufschreien zu lassen. Sein Atem stockt dennoch für einen Moment. Ein Hindernis ist das für ihn aber nicht - Tarinax versucht trotzdem nochmal, aufzustehen.

Erfolglos. Bis Beine neben ihm auftauchen, einknicken und sich an seine Seite drängen, um ihm als Hilfe zu dienen. Kurz schließt er die Augen, nickt aber leicht und hebt mühsam einen seiner Arme an, um ihn über Akiras Schultern zu legen und sich zaghaft an ihr festzuhalten. Mit ihrer Unterstützung kommt er jedenfalls wieder in die Senkrechte. "Ich danke...", sagt er leise und setzt sich langsam mit ihr in Bewegung.
Es hilft ihm dabei, die Besonderheit an diesem Ort im Auge zu behalten - die Überreste eines Turmes, die rund vier Meter aus dem See ragen und dennoch kaum verfallen aussehen. Fast so, als gäbe es diesen Fluss erst seit wenigen Wochen, auch wenn die Umgebung deutliche Anzeichen dafür gibt, dass sich diese Region seit Jahrhunderten nicht mehr verändert hat. Ein Turm, den er bereits erforscht hat - und seither dafür gesorgt hat, dass es ihm niemand gleichtut. Zumindest hofft er das. Es ist lange her, dass er die Schutzzauber erneuert hat...

"Ich muss in den See, um.. Mich abzukühlen. Aber nicht länger als fünf Minuten, sonst..." Er verstummt, den wahren Grund dafür nicht verraten wollend. Stattdessen taumelt er einen Schritt zur Seite und krallt sich nicht gerade zaghaft in den Oberarm seiner jungen Schöpfung, damit er nicht erneut umfällt. "Danach müssen wir liegen. Warm, sonst kühlen wir aus..." Er weiss gar nicht mehr, ob sein erschaffenes Feuer noch brennt. Und ob er ein neues erschaffen möchte.

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jul 10, 2018 9:20 pm

"Okay...", murmelte Akira stirnrunzelnd, als er den Elben in Richtung des Sees hiefte. Mehr als einmal hatte sie Sorge um seinen Halt, wo sie ihren im zugewandten Arm nicht um ihn schlingen wollte, weil sie sonst zu viel Druck auf die verbrannte Stelle ausübte. Aber, wie durch ein Wunder schaffte sie es ihn dahin zu bringen, wo er sich hin wünschte. Langsam, ganz langsam ging sie in die Knie und atmete erleichtert aus, als sie den Elben so ins kühle Nass hiefen konnte und seine Last nicht mehr auf ihren Gelenken spürte.

So hatte sie einen Moment zum durchatmen, verkniff sich aber selbst ins Wasser zu steigen, selbst wenn die Sehnsucht riesig war. Sie wusste, würde sie jetzt dort hineinsteigen, würde sie vermutlich langezeit nicht mehr heraus kommen. Und Tarinax wollte.. warum auch immer, nur 5 Minuten haben. Sie würde sich die Frage für einen besseren Moment aufheben, gerade wollte sie ihm lediglich einen Gefallen tun. Um ihm die nötige Ruhe zu verschaffen, lenkte sie ihren Blick auf den friedlich schlummernden See vor sich. Es beruhigte ihren Geist allein mit sinem Anblick ein wenig. Nun fiel ihr auch der Turm auf, der unweit vom Rand empor lugte. Ein wenig verstörte sie der Anblick, denn das Gemäuer war viel zu sauber dafür, dass es schon länger dort sein müsste. Würde sie nicht auf Tarinax Acht geben müssen, würde ihre Neugierde sie sicherlich in die Mitte des Sees führen, dieses Bauwerk wollte sie einmal genauer betrachten. Und von dort hätte man sicher ein schönes Panorama über den See.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jul 11, 2018 5:07 pm

Eine tiefe Müdigkeit beginnt ganz allmählich, sich in dem Elfen breitzumachen. Die allen Elfen innewohnende, höchst seltsame Eigenschaft, nach schweren Verletzungen in einen Heilschlaf zu verfallen, aus dem sie kaum zu wecken sind und lediglich manchmal genügend Bewusstsein haben, um gefüttert oder getränkt zu werden. Normalerweise zieht sich ein Elf für einen solchen Fall zuerst zu seinen Artgenossen oder in ein sicheres Versteck zurück, aber beides ist nicht gegeben. Also stellt sich sein Körper auf das Gewissen ein, dass zumindest eine bekannte, vertraute Person in der Nähe ist, und schaltet ganz langsam ab.

Das ist auch einer der Gründe, warum sich der Weg zum See so schwierig gestaltet. Ihm ist, als würde er leicht wegnicken, und dann gerät er wieder ins Straucheln. Irgendwie schaffen die Beiden es dann aber doch, das Wasser zu erreichen, und er wird so abgesetzt, dass er bis zur Brust im Wasser sitzt. "Aaaaah...", macht er leise und muss der Versuchung widerstehen, nicht einfach unterzutauchen. Der Elf zweifelt daran, dass er ohne Hilfe wieder hochkommt.

"Danke, Akira. Ohne Eure Hilfe hätte ich den See wohl erst morgen erreicht...", sagt er noch immer mit rauher Stimme und schöpft mit der hohlen Hand zuerst etwas Wasser, um es zu trinken. Dann beginnt er sehr vorsichtig, sich zu waschen. Unter dem Reiben seiner Hand brechen die verschmorten Spitzen seiner Haare ab und hinterlassen eine verwegene Kurzhaarfrisur, die kein Stück zu ihm passt. Auch versucht er, die Blasen - oder jene davon, die aufgeplatzt sind - zu säubern, damit sie sich nicht entzünden. All das macht er sehr langsam und bedächtig. Nicht nur, weil er sorgfältig sein möchte - sondern auch, weil er zwischendurch immer wieder aufzischt, um einen Schmerzimpuls zu unterdrücken.

Und nach fünf Minuten, die er sich genommen hat, um das Gröbste zu erledigen, hebt er dann beide Arme hoch. "Akira... Bitte helft mir heraus. Dann muss ich mich hinlegen", bittet er zaghaft. Wenn man genau hinschaut, dann kann man bereits sehen, wie an seinen Händen die Haut bereits beginnt, bläulich zu schimmern. Er verträgt kaltes Wasser überhaupt nicht.

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jul 11, 2018 8:39 pm

Akira versuchte krampfhaft dem Drang zu widerstehen, ihm auch beim Waschen Hilfe zu leisten. Sie wollte sich allerdings nicht aufdrängen und hatte das Gefühl, sie hätte ihm andernfalls die halbe obere Hautschicht komplett abgerieben. Es schmerzte Tarinax doch sichtlich, schon so deutlich, dass sie den Schmerz förmlich selbst erlebte. Also wandte sie den Blick unverwandt in Richtung der Burg und wartete die 5 Momente, die der Elb mit seiner Körperpflege beanspruchte. Lediglich die Fingerspitzen glitten sehnsüchtig kurz ins kühle Nass, dessen lindernden und wohltuenden natürlichen Zauber sie sofort in Form einer Gänsehaut aufnahm. Es war wirklich kalt, wenn man bedachte dass sie einen Teil seiner Hitzeschmerzen übernommen hatte um ihm zu helfen.

Dann vernahm sie aber bereits die zaghafte Frage des Ledierten und sah wieder auf das Elend vor ihr. Der Anblick wurde wahrlich nicht besser, im Gegenteil. Allein sein Anblick brachte sie zu einem schuldigen und mitfühlenden Blick mit schiefen, leichten Lächeln.
"Natürlich.", bestätigte sie sein Anliegen, richtete sich unter eigenen Schmerzen wieder auf und half dem Elben hinaus. Dabei war sie bedacht, den Blick geradeaus zu halten. Er war nackt. Ein wenig war sie verwundert über die raschen Unterkühlungsmerkmale, aber sie schloss hieraus lediglich seine Angeschlagenheit.

Schritt für Schritt geleitete sie Tarinax zurück zum kleinen Lager. Das Feuer glimmte noch leicht und die beiden Einhörner warteten bereits ungeduldig. Kurz ließ Akira den Blick wandern, stellte fest dass es noch keinen geeigneten Schlafplatz gab. Und da brauchte wer dringend Wechselkleidung.
"Schön festhalten. Wartet einen Moment", befahl sie mit weicher, leicht abgebrochener Stimme und übergab der Stute ihren Meister, um beide Hände frei zu haben. Rasch waren die Decken zusammen gelegt und auch ein Wandermantel aus der Pferdetasche gezogen, den sie bei ihrer Rückkehr dem größeren der Beiden mit etwas Umständlichkeit um die Schultern legte und dann erneut Stütze bot.

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Jul 12, 2018 8:52 pm

Tarinax nutzt die Zeit im Wasser, um die langsam wieder arbeitenden Gedanken kreisen zu lassen. Er hat sich mittlerweile genügend an das Niveau seiner Schmerzen gewöhnt. Er ist zwar nach wie vor zu schwach, um viel allein zu tun, aber immerhin klappt das Waschen schon ganz gut - auch, wenn ihn die leichte Reflektion seines Gesichts - und damit seines ruinierten Haares - deprimiert.
Sie haben die Begegnung mit Daerec überlebt. Und mit ihm war definitiv etwas nicht in Ordnung. Alleine hätte er, trotz Dunkelstahl und dem Ring der Helfenden Hand, den er am Finger des Werwolfes gesehen hat, niemals den Weg nach Darka gefunden. Das heißt, dass ihm irgendjemand geholfen haben muss. Aber wer? Und wie lange ist es her? Warum war der Werwolf so viel stärker als vor zwei Jahrhunderten?
Dass Daerec es früher war, ist kein Wunder. Da war er noch Ereb, ein einfacher Waldelf und Magier, und nicht Tarinax, der Gott des Willens. Dennoch hätte das Biest jetzt niemals mit ihm mithalten können... Es sei denn, es hätte die Unterstützung eines Gottes. Auf Darka gibt es nur einen, der sich mit so etwas einlässt... Tarinax schürzt die Lippen. Das kann er irgendwie nur schwer glauben.

Seine Zeit im Wasser und mit seinen Gedanken ist jedoch herum, und er klammert sich erneut mit einem Arm an Akira fest, damit er nicht umfällt. Jetzt funktioniert das gemeinsame Gehen aber schon besser. Nicht nur, weil Akira sich daran gewöhnt hat, ihn zu stützen, sondern weil es ihm tatsächlich etwas besser geht. "Entschuldigt, dass ich Euch nass mache... Wechselkleidung für Euch habe ich auch dabei...", murmelt er dabei fast schläfrig und trippelt zusammen mit ihr zurück zu dem Zelt, welches er in der Nähe des Feuers aufgebaut hat. Wenn er richtig sieht, dann stehen dort seine treuen Einhörner und blicken ihm entgegen. Seine Lippen kräuseln sich zu dem leichtesten Lächeln - und dann wird er zu seiner Überraschung auch schon bei Lady Vox abgeladen.

"H-hey..." Er hält sich mühsam am Rücken der Stute fest, die zaghaft ihren Kopf an seine Seite drückt und ihrem Herrn so ein bisschen der Wärme schenkt, die er jetzt so dringend braucht. "Besten Dank, Mylady..." Mit etwas zitternder Hand streicht er über das glänzende Fell... Und das beruhigt ihn irgendwie. Zu viel. Sein Kopf kippt nach vorne und seine Augen fallen auf halb 8 - beinahe holt ihn der Schlaf ein, den sein Körper so dringend benötigt. Lediglich Akiras Rückkehr - und die Tatsache, dass sie ihm rauhen Stoff umlegt und damit Schmerzen in ihm auslöst, die er sich verbeissen muss -, holt ihn genug zurück ins Bewusstsein, dass er ihre Hilfe erneut annehmen kann.
Gemütlich tapst er mit ihr zu ihrem Unterschlupf, die Stute im Nacken, und legt sich zu den Decken, wohlweisslich auf den Bauch, der nicht verbrannt ist. "Besten Dank für Eure Hilfe, Akira. Aber Ihr müsst mich nun entschuldigen. Ich kann dem Heilschlaf nicht länger entkommen... Gute... N-zzzzzzzzzzzzzzzzzz"
Kaum liegt er, da schaltet sein Körper einfach ab und seine Seelenspiegel schließen sich entgültig. Schlaf, kostbarer Schlaf, der seinem Körper die Energie zurückbringen wird, sich wieder zu heilen und die Reise fortzusetzen. Aber er kann nicht abschätzen, ob er jetzt eine Nacht durchschläft... Oder eine Woche. Gerade kann er gar nichts mehr abschätzen - der Heilschlaf ist wie ein Koma, und sein Körper wird nur schwer wieder zu wecken sein. Es gibt lediglich Phasen im Tag, indem er leicht genug schläft, um etwas zu essen oder zu trinken. Ohne es mitzubekommen.

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Umbra

avatar

Weiblich Anzahl der Beiträge : 13473
Ort : Mal hier mal dort

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Sa Jul 14, 2018 6:32 pm

Ein wenig erleichtert sackte Akira zusammen. Zwar wusste sie nicht, dass Elfen einen Heilschlaf hatten, kannte diesen jedoch sehr wohl von Droiden. Damit waren sie in der Lage selbst eine Nahtoderfahrung zum Guten zu wenden. Der letzte den Sie kannte schlief 400 Jahre und war danach lediglich mit Narben gezeichnet.

Ein warmer Hauch im Nacken ließ Akira jedoch hoch blicken. Es war Lady Vox, die nach der Aufmerksamkeit der jungen Frau suchte. Wie auch immer das Tier es schaffte, aber in Akira tauchte unweigerlich ein Satz auf. Sie soll sich ausruhen, Vox übernimmt Ereb. Kurt danach ging die Stute bereits in die Knie und schmiegte sich an den Körper des Schlafenden, gefolgt von Lord Vyemm. Und erst da erkannte Akira, dass sie tatsächlich erschöpft war. Unweigerlich wanderte ihr Blick zurück zum See, der immer noch eine merkwürdige Anziehungskraft auf sie auswirkte. Nun hatte sie die Zeit, den Spirit des Wassers anzurufen und sich ihrer Erschöpfung berauben zu lassen. Also wankte sie auf, schlich zum See hinüber und ließ nur ihre Oberkleidung am Rand zurück. Dann glitt sie lediglich noch in ein helles Leinenkleid gehülltes Unterkleid hinab, tauchte unter und übergab sich den tröstenden Schwingungen des Wassers.

Es dauerte nicht lange, da hatte Akira erneut an Kraft gewonnen, durch die gegenwärtigen Elementare. Dann konnte sie sich ja endlich dem widmen, was ihr bereits zuvor ins Auge gefallen war: Eine viel zu gut aussehende Turmruine. Die Mauern waren vom Wasser aus nicht erklimmbar und der einzige Eingang lag unterwasser. Sie wandte den Blick kurz ab, zum Land. Aber sie sah nur ein ruhiges Bild, spürte keine Gefahr. Nun gut dafür war sie sicher noch nicht gut genug wiederhergestellt. Aber dennoch war es genug um sie vor einem unguten Gefühl zu bewahren. Beherzt sog sie also die Luft tief in ihre Lungen und tauchte zu dem zuvor bemerkten Torbogen. Tatsächlich war das Fallgitter an einer Stelle breit genug beschädigt um sich mit etwas Druck hindurchzuquetschen. Die Aktion kostete sie wertvolle Luft, weswegen sie hindurch geschwommen erleichtert wieder an die Oberfläche gelangte und sich aus dem Wasser robbte. "Huff, warum wollte ich nochmal hierher anstatt mich weiter auszuruhen?", murmelte sie vor sich hin und ging dem mittig aufragendem Turm entgegen. Vom Nahen sah er beeindruckend aus. "Ah... ja, deswegen". Sie schmunzelte, ehe sie merkte dass sich um sie herum die Umgebung veränderte...

____________________________________
Time waits for no one.
Nach oben Nach unten
Alra



Anzahl der Beiträge : 138

BeitragThema: Re: Imber Cinis   Gestern um 9:10 am

Tarinax schläft tief und fest und ist erst einmal nicht wachzukriegen. Und Akira geht ihrer Neugierde nach, wie ihr Schöpfer es einst auch tat, als er hier rastete. Auch er schwamm durch das goldene Portal, kam irgendwie hindurch und war froh, dass es innen im Komplex zwar abgestandene, aber atembare Luft gab.
Auch ihn packte die Ehrfurcht, als er das Interieur aus Gold und weissem Marmor entdeckte, welches aussah, als wäre das Gebäude gestern erst fertiggestellt worden. Der Zahn der Zeit hat vielleicht an der Umgebung genagt, aber nicht an diesem Tempel.
Er hat damals die schönen Wandmalereien gesehen, die ihre ureigene Geschichte erzählen - die Geschichte von Wesen, die jedes Kind heute als gutes Omen kennt. Von Engeln.
Und auch er ist den schrägen Turm hochgeklettert und musste sich am Geländer festhalten, um überhaupt hochzukommen.

Und dann ist da dieser Portalraum, weit oben im Turm. Zwei Portale standen hier. Eines war aus strahlendem, polierten Gold, und das andere war aus genauso auf Hochglanz polierten Ebenholz. Alles wirkt so, als wäre dieser Tempel ein Überbleibsel einer längst untergegangenen Zivilisation. Und ganz der Entdecker nähert man sich natürlich den Portalen und merkt plötzlich einen übermächtigen Sog. Erst ganz langsam, dann immer stärker... Und dieser Sog zieht einen zwischen die Portale, zieht einen in unendliche Schwärze, zieht einen in eine andere Zeit...

Und spuckt den Entdecker - oder die Entdeckerin, in diesem Fall - am selben Ort wieder aus. Der Unterschied ist, dass sie hier nicht alleine ist. Viele Gestalten schwirren in dem Raum herum und tun unterschiedliche Dinge. Malen, polieren... Die Fremde bemerken. "Schon wieder? So einer kam gestern doch erst an. Irgendetwas stimmt wohl mit den Portalen nicht..." "Ach, das bildest du dir ein. Es ist eben schwer, die Portale in den Himmel und die Unterwelt aufrechtzuerhalten. Selbst für uns." "Da hast du wohl Recht... Aber wir sollten trotzdem helfen." Zwei grauberobte Gestalten gehen auf die junge Frau zu und hocken sich neben ihr auf den Boden. Grauberobte Gestalten, die sehr ungewöhnlich aussehen... Nicht nur ihre Kleidung, sondern auch ihre Haut ist grau. Und ihre Augen... Das Eine ist so golden wie das Portal, geschmolzen und freundlich... Und das Andere ist blutrot und sieht einfach nur... Dämonisch aus. Wie von jemandem, der besessen von einem Blutrausch ist.

"Hallo. Du hast den Tempel der Nephilim erreicht. Du siehst echt fertig aus. Können wir dir helfen? Wasser? Fleisch? Das Spitzohr fand unser Büffelfilet ganz toll. Wir haben noch etwas...."

____________________________________
Damnata, invisus, ubique, ab omnibus, ad infinitum.
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Imber Cinis   

Nach oben Nach unten
 
Imber Cinis
Nach oben 
Seite 6 von 6Gehe zu Seite : Zurück  1, 2, 3, 4, 5, 6

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
 :: Der Zentralkontinent-
Gehe zu: