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 Imber Cinis

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Umbra

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Sa Jul 25, 2015 10:11 pm

Hätte Tarinax es nicht bei der ersten Erklärung belassen können? Ihr Gesicht verzog sich immer weiter, je mehr der Elf den Vorgang der Fertigung beschreiben musste.
"Ähm, ja. Bitte.", stammelte sie nur und fing die Decke viel zu spät auf.
"Ich bin schon gespannt wie diese Klinge sich im Kampf schlägt.", versuchte sie sich wieder mit ihrer typisch stolzen und zuvorkommenden Art zu retten und warf sich die Decke über die Schulter wie einen Sack Getreide. Er hatte das Schwert also selbst geschmiedet. Und sogar einen Gott getötet, der ihn selbst göttergleich machte? Und sie dachte, das wäre er erst geworden nachdem er zu einem Avatar wurde. Aber scheinbar gehörte das eine nicht gleich zum anderen und gab Tarinax selbst auch nicht die Stellung eines Gottes, wodurch die Bezeichnung 'göttergleich' für sie an Wirkung verlor. Dann jedoch fiel ihr jäh etwas ein.
"Tarinax? Ihr sagtet, ich solle Bescheid geben, wenn ich noch irgendetwas benötigen würde." Sie kam wieder zu ihm und sah ihn geradewegs, schon fast auffordernd an.
"Wissen. Mir wurde euer System etwas näher gebracht. Wer Salias und die anderen Nebelgötter waren. Wer der Schöpfer war. Aber was hat es genau mit dem Tribunal auf sich? Wann wird man dort vorgeladen mit welchen Auswirkungen? Wenn ihr dorthin geht- in wie weit darf ich folgen, wie soll ich mich verhalten? Das ist die einzige Vorbereitung die noch von Nöten wäre. Ebenso wie eine Hilfsstellung für die ersten Schritte in der Kunst des Kampfes sowohl mit Magie, als auch mit ihm." Dabei nickte sie kurz zur Lanze hinauf, die ihr ebenfalls über der Schulter lag. Sie hoffte nur, sie würde Tarinax nicht schon wieder sofort überfordern, auch wenn es ihm sichtlich besser ging und seine Hautfarbe das nur bezeugen konnte.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Jul 26, 2015 10:25 am

Tarinax fällt es schwer, sein Amusement nicht auf seinem Gesicht widerspiegeln zu lassen, als Akira ihre Abneigung so zur Schau stellt. Also gibt es auch Dinge, die gegen ihren Geschmack gehen!
"Nicht nur Ihr. Auch, wenn ich hoffe, dass ich es niemals in einem ernsthaften Kampf einsetzen muss - für meinen Geschmack ging es mir schon zu oft um Leben und Tod." Tarinax seufzt ein wenig und befestigt sein Schwert erneut an seiner Kleidung - heute wird es nicht mehr benötigt. Er blickt ein letztes Mal durch den Raum und versucht, zu prüfen, ob eine seiner Waffen einen offensichtlichen Mangel hat, den er ausbessern könnte. Scheinbar bekommt er so allerdings nichts mehr zu tun, also dreht er sich zur Tür, schon planend, den heutigen Tag für sich abzuschließen und wieder schlafen zu gehen. Akira scheint das Ganze aber ein wenig anders zu sehen, deshalb dreht er sich ihr erneut zu, darauf wartend, was sie denn noch braucht.
Ah. "Sind, Akira. Der Schöpfer und die Nebelgötter sind, und das werdet Ihr bald selbst bezeugen können, wenn Ihr mit mir vor das Nebeltribunal tretet. Jenes wird einberufen, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, die mehr als eines der fünf Reiche betreffen. Und die Entscheidung, wie mit mir weiter verfahren wird, betrifft ganz Darka, ist also ganz folgerichtig eine Angelegenheit für das Tribunal." Tarinax lässt seine langen Finger knacksen und lächelt Akira ein wenig müde an. "Und wie Ihr Euch verhalten solltet... Ihr dürft laut Protokoll als meine Zeugin dem Tribunal beiwohnen. Das heißt allerdings nicht, dass Ihr sprechen solltet, wenn Ihr nicht explizit nach etwas gefragt werdet. Schließlich werdet Ihr einer Hand voll Göttern gegenüberstehen."
Kurz schweift sein Blick zur Blitzlanze, aber er schüttelt sachte den Kopf. Dazu ist es zu spät. Deshalb wendet er sich wieder der schweren Metalltür zu und schwingt sie auf, damit sie den Raum verlassen können. "Für einen Übungskampf bin ich heute allerdings nicht mehr in der Lage und muss Euch auf morgen vertrösten. Ich denke, ich habe auch noch etwas, was Euch das Wirken der Magie in Darka erleichtern dürfte." Er bleibt neben der Tür stehen und deutet mit seiner Hand nach draussen. "Gute Nacht, Akira."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Jul 26, 2015 1:05 pm

Akira nickte und verneigte sich leicht. "Natürlich. Ich wollte euch auch nicht die Nacht behelligen und um euren Schlaf bringen." Sie lächelte leicht. "Gute Nacht, Tarinax."
Mit diesen Worten wandte sie sich ab und schlenderte gemütlich den Weg zurück, den sie gekommen waren. Dort angekommen warf sie die Decke zurück aufs Bett und setzte sich auf die Bettkante. Sie hielt immer noch ihre neue Waffe in der Hand und musterte sie nun eingehend. Natürlich, die Waffe hatte nur die Essenz intus und keinen Elementar lebendig an die Waffe gebunden, sodass ein unausgesprochener Packt zwischen Waffe und Besitzer geschmiedet werden musste. Dennoch beruhigte sie die Art der Spannung, die von ihrer Waffe ausging. Immerhin war sie eine Sha'lou und damit den Elementen nahe verbunden.
Sie überlegte kurz. Wog die Waffe erneut zwischen ihren Händen und entschied, dass sie noch wach genug für eine eigene kleine Trainingseinheit war. So konnte sie auch testen, ob sie sich nun wieder komplett im Griff hatte, auch wenn sie bereits davon ausging.
So verbrachte sie eine Stunde mit Grundübungen, versuchte auch komplizierte Bewegungen um ihren eigenen Körper richtig einschätzen zu lernen. Und erst als sie zufrieden mit ihren Beobachtungen war, gönnte sie sich wenige Stunden Schlaf, ehe die ersten Sonnenstrahlen den nächtlichen Himmel vertreiben würden.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Jul 26, 2015 6:21 pm

Tarinax erweist Akira ebenfalls den Respekt einer leichten Verneigung und wartet, bis sie die Waffenkammer verlassen hat, bevor er die Tür wieder ins Schloss fallen lässt. Er hält noch inne, bis sie um eine Ecke verschwunden ist, dann macht er sich ebenfalls wieder auf den Weg in seine Kammer. Ganz im Gegensatz zu der Sha'lou hält er sich aber nicht mit irgendwelchen Übungen auf, sondern entledigt sich seiner Waffe und Robe und lässt sich in das Bett fallen. Es war für ihn ein unglaublich harter Tag, auch, wenn er die Auswirkungen der Geschehnisse noch gar nicht ganz begreifen kann. Kein Wunder, dass keine Minute vergeht, bevor ihn der Schlaf übermannt und bis lange nach dem Sonnenaufgang nicht mehr freigibt.~

Sobald Tarinax jedoch aus seinem Totenschlaf erwacht, den nicht einmal die Hausdiener bekämpfen können, ist er ein Bündel von Energie. Er kramt in seinem Schrank herum, um einige alte Besitztümer hervorzukramen. Darunter auch sein weisser Überwurf mit den schützenden, grünen Lederbeschlägen auf der rechten Schulter, den er wohlweisslich der späteren Übungen anzieht. Darüber seine tiefblaue Robe mit dem goldenen Phönix auf dem Rücken, die er geschenkt bekam, als er den Namen Tarinax annahm. Seine Waffe befestigt er an einem Gürtel, der seinen Überwurf abschließt - die Robe weisst entsprechende Schlitze an den Seiten auf. In dieser Montur verlässt er seine Gemächer und macht sich auf den Weg in den Innenhof. Er hat keinen Appetit, und es ist der logischste Treffpunkt für die Übungen, die Akira vorgesehen hat. Deshalb setzt er sich auf eine der Bänke, die in der Nähe des Denkmales stehen, und wartet auf seinen Schützling.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Jul 26, 2015 8:35 pm

Akiras Schlaf dauerte doch länger an, als sie es angenommen hatte. Die Sonne musste erst in ihr Fenster, genau auf ihr Bett scheinen, ehe sie leicht benommen vom letzten Tag die Augen aufschlug.
"Uhrg ich glaube ich habe es doch etwas übertrieben.", murrte sie und versuchte sich aufzusetzen. Ihr Kopf fühlte sich so an, als wäre sie nicht nur schlaftrunken, sondern richtig trunken vom letzten Abend gewesen. Es war wohl doch etwas viel für die ersten Stunden gewesen, vor allem wo sie bereits einmal zusammengebrochen war. Kurz rieb sie sich den Kopf, verdrängte das unwohle Gefühl und machte sich mit einer Katzenwäsche fertig, wobei sie ein Lied in der Sprache der Drachen sang, welches dem Körper half sich durch die Manaströme um sich zu stärken. Ursprünglich war es ein Lied, welches angestimmt wurde vor einer großen Schlacht, um Herz und Seele zu stählen und das maximale aus seinem Körper holen zu können. Ihr half es nun wenigstens insoweit, dass sie kein schummriges Gefühl mehr hatte und ihre Gedanken klar wie Eiskristall waren.
Dann kam ihre Motivation völlig von selbst zurück, sie griff sich ihre Lanze, schulterte sie elegant und trat hinaus in Freie, um die Sonne zu genießen, ehe sie Tarinax aufsuchen wollte.
Zu ihrer Überraschung jedoch, fiel ihr der Elb bereits auf der Türschwelle auf und lief zu ihm herüber. Seine Tracht stach ihr sogleich ins Auge. Er wirkte wie eine andere Persönlichkeit. Autoritärer, eleganter. Und wenige wie ein jahrhunderte alter Mann, der langsam müde wurde.
"Einen wundervollen guten Morgen wünsche ich, werter Herr.", begrüßte sie ihn munter und verneigte sich wie immer höflich vor ihm. Dabei wollte ihr der Speer kurz von der Schulter rutschen, was sie mit einer leichten Drehung gerade so verhindern und verschleiern konnte. Zumindest hoffte sie das.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   So Jul 26, 2015 9:20 pm

Der Elf schließt seine Augen und geniesst die Sonnenstrahlen, die ihm ins Gesicht strahlen. Das Unwetter vom gestrigen Tag hat sich glücklicherweise verzogen und es herrschen beste Bedingungen für einen Tag harter Arbeit. Oder für einen nervenaufreibenden Tag des Trainings. Mit einer beiläufigen Armbewegung streift er die Kapuze seiner Robe ab, damit die Sonnenstrahlen von seinem silbrigen Haar zurückgeworfen werden - aber auch, damit Akira ihn erkennt, sobald sie hier aufkreuzen sollte. Und gerade, wo seine Gedanken zu ihr schweifen, hört er hinter sich schnelle Schritte. Scheinbar bleibt ihm nicht viel Gelegenheit dazu, seine müden Knochen auszuruhen.
Langsam erhebt er sich von der Bank und dreht sich um, gerade rechtzeitig, damit er Akiras Begrüßung ihr zugewandt hört. Für einen Moment blickt er sie starr an, dann verziehen sich seine Mundwinkel zu seinem üblichen leichten Lächeln. "Zum Gruße, Akira.", begrüßt er sie und kopiert ihre Verneigung, bevor er seine linke Hand unter seine Robe schiebt und etwas zu suchen beginnt. Dabei blickt er kurz nach unten, weshalb er das Missgeschick seines Schützlings übersieht. Nach ein paar Augenblicken hört das Tasten unter dem Stoff auf und er blickt Akira wieder an. "Legt den Speer bitte erstmal auf die Bank. Wir fangen mit der Ertüchtigung des Geistes, also der Magie an, bevor wir versuchen, uns zu erstechen." Er erlaubt sich ein Glucksen ob seines kleinen Scherzes, und zieht dann ein in Leder gebundenes Buch hervor. Der Umband sieht sehr abgenutzt aus, das Papier allerdings wie neu.
"Magie funktioniert hier anders als in anderen Welten. Zur Ausübung werden für gewöhnlich sowohl eine entsprechende Geste als auch ein Zauberspruch gebraucht, der ausgesprochen werden muss. Adepten können die Gesten weglassen, während ein Meister auch nonverbale Zauber wirken kann, gänzlich ohne Gesten oder Worte.
Da wir allerdings keine Zeit haben, werde ich Euch ein Artefakt ausleihen, welches ich zu Beginn meiner eigenen Reise in Darka geschenkt bekam. Hier." Tarinax streckt Akira das Buch hin und wartet, bis sie es ihm abgenommen hat, bevor er seine Ausführungen weiterführt. "Dieses Buch enthält viele Zaubersprüche, die sowohl im Alltag, als auch im Kampf nützlich sind. Ich habe es vor einigen Jahren in unsere Sprache übersetzt. Wenn Ihr dieses Buch in der Hand haltet und einen Zauberspruch wiederholt vorlest, leuchtet jener auf - und Ihr könnt ihn wirken, ohne die Geste zu kennen. Die Stärke hängt von der Menge an Thaums ab, die Ihr verwendet - und ist natürlich nicht so stark, als würde der Zauber auf normale Weise gewirkt. Aber es spart uns jahrelanges Training ein, um aus Euch einen passablen Magier zu machen."
Nun geht der Elf ein paar Schritte zurück und verschränkt die Hände vor seinem Bauch. Kurz wendet er den Blick gen Himmel, dann nickt er Akira auffordernd zu. "Probiert es ruhig. Wirkt auf diese Art irgendeinen Zauber. Ihr dürft mich als Zielscheibe verwenden, damit wir nichts Anderes zerstören - ich werde Eure Magie abblocken."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Jul 27, 2015 4:11 pm

Akira hörte den Worten ihres Lehrmeisters aufmerksam zu. Sie zog seine Worte nicht erst in Zweifel, sodass sie das Buch ohne groß nachzudenken aufschlug, eine zufällige Seite auswählte und den Zauber ab las. Und weil sie in ihrer Heimat zauber weben musste, anstatt irgendetwas namens 'Thaum' zu verwenden, hatte sie die Kontrolle noch nicht darüber, wie viel sie davon nutzen sollte. Stattdessen ließ sie sich von den Worten und der umliegenden Magie leiten und ließ einen gewaltigen Flammenwall um Tarinax bis gen Himmel züngeln, sodass selbst sie rückwärts stolperte und auf dem Boden landete. Mit dieser Intensität hatte sie nicht gerechnet, die sie von den Füßen holte. Als hätte sie gerade einen Marathonsprint hingelegt ging ihr Atem keuchend und sie sah Tarinax gleichermaßen entgeistert, als auch fragend an. Die Zufriedenheit, einen relativ starken Zauber gewirkt zu haben und nicht nur eine kleine Flamme versuchte sie zurück zu halten. Im richtigen Kampf hätte sie nun unkontrolliert vielleicht die Gunst dem Gegner überlassen einen finalen Schlag zu setzen.
"Ich... glaube das mit dem Thaum musst du noch einmal näher erklären.....", gab sie kleinlaut von sich und klappte das Buch zu.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Jul 27, 2015 7:05 pm

Tarinax ist zufrieden damit, dass Akira ihm so aufmerksam zuhört und gleich einen Versuch unternimmt, das Buch zu verwenden. Doch der erste Versuch schlägt offensichtlich fehl. Sobald er das erste Zucken der Flammen vernimmt, hebt er seine Hand, noch bevor ihn die Flammmenwand umschließt, um einen Schild zu errichten. Diesen Schild hält er so lange aufrecht, bis die Flammen von selbst erlöschen und die grünliche Blase um ihn herum noch sichtbar ist. Interessant. Die Stärke dieser Flammen beweist ihm, dass sie selbst für größere Zauber ausreichende Manareserven besitzt. Aber auch mangelnde Kontrolle zeigt sich deutlich.
"Ich fürchte, das muss ich tatsächlich. Aber macht Euch keine Sorgen; Ihr werdet das schon noch hinbekommen." Der Elf schmunzelt ihr zu und schließt die Entfernung zu ihr mit ausladenen Schritten. "Ein Thaum ist eine Einheit, um das Mana zu messen. Ein Thaum ist die Menge an Mana, die benötigt wird, um eine Weinflasche einen Meter weit schweben zu lassen - oder um eine Kerze mit dem Finger anzuzünden. Ich gebe Euch etwas zu sehen, damit Ihr es Euch vorstellen könnt." Er macht eine beiläufige Handbewegung. Eine hohe Glassäule erscheint, die vollständig mit kleinsten Steinen gefüllt ist. Er deutet auf die Säule.
"Stellt Euch Euren Manakreislauf im Körper wie diese Glassäule vor. Sie ist gefüllt mit Mana - Thaums. Je größer Eure Manavorräte sind, desto mehr Thaums besitzt Ihr - und desto mehr Magie könnt Ihr wirken, ohne zu erschöpfen." Tarinax fischt mit zwei Fingern ein paar der Steinchen heraus und wirft sie in die Luft. Ein kleiner Feuerball entsteht. "Wenn Ihr sehr wenig Mana verwendet, sind die Ergebisse natürlich überschaubar. Wenn Ihr mehr Thaums verwendet..." Diesmal greift er mit beiden Händen in die Säule und wirft die ganzen Kiesel nach oben. Diesmal flammt eine große Flammenwand auf, ganz ähnlich wie der, die Akira erschaffen hat, um umschließt die Beiden. Tarinax erschafft sein Schild um sie herum und wartet, bis das verwendete Mana aufgebraucht ist. Dann geht er wieder ein paar Schritte zurück.
"Versucht, es Euch so vorzustellen. Nehmt nur ein paar Steinchen aus Eurer Säule und versucht es nochmal."

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jul 28, 2015 7:50 am

Akira sah Tarinax wenig begeistert an und überlegte. In ihrer Heimatwelt gab es so etwas nicht. Dort wurden Zauber gewoben, wo alles mit Mana durchflutet war. Es bedurfte nur der richtigen Verknüpfung der Fäden, ohne dessen Kontrolle man einen Wärmeschutzzauber zum eigenen Scheiterhaufen umfunktionieren vermochte. Hier jedoch kam die Quelle der Macht nicht aus der Umgebung, die verformt wurde. Nein, man schuf etwas aus sich heraus, musste etwas freisetzen. Und mit dem Beispiel der Kieselsteinen war Akira hierfür nicht begeistert. Steine waren plump, wenig elegant und zu schwer. Sie suchte für sich ein anderes Äquivalent, um sich ihrer... 'Reserven' bewusst zu werden. So schloss sie die Augen und versuchte ihre Sinne auf sich selbst zu richten. Dort waren keine Steine. Es war wie Wasser, das wollte sie so. Wasser ließ sich in dünnen Fäden leiten. Sie beschloss auf diesem Wege ihre Magie auszuüben. Indem sie das Mana nicht in der Welt vernetzte, sondern von sich ausgehend ihre Vorräte verwob. Dann öffnete sie die Augen wieder, diesmal fest entschlossen. Sie hob das Buch auf, welches immer noch auf dem Boden gelegen hatte, schlug es jedoch nicht auf. Sie wollte den selben Zauber erneut versuchen, dessen Spruch sie ja nun kannte. Ihn abzulesen war nicht mehr nötig. Sie atmete einmal tief ein und sagte die Formel erneut, wesentlich langsamer. Dabei verknüpfte sie die Worte mit ihrem Manahaushalt, ließ diesmal jedoch wissentlich der Funktionsweise nur wenig Mana hinaus gleiten. Es kostete sie tatsächlich mehr Willen diesen Strom auf die Art zu lenken, wo keine eigenständige Begrenzung existierte. Zu Hause hätte sich die Welt irgendwann gegen eine zu starke Veränderung gewehrt und sie es spüren lassen. Hier jedoch hatte sie keine Probleme damit ihr Mana erst zu zwei tanzenden Lichtbällen und dann zu sich windenden Schlangen umzuformen. Die Intensität jedoch schwankte stark, mal flackerten die Schlangen hell auf und drohten erneut in einer Feuerwand zu enden, mal hatte sie den Fluss zu stark gedämpft und das Feuer beinahe erstickt. Aber sie wäre nicht Akira, wenn sie sich mit diesem Ergebnis hätte zufrieden gegeben. Bis ihre Manareserven einen Tiefstand erreicht hatten versuchte sie, dieses Gebilde aufrecht zu halten. Erst, als es ihr für mehrere Augenblicke gelungen war und sie das Gefühl hatte diesen Manafluss von ihr ausgehend fühlen zu können ließ sie das Feuer gleißend hell verrauchen und atmete schwer aus.
So sehr wie sie bei dieser Aufgabe in Gedanken versunken war, hatte sie ihren Lehrmeister nicht einmal mehr wahrgenommen.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Aug 13, 2015 6:42 pm

Tarinax verschränkt die Hände im Rücken und geht ein paar Schritte um Akira herum, während sie sich auf ihr Inneres konzentriert. Und wie konzentriert sie aussieht. Es ist für ihn immer wieder amüsant, zu sehen, wie seine Schüler versuchen, dieses Konzept der Magiewirkung, wie sie in Darka funktioniert, zu verstehen. Und es ist später, wenn sie fortgeschritten sind, ebenso amüsant für ihn, sie danach zu fragen, wie sie es sich vorstellen; jeder Magier muss seinen eigenen Weg finden, das Mana zu visualisieren.
Doch als Akira das Buch wieder aufhebt und sich zum Zaubern bereitmacht, kehrt er brav wieder an den verabredeten Punkt zurück. Schließlich soll sie den Zauber auf ihn wirken können. Aber... Sie überrascht ihn. Anstatt dieser Flammenwand, die voher erzeugt wurde, erschafft sie eine Art... Schlange aus Feuer? Zwei sogar. Er kann sehen, dass die Kontrolle der Frau noch nicht so gut ist, aber alleine die Auswahl des Zaubers fasziniert ihn. Er als Elf, der seit über dreihundert Jahren Feuermagie wirkt, erkennt sofort die Anwendungsmöglichkeiten dieser 'Feuerschlangen'. Um den Anwender herumschwebend könnten sie herankommende Geschosse abfangen. Und wenn der Magier zum Angriff überwechselt, können sie genug Ablenkung sein, um ungestört zu einem vernichtenden Schlag auszuholen... Interessant.
"Ihr wart dort, wo Ihr herkommt, sicher in Magie bewandert, nicht wahr? Anders kann ich es mir nicht erklären, dass Ihr dieses neue Konzept so schnell verinnerlicht und bereits ein solches Maß an Kontrolle habt. Ich bin sehr zufrieden mit Euch, Akira." Tarinax neigt sein Haupt leicht und löst die Verschränkung seiner Hände. Seinen rechten Arm hebt er in die Höhe, während er die angestrengte Miene seiner Schülerin mustert. Zu gerne würde er ihr eine Pause gönnen, aber dafür haben sie keine Zeit. Abgesehen von einer kurzen Einführung in die Magie steht noch ein kurzes Waffentraining an. Und Reisekleidung, beziehungsweise Rüstung erwerben. Proviant. Pferde. Wegplanung.
"Wenn ich Euch darum bitten dürfte, das Buch wegzulegen und Eure Lanze hervorzuholen... Nach der Ertüchtigung des Geistes kommen wir nun zu etwas Bewegung." Tarinax dreht sich überraschend schwungvoll einmal um die eigene Achse - hebt dabei sogar zu einem Schwung ab und landet mit einem seitlichen Ausfallschritt wieder. Und während seiner Bewegung hat er eine gut zweieinhalb Meter lange Lanze beschworen, die aus Metall gefertigt ist - mit einem langen Stab und einer gut vierzig Zentimeter langen Klinge an der Spitze. Diese Lanze wirbelt er ein bisschen über seinem Kopf herum. Ein magischer Sinn kann erkennen, dass sich verschiedenfarbige Schichten um die Waffe legen; ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Elf seine Waffe mit einigen Zaubern belegt. Sobald er damit fertig ist, stemmt er den stumpfen Stab in den Boden und richtet sich auf.
"Wobei soll ich Euch helfen?"

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Aug 27, 2015 6:57 pm

"Bewandert in Magie und dem Verständnis für Welt und Elemente, welche uns alle bevölkern.", stimmte Akira der Vermutung Tarinax' zu und verneigte sich ebenfalls leicht, um ihn für sein Lob Dank und Respekt zu erweisen. Ihr wäre es lieber gewesen er hätte sie korrigiert, verbessert. Aber sie war sich ebenso dessen bewusst, dass er es sicherlich getan hätte, wenn ihre Künste ihn nicht für den Moment befriedigt hätten. Er wirkte zwar wie die Ruhe in Person, aber an seinen Augen mochte sie ablesen, dass etwas gehetztes in seinen Augen lag. Sie wollte sich zumindest sicher sein, dass es keine Reste des gestrigen Schocks waren, sondern dass sich diese Reaktion darauf bezog, dass er mit ihr schon bald aufbrechen wollte.
"Allerdings ist es ungewohnt so zu zaubern. Als würde man einem Schurken einen Bidenhänder zur Schlacht reichen." Sie verzog das Gesicht leicht, denn der Vergleich traf es. Sie mochte diese Art von Magie wenig, wo sie doch eins war mit den Elementen und diese hauptsächlich allein agierten und ihren Bitten entsprachen im Kampf. Man musste eins sein mit allem um das zu schaffen. Magie musste man nur für sich verinnerlichen auf diese Art.
Auf Tarinax Aufforderung hin legte Akira das Buch auf die Bank neben sich und fasste sogleich zum Speer. Sie atmete immer noch schwer, diese Magie wollte auch den Körper schwächen und nicht nur gänzlich den Geist.
"Nun... Ich würde euch bitten mich anzugreifen. Stufenweise was die Stärke betrifft. Ich war eine gute Speerkriegerin daheim, aber glaube nicht dass dieser Körper meinen Schritten gehorchen wird wie es soll. Ich muss wissen, welche Angriffsmuster ich ohne Probleme ausführen kann, wo der Körper noch Training benötigt und wie viel mein Körper aushält. Wie ihr bereits erfahren habt bin ich nicht gut darin mich zu schonen und einzuschätzen. Das sollte ich nicht erst Unterwegs in Erfahrung bringen." Sie schmunzelte ein wenig angriffslustig bei ihrer Bitte. Sie dankte insgeheim dem Schöpfer für seine Hilfe was ihre Manaströme anging. Ohne ihn hätte sie diese Magie sicher nicht so nutzen können. Aber auf ihren Körper war sie allein angewiesen.
Sie sah Tarinax direkt und ehrlich an, ihre Worte klangen jedoch zweifelhaft und unsicher herüber: "Kann ich euch auch bitten mich nicht all zu sehr zu schonen?" Sie war sich nicht sicher, ob dies eine gute Idee war, ob der Elf es gutheißen würde sie direkt stärker anzugehen und gar zu verletzen. Aber sie wollte wissen was sie konnte und nicht was sie eventuell im Kampf können könnte.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Feb 18, 2016 5:34 pm

Tarinax kann nicht verhindern, dass sich seine Stirn auf Akiras Bitte hin tief runzelt. Er soll sie also angreifen. Genau das ist eigentlich die Situation, die er vermeiden wollte; schließlich ist er sich selbst noch nicht darüber im Klaren, welche... Verbesserungen sich in seiner Geschwindigkeit und körperlichen Stärke durch die Apotheose ergeben haben.
Allerdings sieht er auch trotz ihrer Unsicherheit in der Stimme, dass Akira es ernst meint und entschlossen ist. Und er selbst weiss, dass sich die Fähigkeiten schnell verbessern, wenn man an seine Grenzen gebracht wird.
Also nimmt er eine Hand von seiner Lanze und macht eine resignierte Bewegung, begleitet von einem Seufzen.
"Nun gut. Ich werde Euch angreifen. Aber ich möchte Euch warnen. Ich habe schon eine Weile nicht mehr gekämpft, und noch gar nicht, seitdem ich mein Schwert geschmiedet habe."
Er spielt ein wenig mit seiner Waffe, indem er sie langsam über seinem Kopf kreisen lässt. Das bereitet ihm keine Mühe, obwohl sie so lang ist. Also ist sie entweder hohl oder es spricht für die Erhöhung seiner Stärke.
"Aber ich denke, das bekommen wir hin. Ihr solltet Euch ein paar Minuten aufwärmen, dann können wir beginnen."
Er selbst zieht sich ein paar Meter weit zurück, um genug Platz für seine eigenen Dehnübungen zu haben. Diese bestehen hauptsächlich aus kreisenden Bewegungen des Oberkörpers, um dort sämtliche Muskeln einmal bewegt zu haben. Um dabei die Balance zu halten, nimmt er seine Lanze zur Hilfe.

Und nach einer Handvoll Minuten, als er sich sicher sein kann, dass Akira sich beim Abwheren eines Angriffs keine Zerrung mehr holt, beginnt er sogleich mit seiner ersten Lektion: Man muss immer für einen Kampf bereit sein. Deshalb stürmt er ohne Vorwarnung auf sie zu und beginnt damit, in schneller Folge einige Stiche mit der langen Lanze anzusetzen. Dabei fällt ihm selbst auf, dass in den Stichen mehr Energie steckt, als er erwartet hat, und er bemüht sich, sich noch mehr zurückzuhalten...

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Apr 21, 2016 9:19 pm

Akira nickte, sichtlich dankbar und zufrieden über seine Antwort. Obgleich seine Warnung in ihr ein leicht mulmiges Gefühl hervor brachte, welches sie jedoch sogleich wieder unterdrückte.
"Natürlich, und sofort."

Und wo sie ihre Dehnübungen begann, konzentrierte sie sich bereits wieder auf die Kampfmuster, die sie früher jeden Tag geübt hatte, als sie ihre lange Reise begonnen hatte. Sie war sich durchaus bewusst, dass sie wieder bei den Grundschritten beginnen musste, noch vor wenigen Stunden hatte sie ihren Körper gerade erst sehr dürftig unter Kontrolle bringen können. Sicher würde sie sich zu viel zumuten, aber genau das wollte sie ja herausfinden. Wo lagen ihre Grenzen?
So völlig in ihren Gedanken versunken, bemerkte sie den plötzlichen Angriff des Magus erst viel zu spät. Sie wollte noch rasch den Speer hoch ziehen mit dem sie gerade eine Bewegung nachahmte, schaffte es jedoch nur soweit, dass der erste Treffer sie um Milimenter verfehlte. Den zweiten Treffer jedoch konnte sie nicht mehr abwehren, und wo sie ohnehin bereits von der Wucht des ersten Treffers taumelte, entschied sie sich dafür sich fallen zu lassen und wenig elegant zur Seite hin wegzurollen. Mehr wie ihren Lehrer von dort aus entgeistert anzuschauen vermochte sie nicht.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Mai 24, 2017 3:52 pm

Tarinax  bemerkt wohl, dass Akira seinen Angriff erst gar nicht gesehen hat. Da sie aber wollte, dass er sie nicht schont, zieht er seine Stiche trotzdem durch. Zumindest die ersten zwei, da sie danach besiegt auf dem Boden sitzt und... Geschockt wirkt. Deshalb stemmt er seine Waffe in den Boden und streckt Akira seine freie rechte Hand entgegen, um Ihr aufzuhelfen.
„Verzeiht mir. Ich sagte ja, mein letzter Kampf ist ein wenig her. Es fällt mir schwer, meine Kraft und Schnelligkeit zu dosieren und das war vielleicht etwas heftig...“
Er verzieht etwas das Gesicht. Tatsächlich war sein letzter Kampf der vor seiner Apotheose, in welchem er den gefallenen Gott nach einer Schlacht tötete, die drei Tage und drei Nächte andauerte. Seitdem hat sich vieles verändert, und er muss sich selbst eingestehen, dass er sich selbst neu hätte kennenlernen müssen.
„Seid Ihr sicher, dass ich Euch angreifen soll, oder soll ich Eure Bemühungen abwehren? Das hilft vielleicht besser dabei, zu verstehen, was Euer Körper noch kann.“
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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Jun 01, 2017 6:21 pm

"Nein.", kam es viel zu voreilig von Akira. Ohne nachzudenken hat dieser Angriff ihren Kampfeswillen entfacht. Ihr war es egal, sie wollte nicht langsam lernen. Sie wollte ihren Gliedern ihren Geist aufzwingen. Undzwar den Geist, den sie damals in Drameree hatte. Sie hatte Reflexe. Gute Reflexe. Und genau das wollte sie unter Beweis stellen. Noch auf dem Boden kauernd wandte sie den Blick einen Moment gen Boden, schloss die Augen und spannte ihren gesamten Körper an. Sie wollte die Laylinien, die Magiekanäle ihres Körpers dafür nutzen ihrem Körper das wiederzugeben, was die Muskeln erst mühsam über Jahre hinweg lernen könnten. Nachdem der Schöpfer zuvorkommenderweise ihre ... Knoten, wie er es nannte, gelöst hatte fühlte sie sich zumindest dieser Technik eher bewandert, als Mana aus ihrem Körper zu nutzen um etwas anderes zu formen. Streng genommen verstärkte sie nur ihr Muskelgewebe um gewisse Bewegungsabläufe zu steigern, die sie durch ihren Willen befehlen konnte. Und ihr Geist funktionierte noch genauso wie vor ihrer Reise durch den Nexus.
"Nein... ich möchte genauso weiter machen. Ich kann eure Besorgnis verstehen, aber man lernt im tiefen Gewässer auch eher das Schwimmen, wie da wo man weiß dass man überleben kann." Begleitet von einem verschmitzen Grinsen zog sie sich an ihrem Speer wieder auf die Füße und hüpfte ein paar Mal kurz auf und ab, um zu verdeutlichen dass es wohl eher ein Schreck war der Akira von den Füßen gerissen hatte und keine ernst zu nehmende Verletzung entstanden war.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Jun 01, 2017 6:36 pm

Tarinax lässt seine Hand noch einen Moment weiter ausgestreckt, auch, nachdem Akira seine Hilfte so schnell ausschlägt. Interessant. „Nun gut. Wie Ihr wünscht...“, sagt er langsam, bevor er seine Hand wieder zurückzieht und ein paar Schritte zurückgeht.Dabei hebt er wieder seinen Speer hoch und balanciert ihn behutsam auf seiner Handfläche.
Er hat für einen Moment die Willensstärke vergessen, die Akira innewohnt und die an ihm zieht. Auch eine ungewöhnliche Eigenschaft, die ihm seit seiner Gottwerdung innewohnt. Er ist die Verkörperung des Willens geworden, und als solche merkt er, wenn diese sich in seiner Umgebung in irgendwem sammelt.
Aber Akira möchte ja, dass er sie in 'tiefes Gewässer' zerrt.Also schließt der Hüne für einen kurzen Moment die Augen. Ein einziges Wort kommt ihm über die Lippen: „Schnell.“
Die Luft um den Elfen flimmert leicht, und dann rennt er erneut los. Der Zauber, den er gewirkt hat, beschleunigt seine Bewegungen auf ein unnormales Tempo, weshalb er nicht mehr als einen Augenblick braucht, um den Abstand zu Akira zu schließen und drei, viermal mit seiner Lanze zuzuschlagen. Doch nach wie vor nimmt er seine Kraft zurück, um sie nicht vom Boden zu fegen – er will es ungerne übertreiben.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Fr Jun 02, 2017 9:03 pm

Ein Wort. Ein Wort hieß schwache Magie. Aber beim Erbauer, schwache Magie war das gewiss nicht! Oder waren hier die Regeln gänzlich anders? Zu spät, um weiter darüber nachzudenken. Akira brauchte ihren ganzen Willen konzentriert und fokussiert vor sich, um auch nur halb so schnell reakieren zu können wie Tarinax zuschlug. Der schnellen Schlagabfolge nichts entgegen bringend versuchte sie es nicht mit Abwehr, sondern schloss ihrerseits ebenfalls die Lücke zwischen ihr und ihrem Lehrmeister, bis sie nur wenige Atemzüge vor ihm stand und in seinen Hiebarm griff. Dabei verzog sie einen Moment frustriert das Gesicht, bei ihrer Anstrengung hatte sie sich auf die Zunge gebissen und nun einen metallischen Geschmack im Mundraum den sie absolut nicht mochte.Und es gab ein zweites Problem. Sie wusste nicht, was sie nun tun sollte, wo sie merkte, dass ihr schlichtweg einfach die Kraft fehlte - trotz magischer Verstärkung. Allein dieser Zug hatte sie unglaubliche Kraft gekostet und sie wunderte sich selbst, dass sie es geschafft hatte zwischen den letzten beiden Hieben sich durchzumogeln. Sicher nur, weil Tarinax unschlüssig war wie weit er gehen wollte. Sie merkte seine versuchte Zurückhaltung.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Sa Jun 03, 2017 5:30 am

Tarinax hat nicht gedacht, dass Akira diese Schläge abwehren würde. Dafür war er einfach zu schnell, und sie in ihrem Körper und mit der Magie in Darka schlicht zu unerfahren. Sonst hätte sie gewusst, dass sie den einfachen Zauber 'Verlangsamen' hätte wirken können, um 'Schnell' aufzuheben und ihn ruckartig aus der Balance zu bringen. Ein schwaches Grinsen zuckt um seine Mundwinkel, aber nur für einen Moment. Denn plötzlich sieht er seine Schöpfung ganz nah vor sich stehen – zu nahe, um weitere Lanzenhiebe effektiv ausführen zu können. Und im nächsten Moment spürt er einen seltsamen Schmerz, da Akira ihm in den Arm kneift. Er öffnet seine Hand blitzschnell und lässt die Lanze fallen – eine Nahkampfwaffe ist sie nicht gerade. Doch dieser Schmerzreiz lässt ihn für einen Moment seine Zurückhaltung vergessen. „Tiefes Gewässer, ja...?“ Wohl auch deshalb ballt er die Hand, die nicht durch Akiras Griff in der Bewegung eingeschränkt ist, zur Faust und zielt sang-, klang- und rückhaltslos mit einem Haken auf ihre Magengrube.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mo Jun 05, 2017 3:51 pm

"Tiefes Gewässer, ja...?" Diese Worte hallten Akira noch lange nach. Sie sah nichts, fühlte nichts und wusste genau, dass sie ohnmächtig sein musste. Aber ihr Kopf war immer noch aktiv... Was war gerade geschehen? Und vor allem, war es wirklich gerade erst? Sie hatte kein Zeitgefühl mehr. Sie wusste nur noch, dass der alte Elf einen Hieb gegen sie ansetzte, sie einen harten Aufprall und stechenden Schmerz im Rückrad fühlte, ehe sie in dieses Loch der dunklen Nebel gefallen war. Allem Anschein nach hatte Tarinax ihre Bitte endlich erhört und Akira ihren Gegenüber maßlos unterschätzt. Oder sich selbst, oder beides. Und wo sie noch darüber nachdachte, vernebelte es ihr auch die letzten Gedanken und sie erlag gänzlich ihrem angeschlagenen Körper.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jun 07, 2017 2:05 pm

Das hat der Elf so nicht gewollt. Er spürt, wie seine Faust den Kontakt zu Akira aufnimmt – und er spürt, dass dieser Kontakt plötzlich nicht mehr da ist. Zuerst schaut er auf seinen Arm, an dem deutliche Kratzspuren zu sehen sind – als hätte sich jemand festgekrallt und wäre weggedrückt worden. Dann schaut er geradeaus – und sieht, wie Akira gerade in die Hauswand hinter ihr einschlägt, ihre Augen sich in ihren Hinterkopf drehen und sie in Ohnmacht fällt. Der immer noch aktive Beschleunigungszauber erlaubt es ihm, in einem Blinzeln neben ihr zu knien, aber er war nicht schnell genug, um ihren Sturz zu Boden aufzuhalten. „Bei den Göttern. Die Apotheose hat mich mehr gestärkt, als ich mir je erträumt hätte. Und das ohne Volk...“, murmelt Tarinax vor sich hin und dreht Akira vorsichtig auf die Seite, ihre Arme und Beine so verschränkend, dass sie ohne Probleme atmen kann. Was sie auch tut.
Indem er zwei Finger an Schläfen legt und seine magischen Sinne auf sie richtet, kann er den Schaden begutachten. Er hat keine Knochen getroffen, also gibt es keine Brüche. Keine inneren Blutungen. Aber es bildet sich bereits ein kräftiges Mal um ihren Bauch herum, welches sie noch ein paar Tage lang an diesen Schlag erinnern wird. Nichts, was der Aufmerksamkeit eines Heilers bedarf.
„Nun... Dann legen wir Euch zurück in die Federn, und ich besorge derweil unsere Ausrüstung für die Reise.“ Und genau das macht Tarinax auch. Er hebt Akira hoch und legt den regungslosen Körper auf seiner Schulter ab. „Langsam.“ Der Zauber auf ihm kommt zum Erliegen und er atmet tief ein und aus; dann trägt er seine Schöpfung ins Haus und in ihr Gemach zurück. Dort bettet er sie vorsichtig, verschwindet nochmal und kehrt mit ihrem Speer zurück, den er neben der Tür an die Wand lehnt. An dieser Tür hinterlässt er auch eine Notiz, damit er auf dem Marktplatz auch gefunden werden kann – und dann ist er fort.

Bei seinem Besorgungsausflug liegt ihm ein schweres Gefühl im Magen, welches nichts mit seinem beginnenden Hunger zu tun hat. Es ist Schuld. Schuld, weil er Akira unbeabsichtigt so verletzt hat. Es nagt an ihm, und er hat vor, sich bei ihr zu entschuldigen, wenn er wieder bei ihr ist. Mit diesem schweren Gefühl, welches nicht von alleine verschwinden mag, schlendert er schon wieder über den Marktplatz. Diesmal aber deutlich zielgerichteter. Nahrung für die Pferde. Ein paar neue Pfeile, damit er bei der Jagd nicht auf seine Magie angewiesen ist. Schließlich reist er grundsätzlich ohne Proviant für sich selbst.....

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Di Jun 13, 2017 7:03 pm

"Wer bist du?", rief sie ins Dunkle. "Was willst du von mir? Warum rufst du mich?".... weitere Stille. Akira wurde von dieser dunken Masse angezogen, es rief sie. ER rief sie. Nur wer war ER? Vorsichtig setzte sie einen Fuß vor den anderen und ging dem großen Nichts entgegen, bis sie ein Flüstern vernahm. "Das sind ganz schön viele Fragen die du da hast. Aber keine von Relevanz. Viel mehr solltest du dir gewahr werden, wer du bist." Sie? Aber sie wusste wer sie war. Akira, die auserkorene Drachengeborene die die Verderbtheit überwinden wird. "Und du bist sicher dass du die Verderbtheit überwunden hast? Kleiner Drache, Verderbtheit schlummert in jedem. Je mächtiger der Wille, desto stärker bin ich." Und sofort schossen Akira unzählige Bilder durch den Kopf. Tot, Verrat, Verzeiflung, unglückliche Momente durch sie hervorgerufen... Und dann sah sie sich selbst, als Drache, ihre eigene Welt zerstörend. Sie konnte nicht fassen was sie dort sah. Würde sie das wirklich tun? Oder waren es nur ihre Ängste? Was sollte das alles? "Du hast es schon getan. Es wird keinen Rückweg mehr geben. Je mehr du dich wehrst, desto mehr wirst du auch diese Welt verschlingen." Ein Schrei entstieg ihren Kehlen, denn sie war in diesem Moment tatsächlich in ihrer gewaltigen Drachengestalt. Sie wollte das nicht sehen. Sie wusste, es war nicht real. Und sie würde sich nicht täuschen lassen. Vor Wut wollte sie die Dunkelheit zerteilen mit ihren mächtigen Pranken. Doch anstatt das Dunkle zu treffen, war dort etwas anderes. Eine Person. Ein Elf, der zwei Schwerter gegen Akira richtete - mit einem Blick, den man nur dann aufsetzte, wenn man vor hatte zu morden.

"Tarinax!", entfuhr es Akira als sie sich jäh aufrichtete und die Augen aufschlug. Sie war schweißgebadet und sogleich daran erinnert, was geschehen war. Verkrampft hielt sie sich den Magen fest und biss sich bei dem durchströmenden Schmerz auf die Unterlippe. Das Schmerzempfinden hätte man wirklich nicht rekonstruieren gebraucht. Der Schmerz war wirklich höllisch. Vorsichtig zog sie ihr Hemd hoch um sich den Schaden zu begutachten. Aber mehr wie eine Schwellung und gezielte Hiebabdrücke konnte sie nicht feststellen. Es war also nichts gebrochen oder anders behandelt worden. Wenigstens das. Sie fragte sich, wie lang sie wohl diesmal geschlafen haben könnte und ließ den Blick vor sich schweifen, wobei sie den Stab samt Notiz bemerkte. Von wem die wohl war? Ächzend stand die junge Dame auf und wankte in Richtung ihrer Waffe und las den Zettel aufmerksam mit einem schiefen, schmerzverzerrten Grinsen. So lange war sie dann wohl nicht geistig abwesend gewesen, sie sollte den werten Elfen also nicht warten lassen.
"Ihr wirkt nicht, als solltet ihr euch bereits dem Bett zu weit entfernen Verehrteste.", hörte Akira eine  bekannte Stimme hinter sich. Nesmin hatte sich im hinteren Bereich des Raumes aufgehalten, wohl um nach ihrem Zustand zu sehen.
"Darauf kann ich keine Rücksicht nehmen, das geht vorbei wo keine Organe beschädigt zu sein scheinen. Danke für eure Sorge.", versuchte die Angeschlagene ihr Gegenüber sachte zu beruhigen, der ihr Verhalten wohl amüsant fand. Zumindest lächelte er leicht als sie dennoch das Zimmer verließ und den Weg zum letzten Punkt suchte den Tarinax vermerkt hatte. Die komplette Route abzulaufen würde wohl nichts bringen, also entschied sie sich direkt zum Marktplatz zu schleichen, den Speer als Stütze dankbar im Schlepptau.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Jun 14, 2017 6:22 pm

Tarinax nimmt sich beim Händler für Jagdausrüstung ein wenig Zeit, um die Pfeilspitzen zu begutachten. Dabei hält er die Pfeile nach oben gegen die Sonne und schaut nach, ob die Ränder durchgehend sind oder ob sie Kerben in der Schneide haben. Zufrieden mit der Qualität lässt er sich einen Köcher vollmachen, den er im Austausch von ein paar Goldmünzen erwirbt und sich auf die Schulter schnallt. Dann hebt er zwei Finger an die Stirn zum Gruß und schlendert gemütlich weiter. Er geht davon aus, dass Akira eine Weile aus dem Gefecht gesetzt ist – der Gedanke daran lässt ein schuldiges Gefühl in seiner Magengrube größer werden-, deswegen hat er genug Zeit für seine Besorgungen. Bei einem Stoffhändler lässt er sich ein paar Bahnen dünne Baumwolle zusammenrollen – falls einmal eine Verletzung abgebunden werden muss. Für eventuelle Notizen auf der Reise schafft er sich ein paar Rollen Pergament an. Passend dazu zwei neue Federkiele eines Adlers und ein Fässchen Tinte, damit er auch schreiben kann. Er gedenkt, Akira ihre Reiseroute so aufzeichnen zu können. Schließlich werden sie ein paar Monate lang unterwegs sein...

Weitere Kleinigkeiten, die nützlich für die Reise sein könnten, werden von ihm gekauft, dann denkt er, dass Zeit für eine Pause ist. Dazu kennt er auch ein passendes Plätzchen. Am Rande des Marktplatzes gibt es einen Kräuterladen. Dort stockt er, falls er mal eine Reise antritt, nicht nur seinen Vorrat an Heilkräutern und -tinkturen auf. Auch seine Kräutermischungen für seine Pfeife erwirbt er hier. Gleichzeitig gibt es aber auch einen kleinen Außenbereich, in welchem Tee und frisches Gebäck gereicht werden. Diese Tees haben oft eine milde Heilwirkung, weshalb es ein beliebter Treffpunkt für die Bewohner Imber Cinis' ist, die aus irgendeinem Grund Wehwehchen haben – sei es das Alter, Wunden aus einer Schlacht oder generelles Unwohlsein. Langsam kehrt allerdings die Mittagsruhe auf dem Marktplatz ein, deshalb sind die Plätze leer. Nun, jetzt nicht mehr, denn er setzt sich auf einen der Holzstühle, die bereitstehen. Einen zweiten Stuhl zieht er heran, damit er seine Beine hochlegen kann.
„Zum Gruße, Lord Arcanum. Kann ich Euch das Übliche bringen?“, ertönt schon nach kurzer Zeit eine Stimme hinter ihm. „Selbstverständlich, Burr. Lasst mich meine Pfeife suchen...“ Burr ist ein Mann mittlerem Alters, dessen Bart ihm bis an den Bauch reicht. Gleichzeitig hat er eine Schürze an, auf denen deutliche grüne Flecken sind, vermutlich von den Kräutern, mit denen er hantiert. Ein passender Anblick. Tarinax kramt kurz in seinen Taschen herum und zieht dann seine elfenbeinene Pfeife hervor, überreicht sie an Burr und lehnt sich im Stuhl zurück.
Es dauert nicht lange, da kehrt der Ladenbesitzer mit einem heissen Tee, einem Teller mit kleinen Gebäckstücken und der gestopften Pfeife zurück. Letztere nimmt der Elf entgegen, bedankt sich und steckt sie sich in den Mund. Der Daumen wandert in die Brennkammer, und kurz später wabert ein leicht grünlicher Rauch über den Marktplatz.
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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Fr Jul 07, 2017 3:31 pm

Auf ihrem Weg hatte Akira diverse Probleme gescheit voranzukommen. Nicht nur, dass sie ohnehin noch schrecklich lediert war und sich selbst stark forderte weiter zu gehen, nein. Es gab auch immer mal wieder freundliche Bürger die ihren Anblick scheinbar nicht ertragen konnten und meinten, sie bräuchte Hilfe. Ein wenig Panik bekam sie dahei, je weiter sie voran schritt. Denn der Zauber, den Tarinax gewirkt hatte, schien zu verfliegen. Sie verstand immer weniger von dem, was die Leute um sie herum versuchten ihr zu erklären, weswegen sie zunehmend so tat als wäre sie stumm und mit Kopfschütteln versuchte deutlich zu machen, dass ihr nichts wichtiges fehlte. Einen Moment zum Verschnaufen schaffte sich die junge Frau dann in einer Seitenstraße, die sie nicht kannte. Sie wollte auf dem Weg bleiben, aber Asche! Sie brauchte eine Pause und musste sich neu orientieren. Denn nun war auf dem Marktplatz bereits munteres Treiben zu verzeichnen, was ihr nur noch mehr Steine in den Weg legte. Wie sollte sie den Elfen so finden? Oder... war er gar überhaupt noch hier? Tief seufzend ließ sie sich auf den Boden sinken und verkeilte den Stab zwischen ihr und der nahen Hausmauer. Vielleicht konnte sie seine Magie orten, denn davon hatte er reichlich. So schloss sie die Augen, horchte ins magische Geflecht und versuchte etwas vertrautes wahrzunehmen.
"So wird das nichts.", murrte sie nach kurzer Zeit. Ihre Fähigkeiten waren bei weitem noch nicht wieder stark genug, um Auren zuzuordnen. Und viel Magie, hieß zwangsläufig nicht Tarinax. Sondern vielleicht Magieakademie. Oder so. Also rappelte sie sich auf, schnappte sich wieder ihren Speer und schritt weiter ziellos umher. Bis sie auf einen merkwürdigen Geruch stoß, der ihr Interesse weckte. So eine Mischung kannte sie nicht und der Geruch schien aus einer Ecke zu kommen, die Akira noch nicht untersucht hatte. Vielleicht fand sie ja nicht nur eine Antwort auf ihre Neugieder? Jedenfalls versuchte sie dort ihr Glück.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Fr Jul 07, 2017 8:09 pm

Tarinax nebelt sich ohne eine Sorge in der Welt in diesen grünen Rauch ein. Oder ist es dieser Rauch, der ihn die Sorgen dieser Welt vergessen lassen? Ist das überhaupt wichtig? Für den Moment nicht. Tatsächlich befindet sich in dieser Pfeife eine Kräutermischung, die, wenn sie geraucht wird, die rasenden Gedanken eines Erregten zum Erliegen bringt. Sie beruhigt, ohne zu vernebeln.So kann der Elf für einen Moment die nagende Sorge vor dem Göttertribunal und die Sorge über Akira beiseiteschieben und einfach nur... Entspannen. Das hat er auch dringend nötig, wenn er die lange und beschwerliche Reise zum östlichen Kontinent „Duriat“ überstehen will.

Er legt die Pfeife auf den Tisch und greift nach seiner Teetasse. Ein milder Heiltrank, der die Wehwehchen des Alltags lindern soll. Auf seiner Erkundung der Welt hat er sich nicht wenige Verletzungen zugezogen, manche davon schwer. Und solche Verletzungen hallen auch nach vielen Jahren noch nach. Er hat Glück, dass sie ihn nicht in der Bewältigung seines Alltags behindern. Fast mitleidig sieht er einen vorbeigehenden Mann an, dessen Hand ihm als Jüngling im Kampf abgeschlagen wurde. Nein, solche Verletzungen hat er glücklicherweise nicht. Er trinkt einen tiefen Schluck aus seiner Tasse und stellt sie mit einem leisen Geräusch wieder ab. Dann nimmt er erneut seine Pfeife, zündet sie wieder an und nimmt einen tiefen Zug.

„Burr... Packt mir bitte einen kleinen Lederbeutel mit der Kräutermischung zusammen. Dazu ein paar allgemeine Heilkräuter und eine Aschwurz-Tinktur. Ich werde schon morgen für eine Weile aus der Stadt verschwinden und will gut vorbereitet sein.“ „Selbstverständlich, mein Herr. Wohin wird die Reise denn gehen?“ „Duriat.“ „...ich werde eine größere Auswahl zusammensuchen. Das dauert eine Weile. Aber zuerst lasst mich Eure Pfeife neu stopfen...“ Burr nimmt die Pfeife und eilt kurz in seine Geschäftsräume zurück. Nur wenig später gibt er das Rauchutensil wieder zurück und macht sich mit einem seltsamen Gesichtsausdruck davon. Tarinax seufzt schwer und lässt den Blick schweifen. Kein Wunder. „Duriat“ gilt als ein gefährlicher Kontinent, wobei nur wenige wirklich wissen, warum. Wilde Bestien, groß wie Häuser, sollen dort frei herumwandern, mitten unter Menschen. Gestaltwandler. Wesen, die das Gesicht stehlen... Vieles davon ist natürlich Aberglaube. Aber manche Sachen stellten sich bei seinem letzten Besuch als bittere Wahrheit heraus.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Jul 20, 2017 2:22 pm

Fortuna sei gepriesen! Fortuna? Gab es hier überhaupt so etwas? Oder Moiren? Gab es überhaupt eine Gottheit, oder ein höheres Wesen, welches das Glück verbreitete oder Pech ins Haus Brachte? Unwichtig. Nach einem unglaublich erschöpfenden Marsch hatte Akira durch ihre Neugierde tatsächlich den alten Elfen gefunden! Ein wenig schneller als zuvor huschte sie zu ihrem Schöpfer hinüber und atmete erleichtert und schwerfällig aus.
"Endlich habe ich euch finden können, ich hatte schon Sorge ihr wärt bereits wieder fort... Die Liste war zu lang sie chronologisch abzugehen.", gestand sie gequält grinsend und tauschte den Speer mit einem Stuhl gegenüber von Tarinax.
"Und ich verstehe wieder niemanden.....", fügte sie kleinlaut hinzu, in der Hoffnung keiner würde sie in fremder Zunge sprechen hören.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Sa Aug 19, 2017 7:27 pm

Tarinax streicht langsam an dem Mundstück seiner Pfeife entlang. Chagga. Es ist eine Kräutermischung, die die Gedanken ruhen lässt und für tiefe Entspannung sorgt. Diese Entspannung kann er gut vertragen, wenn er seine Reise nach Duriat vorbereiten muss. Kann er auf der ganzen Reise gebrauchen, denn sie wird lang und nicht immer einfach. Bis zum Sonnentagsgebirge, welches in etwa vier Tagesritte von hier entfernt ist, ist es noch weit. In entsprechender Entfernung gibt es Wälder und Seen, an denen sie vernünftig rasten können, und sie werden auch jeden Abend die Gelegenheit haben, ein Abendessen zu erlegen. Wenn sie einmal mit den Drachenreitern über das Gebirge geflogen sind, sieht das Ganze allerdings schon wieder anders aus. Weite Ebenen, bis sie an das Meer geraten. Dort müssen sie ein Schiff bekommen, ohne die Aufmerksamkeit der Inquisition auf sich zu ziehen. Und letztentlich der wilde Kontinent selbst, mit all seinen Gefahren. Er zündelt erneut an seiner Pfeife und zieht daran. Mehr von dem grünen Nebel wabert aus Nase und Mund, und etwas gedämpft vernimmt er eine Stimme, deren Körper von seinem Rauch kurz verdeckt ist. Aaaah. Akira hat ihn gefunden.
"Macht Euch keine Gedanken, Kleines. Ihr seid hier, und das ist die Hauptsache.", sagt er Elf leise und richtet sich leicht in seinem Stuhl auf, um seiner Schöpfung auf die Stirn tippen zu können. Ein kleiner Funke Magie, aber er sollte ausreichen, um die Verbindung wiederherzustellen und ihr zu ermöglichen, die Handelssprache wieder verstehen zu können. Dann zieht er seine Tasse an sich heran und nimmt einen Schluck.
"Bedient Euch ruhig am Gebäck. Ihr seht aus, als könntet ihr eine Stärkung vertragen. Und wollt Ihr mal probieren? Chagga. Beruhigt.", meint er mit einem Schmunzeln und hält ihr sein elfenbeinernes Rauchgerät entgegen.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Sa Okt 14, 2017 5:13 pm

Akira wollte bereits protestieren als Tarinax auch nur durch Muskelzucken zu verstehen gab, welche Geste er ausführen wollte. Ihre eigene Trägheit in diesem Moment widersprach ihr jedoch und als sie den kleinen Magiestoß sich langsam in ihrem Körper ausbreiten fühlte, erstarb das Verlangen jäh. Rasch klappte ihr Mund zu und sie nickte zum Dank, in der Hoffnung er habe genau das getan was sie vermutete. Laut aussprechen wollte sie die Frage jedoch nicht, immerhin war es etwas blamabel, dass sie die Magieströme hier immer noch kaum verstand und nicht genau sagen konnte, was er mit ihr anstellte. Vermutlich hätte der alte Elf ihr gerade einen Stillezauber auferlegen können oder sie für sonstetwas empfänglich gemacht haben, sie hätte es nicht gemerkt und sich stumpf dafür bedankt. Immer noch besser, als zuzugeben, dass sie es nicht wusste. Noch. Sie rutschte tiefer in ihren Stuhl und fing die weitergehende Frage von Tarinax auf, der ihr eine merkwürdige Apperatur hinhielt mit der sie absolut nichts anfangen konnte. Sie beäugte das Ding einen moment neugierig und griff beiläufig zu einer kleinen Stärkung.
"Was ist das und wie benutzt man das? Wenn es beruhigt klingt es nach einem Medikament oder einer Droge. Und... wir sitzen hier recht öffentlich. Deswegen gehe ich eher von letzterem aus?", begann sie sogleich zu fragen, als sie sich von den Strapazen wieder etwas Luft zum atmen verschaffen konnte.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Fr Nov 10, 2017 5:19 pm

Tarinax' Mundwinkel zucken nur für einen Moment etwas weiter nach oben ob ihres Dankes. Manche Sachen sind selbstverständlich, zumindest für ihn. Es Akira zu ermöglichen, sich in dieser für sie so neuen Welt zurechtzufinden, ist eine davon. Es wäre... Ungünstig, wenn sie ohne ihn hier strandet und sich nicht mit mehr verständigen kann außer ihren Gliedmaßen. Amüsantes Schauspiel vielleicht, aber...
Der Elf blinzelt leicht verwirrt bei ihrer Frage. Wie bitte? "Ihr könnt mir nicht im Ernst weismachen, dass Ihr keine Pfeifen in Eurer Welt kennt.", meint er, beinahe schon grinsend, als er forschend in ihre Augen blickt - und das Amusement ist wie weggewischt. Das darf doch nicht wahr sein.
Folglich dreht er einfach nur den Kopf und ruft laut: "Burr! Ich benötige eine zweite, gestopfte Pfeife!" Es gibt zwar keine Antwort, aber bei seiner Lautstärke ist es schwer, ihn zu überhören. In der Zwischenzeit kann er ja erklären... Etwas so Elementares...
"Das hier ist eine Pfeife. Man benutzt sie, um gewisse Kräuter, manchmal Medikamente, manchmal eine Art Droge, zu rauchen und den Qualm einzuatmen. So wirken sie sogar schneller, als wenn man einen Tee daraus braut. Funktioniert aber nicht bei allen Dingen.", beginnt er also und deutet mit einem Finger auf die zylinderförmige Erhebung am Ende seines Rauchgerätes. "Das ist die Brennkammer. Dort wird das gewünschte Kraut - in meinem Fall Chagga - eingefüllt und angezündet. Manche machen es mit einem glühenden Kienspan, ich benutze meinen Daumen und einen Feuerzauber. Und während es zündelt, atmet man durch das Mundstück an der anderen Seite ein."
Die Erklärung macht keinen Sinn, wenn es es nicht vorführt, oder? Also steckt er die Pfeife erneut in seinen Mund, hält einen Daumen an die Kräuter, und sobald man ein leises Knistern der Kräuter hören kann, zieht er den Rauch in seine Lunge. Dann legt er sein Gerät auf den Tisch und wartet einige Sekunden, bevor er eine weitere, grünliche Wolke ausstößt, die ihn verdeckt.
"Chagga ist eine Pflanze, die nur auf dem östlichen Kontinent wächst. Braut man einen Trank daraus, ist es ein sehr starkes Beruhigungsmittel, welches Euch wochenlang ins Traumland verbannen könnte. In kleinen Dosen geraucht beruhigt es flatternde Nerven, und... Nunja, das ist gerade nicht unbedingt verkehrt.
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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Nov 15, 2017 9:20 am

"Ah...", machte Akira, halbherzig, und gab zu verstehen dass sie anscheinend doch etwas mit der Erklärung anfangen konnte. Konnte sie auch. Zumindest vom Hören her, klang es ähnlich der Rauchfässchen, die öfters in Dalaran verwendet wurden. Oder wie Weihrauch und Räucherstäbchen. Nur, dass dieses 'Ding' dort für sie wenig Sinn ergab. Und auch wenn sie verstand was das Ziel dieser Prozedur war, so konnte sie für sich selbst relativ wenig damit anfangen. Und genau dies spiegelte auch ihr Gesicht ziemlich sicher wieder, indem sie Tarinax recht zweifelnd ansah und den wenigen Rauch, den der Wind her wehte, sogleich mit der flachen Hand wieder wegwischte.
"Ich denke aber das wird nicht nötig sein... mit dieser Pfeife. Sagt mir doch lieber, was in euch vor geht, dass ihr derartige Tricks nötig habt.", versuchte Akira das Thema etwas zu verschieben. Ein weiteres Mal musterte sie den Elfen, aber dieses Mal war es als wollte sie ihm in die Seele blicken. Seinem Körper konnte sie nicht viele Anzeichen ansehen, aber sie wusste dass Augen nur schwer lügen könnten. Und sie verstand nicht, was eine kleine Reise für einen so erfahrenen Magier -für einen GOTT - überhaupt für Stress hervorrufen könnte.

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Do Nov 16, 2017 6:31 pm

"Hmmm... Das könnte ich durchaus tun, aber ich will Euch keine Angst machen", gibt er Elf mit einem leichten Schmunzeln zurück und lehnt sich etwas zurück, als Akira ihn so taxiert. Nicht, dass es ihm unangenehm wäre, so intensiv angeschaut zu werden, aber... Verdammt, wie soll er seiner Schöpfung klarmachen, dass diese Welt außerhalb von Städten nicht immer sehr angenehm ist und auf ihrer Reise ein Haufen Gefahren lauern könnten? Selbst jemand wie er muss bei einer Horde von Monstern vorsichtig sein!
"Nein, ich sollte Euch schon einweihen, was kommen könnte, wenn wir zur Grube müssen.", fügt Tarinax nach einer Weile hinzu und stößt seine Pfeife mit einem Finger um. Das völlig schwarz gebrannte Kraut kippt aus der Brennkammer und hinterlässt eine pulvrige schwarze Spur auf dem Holztisch. "Gerüchten zufolge treiben sich seit einer Weile eine Horde Werwölfe herum, in etwa anderthalb Tagesreisen von hier entfernt. Außerdem müssen wir mit einem Drachen reiten, um über das Gebirge zu kommen - und Drachen und Elfen sind hier nicht gerade mit freundschaftlichen Banden verbunden. Dann müssen wir ein Meer überqueren, welches sehr gerne von Stürmen heimgesucht wird, und auf Duriat leben praktisch nur Monster. Genug Gründe für Sorgen?"

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Nov 29, 2017 1:00 pm

"Und ich dachte jetzt kommt etwas überaus gefährliches.", gab Akira schief grinsend zurück. "Ihr vergesst, werter Tarinax, dass meine Seele schon das ein oder andere erlebt hat." Bei der Erwähnung 'Drache' begannen Akiras Augen unweigerlich an zu glitzern. Keinen anderen Wesen fühlte sie sich so verbunden wie diesen. Und natürlich verschwendete sie keinen Gedanken daran, dass andere Drachen aus anderen Welten eventuell auch andere Ansichten von ihresgleichen hatten.
"Warum sind Elfen und Drachen sich denn nicht sonderlich grün? Müsste die magische Verbindung ihnen nicht eher sogar ein natürliches Band schenken? Und sind die Gerüchte nun lediglich Gerüchte, oder haben sie einen wahren Kern?"

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Nov 29, 2017 2:04 pm

Tarinax kann nicht anders, als ein klein wenig zu schmunzeln. Diese Sicherheit, mit sämtlichen Problemen in der Welt ohne Probleme klarkommen zu können, erinnert ihn ein wenig an sein jüngeres Selbst - als er noch jung und ungestüm war. Die dreißig Jahre im Kristall des Gräuels haben ihn aber sehr nachhaltig von seiner Verwundbarkeit überzeugt. "Wartet nur ab. Ihr werdet den Speer schon früh genug zurück in die Hand nehmen müssen.", meint der Elf amüsiert und zieht seine Tasse zu sich heran, damit er hineinblinzeln kann. Beinahe leer - also stürzt er den Rest herunter und verzieht das Gesicht. Dieser Heiltrank schmeckt kalt einfach nicht.
Gut so, dass Akira nachhakt. Das gibt ihm die Gelegenheit, ein wenig nachzudenken - und den bitteren Nachgeschmack aus seinem Hals zu verbannen. "Zu den Gerüchten kann ich nichts sagen. Ich habe von seltsamen Todesfällen gehört, aber ob sie mit Werwölfen zu tun haben? Wir werden sehen.", sagt er leise und räuspert sich kurz, um sich ein wenig Zeit zu erkaufen. Wie erklärt er seiner Schöpfung am Besten, was zwischen Elfen und Drachen vorgefallen ist? Ein Krieg, der ganze Landstriche für immer unbewohnbar gemacht hat?
Ein Glück, dass Burr gerade in diesem Moment zurückkehrt, um den fertigen Lederbeutel mit Kräutern für die Reise auf dem Tisch abzulegen. Dankbar für die Unterbrechung wendet sich Tarinax dem bärtigen Mann zu und lächelt ihm milde zu. "Habt Dank. Rechnet es über den Zehnt ab, Burr." - "Braucht Ihr die Pfeife noch?" - "Nein. Meine Begleitung lehnt dankend ab." - "Dann einen angenehmen Tag, Lord Arcanum." Tarinax hebt die Hand zum Gruße, Burr verneigt sich leicht und verschwindet wieder, und der Lederbeutel wird prompt inspiziert.
"Vor vielen Jahrtausenden begegneten sich Elfen und Drachen zum ersten Mal. Die Elfen töteten die Tochter eines Khans und zerstörten den Hort. Der Khan forderte einen Blutzoll, der Elfenkönig weigerte sich, seine Tochter wurde geraubt, einige Elfen erschlagen, und ein unglaublich grausamer Krieg brach aus, der ein halbes Jahrhundert andauerte, sowohl Elfen als auch Drachen an den Rande der Ausrottung brachte und das fruchtbarste Tal der ganzen Welt in ein ruiniertes Ödland verwandelte...", erklärt er langsam, während seine Finger Kräuterbüschel und Phiolen betasten. Scheint so, als hätte der Kräutermeister an alles gedacht - also sind sie gewappnet für die Reise. "Hätte nicht im letzten Moment irgendetwas eingegriffen, gäbe es beide Rassen nicht mehr. Kein Wunder, dass sie einander mit enormer Vorsicht betrachten."
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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Nov 29, 2017 4:16 pm

Während ihr Gegenüber erzählte, tat Akira nichts weiter als den Mann namens Burr weiter zu beobachten. Für sie war es immer noch merkwürdig, dass 'Götter' so frei herumliefen und scheinbar normale Beziehungen zum Volk hatte. Selbst ein König wäre anders behandelt worden, was Akira nach wie vor verwundert die Stirn runzeln ließ. Je mehr Tarinax allerdings über die Begegnung der beiden Urvölker berichtete, desto mehr wanderte der Blick wieder vom Kräuterbeutel zurück zum Elfen. Ein wehleidiger Schatten huschte über Akiras Miene.
"Ich verstehe... Das macht es natürlich etwas komplizierter." Und wieder war es eine humanoide Rasse die zu erst das Leid gebracht hatte. Ob es je eine Welt geben würde, in der ihresgleichen nicht sofort mit einer Waffe bedroht werden würde? Ein leises Seufzen entfuhr ihr und brachte sie zurück zu einem fokussierteren Gedanken.
"Etwas? Ihr wisst nicht was den Krieg beendet hat? Ihr wisst es nicht?"

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Nov 29, 2017 5:03 pm

"Sehr kompliziert. Ich bin immer noch sehr erstaunt darüber, dass Surlu Khan mich übersetzt - er hat den Krieg noch miterlebt und hat gute Gründe dafür, Elfen zu hassen.", stimmt Tarinax zu und öffnet ein kleines Täschchen im Täschchen - indem sich sein Chagga für die Reise befindet. Zumindest genug, um es entweder zu rauchen oder ein paar Betäubungspfeife daraus herzustellen. Da wirklich alles in der Tasche steckt, was er benötigt, beginnt er, die Tasche wieder zusammenzuräumen. Zumindest so lange, bis Akira eine sehr dumme Frage stellt. Nun, nicht gleich dumm. Aber definitiv amüsant. Er hält die Bänder, die seinen Beutel wieder vernünftig verschließen sollen, in seinen Händen und blickt verblüfft zu ihr auf.
"Natürlich nicht, Kleines. Es ist vor einigen Jahrtausenden passiert, und ich bin nicht omniszient. Was vor meiner Ankunft in Darka geschehen ist, weiss ich nur aus Geschichten oder Büchern. In keinem Buch über den Drachenkrieg oder über 'Golga Nom Ron', das Knochenfeld im Sand, befindet sich eine Beschreibung - nur, dass etwas die übrigen Drachen angriff und sie zum Frieden zwang."
Tarinax klingt deutlich amüsiert, trotz des ernsten Themas, und schnürt den Lederbeutel nun doch zu, bevor er den Kopf zur Seite neigt. "Warum glaubt Ihr, ich würde davon wissen?"

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BeitragThema: Re: Imber Cinis   Mi Nov 29, 2017 10:34 pm

"Und was ist so amüsant an der Frage? Es hätte durchaus sein können, dass ihr dessen Bescheid wisst. Aber dass es nirgends vermerkt ist, oder eine andere Quelle entsprechendes Wissen beinhalten könnte, klingt durchaus mysteriös.", gestand die neugierige Sha'lou. Vielleicht würde sie diesem Geheimnis auf die Schliche gehen. Eines Tages. Vielleicht, wenn sie nicht schon eher von Werwölfen oder dem tiefen Meer verschlugen werden würde.
"Ich jedenfalls würde wissen wollen, was mein Volk damals mit diesem zerstritten hat und was die Wende brachte. Vielleicht wäre das sogar eine Möglichkeit die Völker wieder etwas näher aneinander zu bringen, so nach unzähligen Mondwechseln."

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Imber Cinis
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